Save My Soul
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
InsideOut |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jörg Springub |
Keyboards |
| Marco Ahrens |
Gitarre |
| Volker Walsemann |
Gesang, Gitarre |
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| Heiko Spaarmann |
Bass |
| Andreas Tegeler |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Intro
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0:37
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| 2. |
Open Your Eyes
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4:50
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| 3. |
Save My Soul
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6:27
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| 4. |
End In Sight
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3:55
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| 5. |
The Key To Creativity
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5:33
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| 6. |
In The Wait Loop
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6:47
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| 7. |
The Torture
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3:59
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| 8. |
Spellbound
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6:06
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| 9. |
From A Distance
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5:56
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| 10. |
Break The Spell
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9:24
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| Gesamtlaufzeit | 53:34 |
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Rezensionen

Nach einer vierjährigen Pause legen die deutschen Progmetaller Poverty´s No Crime mit "Save My Soul" bereits ihr sechstes Album vor und setzen die Linie des kraftvollen Heavy Progs unbeirrt und gekonnt fort. Frei von frickeligen Auswüchsen verfolgt die Band eine wohl dosierte Balance aus metallischer Wucht und melodischen Widerhaken, die sich zu einem bombastischen Klangbild zusammenfügen. Griffige Harmonien prägen nach einem kurzen Intro bereits den Eröffnungstitel "Open Your Eyes" und vereinen sich in hymnischen Gesangslinien mit einem ausgewogenen Zusammenspiel von schneidenden Gitarrenriffs sowie majestätischen Keyboardeinsätzen. Die energische Rhythmusfraktion wirbelt dementsprechend voller Energie und sorgt für den notwendigen Drive. Freunde des melodisch-progressiven Metals werden auch nachfolgend zu ihrer vollsten Zufriedenheit bedient.
"Save My Soul" als Titelsong steht als Paradebeispiel für den hier exerzierten fließenden Wechsel von melodisch-pompöser Härte und ohrwurmartigen Hooklines, die sich im balladenhaften "The Key To Creativity" regelrecht im Ohr festsetzen. Von brachialer Härte sind solche Songs trotz der vordergründig harten Riffs meilenweit entfernt. Auf Tonkonserve mutet manche Sequenz vielleicht ein klein wenig zu glatt produziert an. Das typische Progmetal-Gewitter wirkt angesichts der vorherrschenden Melodik recht gezügelt und diszipliniert, dürfte aber gerade deshalb die Melodic-Fraktion im Schwermetallbereich in Verzückung setzen.
Präzise Gitarrenriffs und wohl akzentuierte Tasteneinsätze lassen den Titel "In The Want Loop" im hymnisch ausgelegten Tempo zum unbestrittenen Höhepunkt des gesamten Albums avancieren. Stilistisch ist dies mit den Amerikanern Symphony X vergleichbar, was insbesondere im ausdrucksstarken Heavy-Gesang zum Ausdruck kommt.
Der Longtrack "Break The Spell" lässt ein wirklich ansprechendes Progmetalalbum ausklingen, das beweist, dass man in diesem Genre auf bewährten Pfaden wandeln kann, ohne sich in abgelutschten Klischees wiederzufinden. Fein nuancierte Klangteppiche und markante Heavy Power stehen hier in einem ausgewogenen Gleichgewicht. Die verborgen enthaltenen straighten Elemente sollte die Band aber in Zukunft ein wenig zu zügeln wissen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Symphony X |
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| Veröffentlicht am: |
2.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
10.8.2007 |
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Horst hat hierzu das Stichwort 'Symphony X' aufgebracht - dazu fällt mir gleich was ein:
In diesem Jahr gehen in der Progmetal-Szene merkwürdige Dinge vor sich: manche Bands scheinen zu denken, dass die Metal-Fans beim Anspielen im Laden nicht lange durchhalten und dass die Prog-Fans mehr Geduld haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass mit Symphony X und Threshold bereits zwei Bands der Szene ihre neuen Alben mit schlichtem Metal über mehrere Tracks hinweg begonnen und die interessanteren Songs weiter hinten versteckt haben. Und mit Poverty's No Crime kommt nun die dritte Band hinzu, die das so macht.
Somit hat das Album "Save my soul" mehrere Seiten: unnötige Effekte (1) stehen neben schlichtem Durchmarsch-Hardrock (2), und dieser steht wiederum neben Progmetal-Perlen (3).
Zu (1): Nach diesem Album ist mir endlich klar geworden, dass Intros mit einer Länge zwischen dreißig Sekunden und zwei Minuten reine Effekthascherei sind, die manchmal nicht einmal einen Effekt haben: Wie dieses Album beginnt, ist eine Frechheit, die mir das Weiterhören fast schon vergällt: Wieso muss nach einer halben Minute Elektronik-Gegrummel plötzlich Metal-Lärm einsetzen? Wieso nicht mit Lärm beginnen? - Es weiß doch jeder, dass das hier Progmetal sein soll, da ist es doch logisch, dass es laut wird. Wenn schon Intros, dann sollten sie besonders sorgfältig komponiert sein, sonst läuft es nur auf eine völlig spannungslose Spannungssteigerung hinaus - Ach, bin ich heute schlecht drauf: so viele Worte über 37 Sekunden...;-)
Zu (2): Die Songs "Open your eyes", "End in sight" und "The key to creativity" sind simpel gebügelter Hardrock, den man nur seiner Stilmittel wegen heute Metal nennt. Das hat man tausendmal gehört, das bringt nicht den geringsten neuen Impuls. Dann lieber gleich Stratovarius. Von den genannten Tracks ist "The key to creativity" noch der schlimmste, weil er die Schnulzen-Quote erfüllen soll - mit typischer AOR-Melodie.
Aber nun endlich zu (3): Dass diese Band - wie man neudeutsch sagt - 'noch Reserven hat', deutet sich viel zu zaghaft im Titeltrack "Save my soul" an - immerhin etwas Prog innerhalb vom Standardschema: das ist zu wenig, lässt aber hoffen. Besser wird es mit "In the wait loop" und "The torture", zwei Songs, die sich vor allem dadurch unterscheiden, dass der erstgenannte seine Spannung vor allem aus schneidend-harten Keyboards bezieht und der zweitgenannte eher aus fetzigen Gitarren (die z.T. wirklich an den Symphony-X-Stil erinnern). "Wait loop" endet witzigerweise in Floyd-Atmosphäre, und die wird ausgeblendet. Wie schade! - Das als Einmündung in einen psychedelischen Jam wär's gewesen - mit so was hätte das Album bekannt werden können, nur vielleicht nicht bei der gesuchten Headbanger-Klientel.
Aber richtig geil wird es erst mit dem achten Track; vielleicht hat es damit zu tun, dass er instrumental ist - schwächere Metalbands haben dort manchmal ihre Stärken, das zeigt ja auch das Beispiel Enchant. Jedenfalls ist "Spellbound" mit Keyboardklängen im Marimba-Stil und spannungsvoll angeordneten Riffs und deren Variationen der Wahnsinn: Der Track ist viel zu gut für dieses Album - aus so was ließe sich ein instrumentales Metal-Konzeptalbum machen! Und die erreichte Höhe wird gehalten: auch "From a distance" und "Break the spell" sind (trotz Gesang ;-)) kleine, aber bombastische Meistwerke der Spannung, wie sie Progmetal möglich macht - wenn man weiß, was man will und es umsetzen kann.
Somit empfehle ich das Album genau den Progmetal-Fans, denen auch angesichts von nur drei bis vier wirklich lohnenden Tracks in der zweiten Hälfte ein ganzes Album der Anschaffung wert ist. Allen anderen empfehle ich eher Stratovarius (;-)). Auf jeden Fall ist das Album einigermaßen unterhaltsam, sogar in den Schwächen, und das ist immer noch besser als krampfhaft bemühter Progmetal, der gewaltsam niveauvoll sein will.
| Anspieltipp(s): |
"Spellbound" - Ihr werdet euren Ohren nicht trauen (besonders nicht, wenn ihr den Anfang des Albums auch hört ;-))... |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
31.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
24.8.2012 |
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