Quasar 2C361
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI - Harvest |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Michel Huygen |
Synthesizers, Sequencer, Audiogenerators, Guitar Treatments, Keyboards |
| Albert Giminez |
Guitars, Guitar Synthesizer, Audiogenerator |
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| Carlos Guirao |
Logan String Ensemble, Synthesizers, Acoustic Guitar, Flute |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Quasar 2C361
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26:32
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| 2. |
Catalepsia
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8:34
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| 3. |
El Valle de Rimac
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5:15
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| 4. |
Turo Park
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4:22
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| Gesamtlaufzeit | 44:43 |
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Rezensionen

Neuronium habe ich bis dato völlig übersehen! Da habe ich doch in meiner Rezension zu Ildefonso Aguilars "Erosión" behauptet, dass jene 1978 erschienene LP das erste Elektronikalbum Spaniens sei, oder zumindest als solches angesehen wird. Dabei wurde "Quasar 2C361" schon 1977 veröffentlicht. Vermutlich geht daher die Ehre in Spanien erstmals ein Album mit rein elektronischen Klängen gefüllt zu haben an Neuronium (aber vielleicht stolpere ich demnächst ja über irgendeine obskure Scheibe mit Elektronik aus Iberien, die noch älter ist).
Neuronium war und ist das Projekt von Michel Huygen, einem Belgier, den es allerdings irgendwann nach Spanien verschlagen hatte. 1976 hat dieser zusammen mit Carlos Guirao die "Band" gegründet. Wenig später schloss sich den beiden der Gitarrist Albert Giménez an und 1977 erschien dann schon das Debüt des Trios, immerhin auf dem Harvest-Label der EMI. Eine zweite Scheibe auf dem Label folgte 1978 ("Vuelo Quimico"). Danach erschienen (und erscheinen) die Alben der Band auf dem eigenen Neuronium-Label. Mit den beginnenden 80er Jahren verließen Guirao und Giménez nach und nach das Projekt, welches seitdem von Huygen im Alleingang betrieben wird.
Mir liegt das CD-Reissue von "Quasar 2C361" vor, welches 1998 vom spanischen Label Rama Lama Music veröffentlicht wurde. Versehen mit dem Untertitel "Todas sus grabaciones para Discos EMI / Harvest (1977-1978)" vereinigt das Album die beiden Harvest-Scheiben der Band auf einer Doppel-CD. Es gibt inzwischen offenbar auch eine "Ultimate edition" des Albums, von Huygen neu abgemischt und mit neuen Sounds versehen, die man über seine Internetpräsenz kostenpflichtig herunterladen kann. Als 70er-Jahre-Purist halte ich von solchen nachträglichen "Verbesserungen" natürlich nichts und bleibe bei meinen Rama-Lama-CDs.
"Quasar 2C361" bietet recht typische elektronische Musik der 70er, die nicht allzu weit von dem entfernt ist, was zur selben Zeit, oder etwas früher, die deutschen Kollegen, insbesondere Tangerine Dream und Klaus Schulze veröffentlicht haben. Allerlei elektronische Klangflächen und lang gezogene E-Gitarrenmuster wabern - vor allem im ausladenden Titelstück - durcheinander, stauen sich zu mächtigen Tongebirgen auf und mäandern endlos vor sich hin, ab und an angereichert mit einigen rhythmischen dahin blubbernden Sequenzermustern. Eine weitere Inspiriationsquelle war offenhörlich, wie insbesondere einige E-Gitarrenlinien bezeugen, auch Pink Floyd, vor allem das Stück "Shine on You Crazy Diamond" (von "Wish You Were Here"). Eine gewisse eigene Note bekommt die Musik durch Guiraos Querflöte und Giménez Akustikgitarre, die ab und zu für ein leicht folkiges Räucherstäbchenambiente sorgen (iberisches Flamencogeklampfe gibt es dabei allerdings nicht zu hören).
Man kann sicher nicht behaupten, dass Neuronium mit "Quasar 2C361" das Elektronikgenre mit irgendetwas Neuem oder sonderlich Eigenem bereichert hätten. Trotzdem ist das Gebotene sehr gut gemacht und kommt etwas farbiger und abwechslungsreicher aus den Boxen, als einiges, was z.B. die oben erwähnten deutschen Galionsfiguren des Genres zur selben Zeit veröffentlicht haben. Wer also mehr im typischen 70er-Jahre-Stil der Tangs und von Schulze sucht, der bekommt hier sehr qualitätvolles "more of the same" und das sogar mit einer gewissen eigenen Note.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.6.2010 |
| Letzte Änderung: |
21.6.2010 |
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