Iron Curtain
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Apostolis Anthimos |
guitars, |
| Józef Skrzek |
keyboards, vocals, bass |
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| Gabor Nemeth |
drums, percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Iron Curtain
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5:07
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| 2. |
Defilada
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6:07
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| 3. |
Camelele
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4:50
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| 4. |
Aleatoryka
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| 5. |
Rozmowa z Mistrzem
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5:13
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| 6. |
Opowiesc
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4:33
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| 7. |
Blogoslawione dni
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5:00
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| 8. |
Niesmiertelnosc
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| 9. |
Sunrise
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3:01
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| 10. |
Góry tanczace
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4:40
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| 11. |
Dopóki zyje matka jestes dzieckiem
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4:18
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Rezensionen

SBB sind zumindest in ihrem Heimatland Polen wohl eine Institution. Als ich mir bei der Recherche zu diesem Album die Diskographie der Band und des Mitgründers Jósef Skrzek ansah, war ich ob des enormen Umfangs ziemlich erschrocken, zumal dies meine erste Begegnung mit der Band ist.
Laut Waschzettel der Plattenfirma ist diese CD weniger rockig als der Vorgänger (was ich nicht beurteilen kann, da ich ihn nicht kenne) und kommt in einer Normalausgabe und als limitiertes Digipak mit zwei Bonustracks heraus. Da ich die Normalausgabe besitze, ist sie Gegenstand meiner Besprechung,
Inhaltlich geht es um den "eisernen Vorhang", sowohl um den einmal existierenden, als auch den in unseren Köpfen. Leider bin ich der polnischen Sprache nicht mächtig, kann also zu den Texten nichts sagen, da auch im Booklet nur die Originaltexte abgedruckt sind.
Mit dem akustischen "Herunterlassen" des Vorhanges (Metall- und Kettengeräusche) beginnt die CD, um in einen sehr lyrischen Song zu münden, der mich zumindest im Refrain sehr an einen deutschen Schlager erinnert. Zum Glück gibt es aber instrumentelle Zwischenspiele auf den Keyboards und der Gitarre, die diesen Eindruck etwas mindern, trotzdem bleibt dies für mich der schwächste Song der CD.
"Defilada" beginnt ebenfalls mit einer akustischen Einleitung, hier sind es Marschschritte, die von Orgel und Beckenschlägen abgelöst werden. Trotz lautmalerischer Stimmeneinlage ein sehr proggiger, stellenweiser sakral wirkender Song, ganz in der Tradition der frühen 70er. Um es gleich zu sagen, der beste Titel für meine Ohren. Hier gibt es in der ersten Hälfte schöne Orgelpassagen, variantenreiches Schlagzeug, elegische Gitarren, während mich die zweite Hälfte stark an Todd Rundgrens "Healing" erinnert, nur wird hier "Freedom" voller Inbrunst gesungen.
Die weiteren Titel sind wieder songorientiert und eingängig. Für meine Ohren pendeln sie zwischen der mittleren EARTHBAND, einem rockigen DAVID GILMOUR und ähnlichen Interpreten herum. Trotz aller Eingängigkeit, gibt es aber bei häufigerem Hören immer wieder die eine oder andere schöne Wendung und Instrumentaleinlage. Besonders das Minimoogspiel von Skrzek empfinde ich als sehr gelungen. Man höre sich nur mal das leicht lateinamerikanisch daherkommende "Blogoslawione dni" an
Um es kurz zu machen, es ist kein vertracktes, proggiges Album, aber auf den zweiten Eindruck findet man genügend spannende Momente. Dass alle drei Mitwirkenden ihre Instrumente gut beherrschen, zeigen sie des öfteren. Mir hat es zumindest so viel Spaß gemacht, dass es mein Interesse an den früheren Werken der Gruppe geweckt hat.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
22.1.2009 |
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Ich kann nicht umhin, diese Rezension mit einem Kollegen-Zitat zu eröffnen: ?Ich erwarte keine revolutionären Großtaten mehr. Das soll man jüngeren überlassen. Ich erwarte gekonnte Denkmalpflege. Und genau die bekommt man hier! Dass die Momente beeindruckender Raserei fehlen, mag manch einer vermissen...? (Holger G. über ?Nastroje?).
Also besser hätte ich meine ? gemischten ? Gefühle gegenüber ?Iron Curtain? nicht ausdrücken können. SBB agieren hier über weite Strecken fast sanft und zurückhaltend. Eher bluesige, balladeske Stücke bestimmen das Album (man ist also irgendwie fast wieder am Anfang angekommen). Sanfte jazzrockige Einschübe und auch mal ausladendere Instrumentalpassagen mit Worldmusic-Einsprengseln scheinen wie aus weiter Ferne von vergangenen Großtaten zu grüßen. Hin und wieder ? vor allem im abschließenden Track ? nähern sich SBB sogar etwas poppiger Melodik an.
Im Gegensatz zu früher dominiert Skrzek das Album nicht völlig, sondern agiert auch eher fragil und ruhig, lässt vor allem Anthimos an der Gitarre einigen Raum. Raum, den wohl auch Schlagzeuger Nemeth bekommen würde, aber er beansprucht ihn gar nicht erst und spielt sehr songdienlich, unspektakulär.
Das klingt jetzt alles eher negativ, vielleicht mehr als es sollte. ?Iron Curtain? ist ein hübsches, abwechslungsreiches Rockalbum geworden. Zu Anfang klingt im übrigen einiges verdächtig nach Wiederaufnahmen von ?Going Away? und ?Follow My Dream?, dann wird es allerdings schnell 'gewöhnlicher'. Ich verbinde SBB mit eher wildem, von genialen Ausbrüchen begleiteten, Heavy-Jazz Rock mit krautigen Improv-Einsprengseln (die bekannten Live-Eruptionen mal gar nicht in Erwägung gezogen) und da kann ich einfach nicht geistig umschalten und mich mit dieser ?Wattebausch?-Version anfreunden.
| Anspieltipp(s): |
Defilada |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
16.8.2009 |
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