Criaturas Da Noite
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
1/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Sergio Hinds |
Gitarre, Viola, Gesang |
| Sergio Magrao |
Bass, Gesang |
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| Luiz Moreno |
Percussion, Gesang |
| Flavio Venturini |
Piano, Orgel, Synthesizer, Viola, Gesang |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hey Amigos
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3:22
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| 2. |
Queimada
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3:04
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| 3. |
Pano De Fundo
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3:44
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| 4. |
Ponto Final
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4:38
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| 5. |
Volte Na Proxima Semana
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2:59
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| 6. |
Criaturas Da Noite
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3:41
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| 7. |
Jogo Das Pedras
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3:52
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| 8. |
1974
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12:27
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| Gesamtlaufzeit | 37:47 |
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Rezensionen

Es kommt schon mal vor, dass man beim Schmökern irgendeines Kataloges auf die eine oder andere Band aufmerksam wird und sich dann eine CD bestellt, ohne jemals irgendeine Kritik darüber gelesen zu haben. Dabei kann man natürlich extrem eingehen. Genauso ist es mir im Fall der brasilianischen Band O Terco gegangen, von der ich nur wusste, dass man in den 70er Jahren in Brasilien relativ bekannt war. Im besagten Katalog war das mir hier vorliegende Album "Criaturas Da Noite" lediglich mit dem adjektiv "bombastisch" beschrieben worden. Da das Album auf dem italienischen Prog-Label "Vinyl Magic" veröffentlicht wurde, habe ich es mir schließlich bestellt.
Für mich war bereits der erste Hördurchgang eine herbe Enttäuschung, denn mit Progrock bzw. Artrock der 70er Jahre hat das Gebotene wirklich überhaupt nichts zu tun. Das Wort Enttäuschung ist in diesem Fall aber sogar noch milde ausgedrückt.
O Terco spielen auf "Criaturas Da Noite" absolut simplen Rock, der mich an britische Bands wie Sweet oder auch T-Rex erinnert, die ja zur gleichen Zeit aktiv waren. Somit ist das wirklich typischer Teeny-Rock der 70er Jahre. Auch vom Outtfit her erinnern mich O Terco an Sweet mit dem ganzen Glitter- und Satinkram. Wahrscheinlich war man damals sogar auch auf dem Titelblatt irgendeines brasilianischen Pendants des Bravo und brachte bei Konzerten die jungen Mädels zum Kreischen wie Sweet mit Gassenhauern wie "Blockbuster" oder "Teenage Rampage". Auch die präsente Hammondorgel kann diesen simplen Rock nicht mehr musikalisch aufwerten.
Besonders scheußlich finde ich den verkrampften mehrstimmigen Gesang. Trotz der portugiesischen Titel ist der Gesang durchweg englischsprachig. Der Song "Pano De Fundo" bietet auch noch eunuchenhaft hohe Gesangspassagen. Auf jeden Fall hat das Ganze rein gar nichts mit Progressive Rock zu tun und ich weiß wirklich nicht, wie sich solch eine Veröffentlichung in das Programm eines italienischen Prog-Labels verirren konnte. Wenn man sich jetzt mal von dem ersten Schock erholt hat, muss man aber auch zu der Schlussfolgerung kommen, dass "Criaturas Da Noite" noch nicht einmal als normales Rock-Album bestehen kann.
Vielleicht dachte man bei Vinyl Magic, dass ein Instrumental wie "Ponto Final" mit seinem dezenten Klavierspiel und teilweise auftretenden Mellotronklängen für eine Veröffentlichung ausreicht. Dieser Titel hebt sich zwar etwas von dem Rest des Albums ab, klingt aber auch reichlich uninspiriert und harmlos. Nach diesem leicht versöhnlichen Instrumental kommt in Form des simplen "Volte Na Proxima Semana" wieder der absolute Schlag ins Gesicht. Auf so etwas konnte man vielleicht in irgendwelchen Jugenddiscos in Rio oder Sao Paulo tanzen. Selbst der Titelsong bietet nichts als schrecklichen Schmalz ohne irgendwelche Substanz.
Der Longtrack "1974" weist eine Spielzeit von 12:27 Minuten auf und schließt das Album ab. Zum Glück ist dies ein Instrumental und man wird von dem mehrstimmigen Weichspülergesang verschont. Oh je, zu früh gefreut, denn nach zwei Minuten hört man ein hohes "Na, na, na, na, na", das mal wieder so krampfhaft gefühlvoll ins Mikro gehaucht wird. Später wird nach einem romantischen Einsatz des Klaviers wieder so etwas wie "Da, da, da, dab, du, da de" ins Mikro gehaucht. Im folgenden Instrumentalteil hört man auch mal ein reichlich uninspiriertes Gitarrensolo.
So, jetzt höre ich aber mit einer weiteren Beschreibung eines der schrecklichsten Longtracks auf und betätige die Stopp-Taste. Wie gesagt, vor solch einem Machwerk kann man nur warnen. Von O Terco gibt es noch mehr als ein halbes Dutzend weiterer Veröffentlichungen und ich weiß nicht, ob sie alle genauso schlecht sind. Dennoch werde ich eines dieser Alben genauso meiden wie der Teufel das oft besagte Weihwasser.
Fazit: Mal wieder 30,- DM einfach so zum Fenster herausgeworfen!
| Anspieltipp(s): |
bloß nichts!!! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
19.5.2002 |
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