Guildenstern
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Bernd Scholl |
Tasten |
| Michael Lippert |
Gesang (3,7), Bass, Gitarren |
| Michael Kuplien |
Gitarre, Geige |
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| Gerd Holfelder |
Gesang (9-11) |
| Reinhard Olschanski |
akustische Gitarre |
| Claus Lange |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Muder of Gonzago (Part 1)
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4:50
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| 2. |
Morning Dew
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4:02
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| 3. |
After the Inquisition
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4:51
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| 4. |
Away
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4:03
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| 5. |
Hamlet and Ophelia
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4:14
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| 6. |
Thoughts (instrumental)
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4:13
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| 7. |
Murder of Gonzago (Part 2)
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2:54
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| 8. |
The End
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6:58
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| 9. |
Day by day
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8:15
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| 10. |
Thoughts
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4:24
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| 11. |
Mask of the Red Death
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10:18
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| Gesamtlaufzeit | 59:02 |
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Rezensionen

Guildenstern wurden im Frühjahr 1976 im hessischen Rüsselsheim gegründet. Der Bandname ist inspiriert von Tom Stoppards 1966 entstandenem Theaterstück "Rosencrantz and Guildenstern are Dead", dessen Vertonung als Rockoper unter dem Titel "Life's a stage" von der Band am 2.12.1977 erstmals aufgeführt wurde und die eigentlich als LP veröffentlicht werden sollte. Dazu kam es jedoch nie, auch sonst veröffentlichte die Band nie ein Album, und so lösten sich Guildenstern Anfang 1980 auf. Erst 2011 erschien eine CD mit Demostücken sowie Liveaufnahmen aus den Jahren 1978/79.
Enthalten sind zum einen Studioaufnahmen, entstanden 1978 im Proberaum in der Rüsselsheimer Eichengrundschule; dies sind die Stücke 1 bis 8. Darauf agieren jeweils unterschiedliche Triobesetzungen. Die letzten drei Stücke wurden live bei einem Konzert in der Stadthalle Flörsheim am 29. September 1979 mitgeschnitten, hierbei spielt die Band als Quintett.
Guildenstern spielen einen tastendominierten, sphärischen Progressive Rock, der eigentlich mehr sphärisch als rockig ist. Gitarren spielen dabei keine so große Rolle. Als Referenzen fallen einem schon nach den ersten Sekunden Bands wie Eloy oder Camel ein; bei Camel natürlich nicht die poppige Variante, die zur Entstehungszeit dieser Musik angesagt war, sondern eher die früherer Alben wie Moonmadness. Insbesondere die schwebenden Klänge, die Tastendrücker Bernd Scholl seinem Instrumentarium entlockt, brauchen den Vergleich mit Eloys Detlev Schmidtchen nicht zu scheuen. Viele Stücke haben auch eine lyrische Atmosphäre, die an Novalis' Sommerabend erinnert, vor allem, wenn akustische Klampfen eingesetzt werden. Dass die Band allerdings nicht nur Sphärenklänge im Programm hat, zeigen Stücke wie das flotte Away, bei dem mir Michael Lipperts knackiger Bass besonders zusagt.
Der überwiegende Teil der Stücke ist instrumental, nur gelegentlich wird Gesang eingesetzt. Während Bassist Michael Lippert dies auf den Studioaufnahmen nicht spektakulär, aber ordentlich erledigt, klingt mir der 1979 eingestiegene, hauptamtliche Sänger Gerd Holfelder auf den Liveaufnahmen etwas zu affektiert. Schade, denn gerade auf diesen Stücken lässt die Band auch mal mehr die Sau raus, speziell auf dem abschließenden, geradezu epischen Mask of the Red Death, das beständig zwischen gewohnt sphärischen und stärker rockenden Passagen wechselt.
Somit kann man konstatieren, dass Guildenstern zu den wenigen Bands gehören, die Ende der 70er Jahre, als zunehmend musikalischer Flachsinn angesagt war, noch wacker das Fähnlein des klassischen Progressive Rock hochhielten; umso bedauerlicher, dass ihnen keine längere Karriere vergönnt war. Dazu hatte sich der musikalische Zeitgeist wohl doch zu sehr gewandelt.
Leider muss man am Klang einige Abstriche machen, die wohl neben dem Alter der Aufnahmen auch den Umständen der Entstehung derselben geschuldet sind. Dabei klingen die Aufnahmen aus dem Rüsselsheimer Proberaum trotz eines etwas flachen Sounds durchaus akzeptabel, die Liveaufnahmen jedoch fallen dagegen deutlich ab. Dafür kommt die CD mit einem umfangreichen Beiheft, das neben einer ausführlichen Bandbiographie auch reichlich Bilddokumente enthält.
Liebhaber sphärischer Klänge können hier zugreifen, sofern sie bereit sind, Abstriche in der Klangqualität hinzunehmen.
| Anspieltipp(s): |
Morning Dew, Away |
| Vergleichbar mit: |
Eloy, Camel, Novalis |
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| Veröffentlicht am: |
30.10.2011 |
| Letzte Änderung: |
30.10.2011 |
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