Lullaby For Heroes
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Robert I Edman |
Guitars, Vocals & Keyboards |
| Jesper Landén |
Lead Vocals |
| Jan Persson |
Bass |
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| Alex Jonsson |
Keyboards & Backing Vocals |
| Thomas Nordh |
Drums & Glockenspiel |
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Gastmusiker
| Oskar Enerlund |
Additional Backing Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Heroes...
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2:17
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| 2. |
Lullaby For Heroes
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6:58
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| 3. |
Station To Station
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9:27
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| 4. |
Playgrounds
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4:39
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| 5. |
Chemical Sleep:
1. Part 1 2:15 2. Part 2 7:59
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10:14
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| 6. |
The Great Cosmic Dream
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5:10
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| 7. |
Do Androids?
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8:12
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| 8. |
Temple Of The Gods
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17:15
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| Gesamtlaufzeit | 64:12 |
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Rezensionen

Die in der schwedischen Hauptstadt beheimateten MAZE OF TIME veröffentlichten mit „Lullaby For The Heroes“ nach ihrem Sinfonik-Prog Debüt Tales From The Maze im Jahr 2006 kurz vor Weihnachten 2008 ihren zweiten Output. Nachdem Sänger und Gitarrist Christer Lindström die Band verlassen hat, bieten sie mit Jesper Landén einen neuen Leadsänger, der stark auf den stimmlichen Spuren von Uriah Heeps Bernie Shaw wandelt.
Der von Maze Of Time schon bekannte melodische Ansatz mit progressiv-musikalischen Songstrukturen, ähnlich wie bei Genesis oder IQ, ist auch auf ihrem aktuellen Werk wieder das akustische Grundelement. Allerdings bringt ihr Mastermind Robert I Edman durch sein Gitarrenspiel mehr metallische und rockende Phasen in die Kompositionen, so dass die stimmliche Ähnlichkeit zu Uriah Heep phasenweise auch durch den Sound bekräftigt wird.
Wie schon auf der Debütscheibe wissen die Musiker zu überzeugen und die Musik kommt auch druckvoll und gut abgemischt aus den Boxen. Trotzdem können sie die notwendige Spannung einer 64-minütigen Klangreise nicht aufrecht erhalten. Kompositionen wie „Playgrounds“ oder „The Great Cosmic Dream“ sind irgendwie vorhersehbar und zu lieblich arrangiert. Andererseits ist ein von komplexem Metalrock geprägter Track wie „Chemical Sleep“ mit wiederum hochmelodischen Klangreigen ein Extrem, das mich auch nicht überzeugen kann.
Neben „Station To Station“ sowie „Do Androids?“ gefällt mir vor allem der Longtrack „Temple of The Gods“, da auf diesen drei Nummern variationsreich mit geschickten Rhythmuswechseln, dramatischen Klangsteigerungen, lebendigem Wechselspiel zwischen Gitarre und Keyboard und vor allem mit überzeugenden Gesangskünsten inklusive schmissiger Refrains musiziert wird.
Insgesamt stellt sich mir „Lullaby For Heroes“ mit genauso viel Licht wie Schatten dar. Klangauszüge sowie ein Video findet ihr bei Myspace.
| Anspieltipp(s): |
Station To Station, Do Androids?, Temple Of The Gods |
| Vergleichbar mit: |
frühe Genesis, Uriah Heep, IQ |
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| Veröffentlicht am: |
17.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
17.1.2009 |
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Wie ich sicher schon mal geschrieben habe, bin ich gern in den Bereichen des Prog unterwegs, wo sich unbekannte Bands in bekannten Stilrichtungen bewegen: ich suche nichts wirklich Neues, aber ich suche den Kick im Altbekannten, eine Art neuen Klassiker des ursprünglichen Prog, der eine genuine Ausstrahlung des Alten hat und trotzdem nicht einfach nur klont, aber auf ähnliche Art zu faszinieren weiß wie die großen Meister der 70er.
Jetzt habe ich mal wieder ein neues Opfer gefunden (oder es mich ;-)): Maze Of Time. Ich ahne schon, dass die es mit der Gewinnung von Fans schwer haben könnten, allein deshalb, weil seit geraumer Zeit recht viel Prog aus Schweden erscheint und man als Fan bei den vielen Ankündigungen vielleicht nicht immer noch so genau hinhört – ähnlich verhält es sich z.B. mit Progbands aus Polen, die auch immer zahlreicher werden. Da besteht die Gefahr, dass auch mal echte Perlen ungehört in der Szene versickern, weil gleich alle an die bekannten Namen denken.
Fans des melodischen Prog sollten jedenfalls dieses Album nicht unbeachtet lassen: man kann dabei zwar an die Flower Kings denken (;-)), aber auch nicht nur, und das ist es, was den Reiz dieses Albums ausmacht: seit einiger Zeit macht sich ja in der Szene ein Sound breit, der gewisse Elemente des Progmetal mit einbezieht, ohne dass das dann richtiger Metal ist, weshalb auch viele sich beim Lesen der Rezensionen wundern und denken, das ist doch nun wirklich kein Metal. Ist es auch nicht – und trotzdem lassen sich metallische Stilelemente immer häufiger bei Bands ausmachen, zu denen das gar nicht zu passen scheint, neuerdings sogar bei Pendragon und Magenta. Oder eben bei Maze Of Time, die mit solchen Mitteln einen wesentlich interessanteren Sound kreiert haben, als es das Coverbild mit dem ruhenden Ritter vermuten lässt. Jedenfalls habe ich das schon vor Jahren vorausgesagt, dass Metal in der Progszene irgendwann zum Stilmittel neben vielen anderen werden wird, und meine diesbezügliche Prog-Nose wird doch immer mal wieder bestätigt, was mich freilich freut, weil ich immer wieder gern recht habe ;-).
Aber das eben betraf nur eins meiner Steckenpferde, nehmt’s nicht so ernst, denn metallische Elemente dominieren das Album keineswegs. Was denn schon eher als bleibender Eindruck durchgehen kann, ist die melodische Grundatmosphäre in allen Teilen, sogar in den ruppigeren; zwei Songs („Playgrounds“ und „The great cosmic dream“) könnte ich mir sogar als mögliche Singles vorstellen – So was gibt’s natürlich im heutigen Prog nicht mehr und das ist in gewisser Weise auch gut so, aber jeder Progfan, der ein bis zwei eingängige Songs pro Album zu genießen weiß, sollte dieses Album unbedingt kennen lernen.
Somit kann ich mich Wolframs Meinung nicht so ganz anschließen: ich finde das Album durchweg spannend, durchweg überzeugend und vor allem innerhalb seines Retro-Umfeldes bemerkenswert abwechslungsreich, in einem Track sogar richtig schräg („Chemical sleep“) und an jeder Stelle auf seine Art unterhaltsam – ein Album, das ich auch den Flower Kings zum inspirierenden Hörgenuss empfehlen würde…;-)
| Anspieltipp(s): |
An sich bin ich kein Fan des Anspielens, aber dies ist ein Album, von dem sich der Prog-Kenner durchaus ein provisorisches Bild machen kann, wenn er jeden Track für 2 Minuten testet. |
| Vergleichbar mit: |
Wie die FloKis mal waren (nur zeitgenössisch moderner) und wie sie vielleicht gern wieder wären…? |
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| Veröffentlicht am: |
17.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
18.1.2009 |
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