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International Harvester

Sov Gott Rose-Marie

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (CD-Reissue 2001, Silence Records)
Besonderheiten/Stil: Folk; Krautrock; Psychedelic; sonstiges
Label: Love Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bo Anders Persson Guitars, Vocals
Thomas Gartz Drums
Urban Yman Violin
Thomas Tidholm Sax, Recorder, Flute, Vocals
Torbjörn Abelli Bass
Arne Ericsson Cello

Tracklist

Disc 1
1. Dies Irae 2:26
2. I villande skogen 0:47
3. There is no other place 2:41
4. The Runcorn report on western progress 3:27
5. Statsministern 0:20
6. Ho Chi Minh 1:47
7. It´s only love 1:40
8. Klockan är mycket nu 3:29
9. Ut till vänster 0:42
10. Sommarlåten 2:50
11. Sov gott Rose-Marie 3:38
12. I mourn you   (live) 12:47
13. How to survive   (live) 11:42
14. Skördetider   (Bonustrack CD-Reissue) 24:58
Gesamtlaufzeit73:14


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Frühjahr 1967 besuchte der Komponist Terry Riley Schweden. Mit einer Gruppe von Studenten der Königlichen Musikakademie von Stockholm führte er dort seine Komposition "In C" auf, eines der Schlüsselwerke der Minimal Music (siehe auch hier). Einer dieser Studenten war Anders Per Persson, der sich schon seit einiger Zeit mit Tonbandexperimenten befasst hatte. Im Sommer 1967 gründete Persson, von der nach seinem Geschmack zu akademischen und trockenen Komponistenschule enttäuscht, eine Band, um eine einfachere, zeitgenössisch-minimalistische Rockmusik auf Folklorebasis zu schaffen. Pärson Sound entwickelte sich schnell zu einer angesagten Gruppe des Stockholmer Psychedelikszene (Archivaufnahmen der Band erschienen erst posthum im Jahre 2001). 1968 verwandelte sich Pärson Sound in International Harvester. Den Namen lieh man sich von einem amerikanischen Landmaschinenhersteller.

Im Herbst 1968 begaben sich Persson, der Schlagzeuger Thomas Mera Gartz (von den Mecki Mark Men), der Bassist Torbjörn Abelli, der Cellist Arne Ericsson, der Holzbläser Thomas Tidholm und der Geiger Urban Yman ins Studio, um ihr erstes Album einzuspielen. Ergänzt um zwei längere, im Sommer 1968 mitgeschnittene Livenummern erschien "Sov Gott Rose-Marie" Anfang 1969 beim finnischen Label Love Records auf LP. Seit 2001 gibt es das Album auch auf CD (diesmal von den Schweden von Silence Records), ergänzt um einen umfangreichen Bonustrack.

Eine recht seltsame Scheibe ist "Sov Gott Rose-Marie" (was wohl "Schlaf gut Rosemarie" bedeutet). Nach den bedrohlichen, vom mehrspurigen Saxophon vorgetragenen "Dies Irae" folgt eine muntere Reihe von Songs, die zwischen drolligem Folk, skandinavischen Tänzen, getragen-bekifften Psychedeliksongs, absurdistischen Rockern, Freiluft-Geräusch-Geplapper-Kollagen und rau-kantigem, krautig-spacigem Gejamme hin und her wechseln oder einer Mischung davon darstellen. Eine Art von Experimental-Psych-Folk-Rock ist das, der aufs erste Hören dilettantisch und reichlich konfus wirkt, dann aber langsam einen sehr eigenen, hypnotisch-packenden Charme entwickelt. Höhepunkt ist das schlichte, mit getragenem, mehrstimmigem Gesang (in Schwedisch) versehene titelgebende "Schlaflied", welches eine tief skandinavische, anderweltige Atmosphäre verströmt.

Die beiden Livestücke bieten intensives Gejamme, welches durch seine repetitiven Muster eine deutliche Verwandtschaft zur Musik des eingangs erwähnten Terry Riley aufweist. Erwähnenswert sind die ausgiebigen Einlagen Ericssons an der Blockflöte und das dröhnend-schwebende Sägen und Knarzen von amplifiziertem Cello und Violine in "I mourn you". "How to survive" plätschert dann etwas uninspiriert dahin. Bei etwas mülligem Klang stolpert die Band hier vor sich hin, ohne so recht zu wissen wohin es eigentlich gehen soll, begleitet von Kindergeschrei und Hundegebell.

Das Bonustück der Silence-CD wurde in derselben Session mitgeschnitten wie die kurzen Nummern der ehemaligen ersten LP-Seite. Eigentlich sollte "Skördetider" die zweite Seite des Albums werden, doch entschied sich die Band die Nummer durch die beiden Livestücke zu ersetzten. "Skördetider" ist ein langer, fast 25-minütiger psychedelisch-krautiger Jam, ein spacig-motorisches Rock-Raga in dem sich in kompositorischer Hinsicht kaum etwas tut, das sich aber unmerklich steigert und dabei an unglaublicher Intensität gewinnt. Beeindruckend!

"Sov Gott Rose-Marie" ist eine ziemlich durchgeknallte Scheibe aus Schweden, die eine Art von Pendant zu den ersten, experimentellen Gehversuchen der deutschen Krautrocker darstellt. Wer schrägen Folk, abgedrehte Psychedelik und eben den frühen Krautrock schätzt und keine Aversionen gegen repeptitiven Stillstand und eine eher rumpelige Klangqualität hat, der sollte hier dringend einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.8.2009
Letzte Änderung: 5.8.2009
Wertung: 11/15

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