The Best Of Antidepressive Delivery
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Selbstverlag |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Pete Beck |
Gesang, Bass |
| Christian Broholt |
Gitarre |
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| Terje Kråbøl |
Schlagzeug |
| Haakon-Marius Pettersen |
Keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
In Pine
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5:43
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| 2. |
Glasses
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4:03
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| 3. |
Lifekeeper
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8:09
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| 4. |
Goodbye
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3:42
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| 5. |
True Love
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6:10
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| 6. |
Alive
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13:49
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| Gesamtlaufzeit | 41:36 |
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Rezensionen

Der Trick, ein reguläres Album als "Best of" anzukündigen, ist gar nicht mal so neu. Immerhin sind vor Antidepressive Delivery schon Helge Schneider und Extrabreit auf eine derartige Idee gekommen.
Das Vorgängeralbum "Chain Of Foods" habe ich länger nicht mehr gehört, aber als verspielten und immer ordentlich nach vorne preschenden Retro-Rock in Erinnerung. Entsprechend ungewöhnlich scheint dann auch der eher verträumte Anfang von "In Pine", spätestens mit dem Einsetzen der Hammondorgel hat die Band aber zu ihrem bekannten Sound zurückgefunden. Ein bisschen zurückhaltender klingt der Song aber schon, was hauptsächlich der einfacher gehaltenen Produktion zu verdanken ist. Insbesondere das Schlagzeug "böllert" längst nicht mehr so wie 2008.
"Glasses" dagegen klingt auch kompositorisch ruhiger. Die Gitarre ertönt eher im Hintergrund, stattdessen nimmt das Piano eine tragende Rolle ein. Ein reichlich luftiges Arrangement. Zum Ende hin gibt es noch mal psychedelische Soloarbeit zu vertrackten Rhythmen. "Lifekeeper" täuscht anfangs durch zappelige Drums und Orgel-Arpeggi nervige Komplexität vor, nimmt sich danach aber zurück und entwickelt sich zu einer schwelgerischen Bluesballade mit floydiger Atmosphäre (siehe "Any Colour You Like"). Allerdings tut sich für 8 Minuten Spielzeit recht wenig, zumal das letzte Drittel komplett von Soli zum immer gleichen Rhythmus eingenommen wird.
"Goodbye" lässt anfangs mit souligem Gesang und jazzigen Synthieläufen Marke "Patrick Moraz" aufhorchen. Im weiteren Verlauf entpuppt sich das Stück dann als eher simple Ballade mit extremem Gesangsfokus. Mir persönlich ist es aber zu anstrengend, die musikalische Substanz in Form der psychedelischen Keyboardbegleitung wie Rosinen aus dem Arrangement rauszupicken. Einen ähnlichen Kitschtitel hat auch "True Love". Die mit den Funk-Elementen in der Strophe (Gitarre, Bläser) geschürten Befürchtungen werden aber zum Glück nicht bestätigt, zumal der Refrain ordentlich Dampf macht und dem Stück auch die so zu nennende Prog-Glaubwürdigkeit verleiht. Also jene Art von Charakter, der es erlaubt, alte und abgewetzte Klamotten anzuziehen, wenn man denn was neues hinzufügen kann. "Uhuhuuuu"-Chöre sollte man hierfür allerdings als Hörer tolerieren können.
Zum Schluss gibt es mit "Alive" noch mal einen Longtrack, der die eingangs geschilderte reduzierte Version des ADD-Sounds mit einer Menge Retroproganleihen anreichert. Bemerkenswert ist die eher melancholische Atmosphäre, die sich insbesondere durch den Mittelteil zieht. Kritisieren lässt sich, dass einige Übergänge zwischen den abwechslungsreichen Parts doch eher holprig sind.
Es lässt sich das Fazit ziehen, dass ADD anno 2010 deutlich zurückhaltender sind. Pausenlosen Hardprog wie auf "Chain Of Foods" bekommt man hier nämlich längst nicht mehr, eher dominieren hier die oft zitierten "akustischen" Momente. Da liegt allerdings auch der Hund begraben, da es von "ruhig" nur ein kurzer Weg zu "seicht" ist. Ganz so hart ist es hier natürlich nicht, aber insgesamt gibt es für meinen Geschmack doch recht wenig, was mich pauschal mitreißt. Wer hingegen "Undead" für den besten Song des Vorgängeralbums hält, dürfte hier glücklich werden.
"The Best Of Antidepressive Delivery" kann wie weiland das Vorgängeralbum auf der Bandhomepage gekauft oder kostenlos heruntergeladen werden.
| Anspieltipp(s): |
In Pine, True Love |
| Vergleichbar mit: |
"Undead" von "Chain Of Foods" |
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| Veröffentlicht am: |
14.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
15.12.2010 |
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