Rock is Hell 8x7" Boxset
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Rock is Hell |
| Durchschnittswertung: |
keine Wertung (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Foot Village |
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| Fugu & The Cosmic Mumu |
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| Death Sentence: Panda! |
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| Rokko Anal |
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| Child Abuse |
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| Sasqrotch |
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| Bug |
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| Reflector |
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| Zs |
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| Bulbul feat. Carla Bozulich & Philipp Quehen-Berger |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Bones
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| 2. |
Chicken n' Cheese 2
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| 3. |
Iceland
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| Disc 2 |
| 1. |
Lamento
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| 2. |
Milano
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| 3. |
I Cut You
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| Disc 3 |
| 1. |
Buy Rokko's Adventures
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| 2. |
Hang On, Mountain Goat
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| 3. |
Johnny'n'Jenny in the Dungeon
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| 4. |
Cowboy on the Rocks
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| Disc 4 |
| 1. |
Cranberries
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| 2. |
Ranched
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| Disc 5 |
| 1. |
All up in My Dungeon
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| 2. |
There's Something About Beans
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| Disc 6 |
| 1. |
God Loves Those Who Smile
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| 2. |
Islands
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| Disc 7 |
| 1. |
B is for Burning Part 1
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| 2. |
B is for Burning Part 2
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| Disc 8 |
| 1. |
Shenzhou
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| 2. |
Chang Zheng
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Rezensionen

Bei einem Konzert der Avant-Progger Zs lachte mich diese Box am Merchandising-Stand an, und nachdem ich das gute Stück kurz in Augenschein genommen hatte, überließ ich Zs-Tröter Sam Hillmer ein paar Scheine im Tausch gegen dieses Kleinod. Es handelt sich um einen Sampler des in der Steiermark beheimateten Labels Rock is Hell.
Auch wenn mir außer Zs keine der vertretenen Bands bekannt war, die Aufmachung war doch zu verlockend. In einer Schachtel aus Pappkarton befinden sich acht Single-Schallplatten aus weißem Material, ohne jeden Aufdruck - "They should be in the right order" meinte Sam Hillmer auf mein skeptisches Nachfragen. Das waren sie auch, aber notfalls findet man mit scharfen Augen heraus, welche jetzt welche ist.
Dazu kommt ein Blatt mit spärlichen Informationen zu den einzelnen Songs (immerhin ist bei manchen die Besetzung angegeben), zwei Buttons und ein Plastikteil, das man mit viel Fummelei in die Aussparung in der Mitte der Schallplatten steckt, um sie auf den Plattenteller zu legen. Einfacher geht es mit einem "Puck", sofern man einen solchen noch besitzt. Mit einer Ausnahme werden die Singles übrigens mit 33 statt der üblichen 45 Umdrehungen abgespielt.
Foot Village legen schon mal ziemlich trashig los, die drei Songs bestehen nur aus wildem Getrommel und Stimmen. Während dabei auf der ersten Seite (entsprechend Song 1 und 2) in Punk-Manier geschrieen wird, handelt es sich auf der zweiten Seite eher um verzweifelte Rufe.
Die zweite Single ist gesplittet, die A-Seite gehört Fugu and the Cosmic Mumu, die auf ihren zwei Songs einen schrägen Ethno-Mix bieten. Da vermischen sich Varieté-Musik, Chanson und Osteuropäisches, getragen von Flöte, Akkordeon und Blechbläsern, mit aggressiven, punkigen Gitarren. Dazu singt eine Dame mit wunderbar rauchiger, dunkler Stimme. Sehr schön! Auf der B-Seite bieten "Death Sentence: PANDA! " anarchischen Punkdschäßrock mit dreckigem Saxofon, aggressiven Gitarren und etwas Geschrei. Ziemlich krasser Gegensatz zur eher ruhigen A-Seite!
Auch bei Rokko Anal geht es lärmend zur Sache. Das könnte man am ehesten als rhythmische Geräuschcollagen bezeichnen, wobei sich ab und zu normale Instrumente identifizieren lassen. Dazu kommt reichlich trashiger Gesang. Auf der B-Seite, speziell bei Cowboy on the Rocks, löst sich das Ganze dann bisweilen in freie Klänge auf, die sich mit punkigen Ausbrüchen und bluesigen Passagen abwechseln. Reichlich bizarr!
Child Abuse liefern dröhnenden Krach zwischen Punk und modernem Krautrock zu recht monotoner Rhythmik, was ein wenig an die neueren Sachen von Faust (der experimentelleren Fraktion um Irmler) erinnert. Hier spielt Tim Dahl von The Hub mit.
Das Quartett Sasqrotch spielt in der ungewöhnlichen Besetzung 2x Gitarre plus 2x Bass. Weitere Instrumente sind Fehlanzeige! Mit massiv eingesetzten Effektgeräten erzeugen die vier bizarre Klanglandschaften zwischen Postrock und kosmischer Musik, wobei die weitgehend formfreie Klangmasse There's Something About Beans mit besonders schrill kreischenden Gitarren eine echte Herausforderung für jedes Trommelfell ist. Fühlt sich an, als würde einem eine Kreissäge durchs Hirn gezogen.
Nr. 6 ist wieder eine Split-Single. Die A-Seite gehört Bug, die mit God Loves Those Who Smile einen vergleichsweise konventionellen Song liefern, eine Art Slowcore-Hardrock mit Shoutergesang. Auf der B-Seite bietet das Duo Reflektor (Gitarre + Schlagzeug) postrockiges bis metallisches Gedröhne.
Von Zs gibt es hier den Titel B is for Burning aus dem Album Arms zu hören, der auf beide Plattenseiten verteilt ist. Vom Original unterscheidet sich diese Version eigentlich nur durch ein kurzes Intro, dazu gibt es als Gag am Ende des ersten Teils eine Endlosschleife.
Die Bulbul-Single wird als einzige mit 45 Umdrehungen gespielt. Um das zu erfahren, braucht man allerdings wieder scharfe Augen und einen guten Spürsinn. Besonders neugierig gemacht hat mich hier die Mitwirkung von Carla Bozulich, deren wunderbarer Gesang die minimalistische Musik von Shenzhou veredelt. Chang Zheng dagegen ist instrumental und besteht praktisch nur aus zahlreichen überienandergelegten perkussiven Patterns.
Eine solche Box richtet sich natürlich vor allem an Raritätensammler, die noch mit der archaischen Vorrichtung eines Plattenspielers ausgestattet sind. Die können, soweit sie auf außergewöhnliche Klänge stehen, hier zugreifen. Auf eine Bewertung möchte ich wegen der sehr unterschiedlichen Stilarten der Bands verzichten. Die Box ist übrigens auf 333 Exemplare limitiert!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2011 |
| Letzte Änderung: |
19.5.2011 |
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...und ich hab eines davon! Weswegen ich meinem Vorredner auch auf ewig dankbar sein werde. Ich war seinerzeit derbei (sic), als diese Box Jochen anlächelte, und er muss gesehen haben, wie mir der Speichel rann ob eines derartigen Ods!
Und gar nicht mal so klein ist das Od! Rock is nun mal hell, und da kann man sich nicht lumpen lassen. Schon gar nicht angehörs der Versammlung von Lumpen, die man hier hat "Musik" machen lassen. Die Anführungszeichen, weil viele der hier vertretenen Bands scheint's nichts anderes getan haben, als ihren Rasenmäher aufzunehmen, wahlweise auch ihre Dampflok oder ihre Bondage-Untermieter. Oder alles zusammen. Lustig ist dabei, dass ich deutlich öfter von 33 auf 45 umgeschaltet habe als Jochen - würde mich interessieren, wer da was falsch gemacht hat oder, wahrscheinlicher, ob es einer Band wie Rokko Anal nicht egal ist, auf welcher Geschwindigkeit man ihre Sachen hört. Vielleicht gehört das ja so!
Weißes Winül, Bands mit zauberhaft klangvollen Namen, Musik, die klingt wie ein Rasensprenger mit Husten, das hier ist so richtig was fürs Herz. Jochenmusik eben. Und da stört es beinah, wenn Fugu and the Cosmic Mumu (Fugu und ein Gong-Ableger?!?) schräge Walzer mit als solche erkennbaren Bläsern im Angebot haben, Bug und Reflector Geilcore - äh - spielen und Zs sogar Prog. Dennoch: Das Rock is Hell 8x7"-Boxset ist der Stoff, aus dem Legenden werden (weißt du noch, damals...?). Und 333 ist die Hälfte von 666, also zwei Boxen kaufen und in Stereo genießen!
| Anspieltipp(s): |
Die Buttons! |
| Vergleichbar mit: |
Jochens kaputtem Rasensprenger |
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| Veröffentlicht am: |
20.6.2011 |
| Letzte Änderung: |
20.6.2011 |
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