L'alternative
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
L'Escargot |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Francois Béranger |
Vocals |
| Jean-Pierre Alarcen |
Guitars, Keyboards, Percussion |
| Claude Arini |
Piano, Percussion |
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| Jean-Lou Besson |
Drums, Percussion |
| Gérard Cohen |
Bass, Contrabass |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
L´alternative
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3:75
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| 2. |
Tous ces mots terribles
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3:41
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| 3. |
Sous les pavés
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2:28
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| 4. |
Y´a qu´la fois qui sauve
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3:27
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| 5. |
Amours envolées
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3:00
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| 6. |
Paris lumière
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19:13
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| Gesamtlaufzeit | 36:04 |
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Rezensionen

Mitunter ist guter Prog auch gut versteckt. Auf einem Album des französischen Chansonniers Francois Béranger hätte ich jedenfalls nicht nach klassischem Prog gesucht. Einem Hinweis im Beiheft des Musea-CD-Reissues der ersten beiden Soloalben des Gitarristen Jean-Pierre Alarcen habe ich es aber zu verdanken, im Œuvre jenes Bérangers eine Entdeckung gemacht zu haben. Da stand nämlich, dass man, wenn man hören wolle wie ideal sich Bérangers lyrische Poetik und Alarcens elektrische Soli ergänzt hätten, das fast 20 minütige Stück "Paris lumière" vom Album "L'alternative" hören solle. Zugegebenermaßen hat aber vor allem, alteingebrannten Progschemen folgend, die lange Spielzeit des Stücks einen Reflex in mir ausgelöst, der letztendlich zum Kauf besagten Albums geführt hat.
Francois Béranger war (er starb 2003) ein in Frankreich recht populärer Sänger, der sich Mitte der 70er von einer Band um den Gitarristen Jean-Pierre Alarcen (vormals Eden Rose und Sandrose) begleiten und ab und zu in progressive Gefilde entführen ließ. In dieser Zeit entstand auch das hier zu rezensierende Album.
"L' alternative" beginnt ziemlich unspektakulär, und bietet im weiteren Verlauf genau das, was man von einem Chansonsänger erwarten würde. Fünf kurze, durchaus ins Ohr gehende, nette Lieder bildeten einstmals die erste Seite der LP, bestimmt von akustischem Geklampfe und bluesig-folkigen Melodien. Bis auf ein paar summende Tastenflächen im Hintergrund hat das wenig mit Prog zu tun.
Um so überraschender ist dann "Paris lumière". Die Nummer beginnt als flotter, sehr druckvoller Jazzrocker auf sattem Tastenfundament, der sich dann in eine abwechslungsreiche Suite aus chansonseken, jazzrokigen und klassisch-symphonischen Abschnitten entwickelt. Allerlei Tasteninstrumente, insbesondere ein Eminent String Ensemble und Claude Arinis E-Piano, Alarcens packende E-Gitarre, der verspielte Bass Cohens, eine abwechslungsreiche Perkussion und natürlich Bérangers erzählendes Organ werden hier zu einem spannend voran schreitenden Ganzen verwoben, welches durchaus das Zeug dazu gehabt hätte (diese Rezension wird daran sicher nichts ändern) zu einem französischen Prog-Longtrack-Klassiker zu werden. Leider kennt das Stück wohl so gut wie niemand mehr. Wunderschön ist auch der Gastauftritt Elisabeth Valettis an der Harfe in einem verträumten, von perlendem E-Piano und dem warm brummenden Bass geformten Abschnitt kurz vor Schluss.
"L'alternative" ist ein schönes, zweigeteiltes Album, welches fünf kleine aber feine Popsongs mit einem erstklassigen Proglangnummer kombiniert. Wer chansonesken, jazzigen Frankoprog schätzt, oder den meist melodisch-angejazzten klassischen Prog aus der frankokanadischen Provinz Quebec, der sollte einmal in "L'alternative" reinhören!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.12.2009 |
| Letzte Änderung: |
20.5.2013 |
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