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Jacula

In Cauda Semper Stat Venenum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (CD- bzw. LP-Reissues von Black Widow, 2001 und 2010)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog; Metal; sonstiges
Label: Gnome
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Anthony Bartoccetti Guitar, Bass, Vocals
Doris Norton Vocals, Violin, Flute, Percussion
Charels Tiring Organ, Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Ritus 4:06
2. Magister Dixit 10:30
3. Triumohatus Sad 3:35
4. Veneficium 2:21
5. Initatio 6:46
6. In Cauda Semper Stat Venenum 10:05
Gesamtlaufzeit37:23


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Angeblich wurde die Band Jacula, so liest man es an mehreren Stellen im weltweiten Netz, 1968 von Antonio Bartoccetti, Doris Norton, Charles Tiring und dem Medium Franz Porthenzy in Mailand gegründet. Konzerte gab es nicht, doch nahm man ein Jahr später in London ein Album auf, welches 1969 in kleinster Auflage unter dem Titel "In Cauda Semper Stat Venenum" veröffentlicht wurde. Oder, veröffentlicht wurde es nicht. Die rund 300 Pressungen wurden (angeblich) an Klöster verschenkt (Ernsthaft! Das steht so im Beiheft!) oder an irgendwelche düsteren Sekten und interessierte Esoteriker abgegeben. Angeblich ... denn eine Original-LP aus dem Jahre 1969 hat, soweit ich das sehe, bis dato noch niemand in den Händen gehalten und deren Existenz bezeugt. Auch sonst gibt es keine Belege (bis auf die Aussagen der Musiker - Bartoccetti), dass es die Formation damals wirklich schon gab.

Anfang der 70er Jahre hat Antonio Bartoccetti dann erste überprüfbare Spuren im Musikgeschäft hinterlassen. Mit den Bands Invisible Force und Dietro Noi Deserto spielte er zwei Singles ein, von denen zumindest die zweite nachgewiesenermaßen 1971 von der Decca veröffentlicht wurde. 1972 erschien dann (ziemlich sicher) das erste offizielle Jacula-Album "Tardo Pede in Magiam Versus", welches übrigens dasselbe Cover wie "In Cauda Semper Stat Venenum" ziert, allerdings in Farbe. 2001 wurde "In Cauda Semper Stat Venenum" von Black Widow auf CD und LP veröffentlicht und vermutlich war dass das erste Mal, dass das hier zu rezensierende Material auf einem Tonträger erschienen ist. Vermutlich!

Zur Musik! Auch hier kommen dem Rezensenten Zweifel am angeblichen Entstehungszeitpunkt. Sakrale Orgelklänge bestimmen erst einmal das Geschehen. Dazu kommen Pianogeklimper und auf- und abwogende Elektronikklänge. Die Orgel klingt authentisch, doch könnte es sich auch um eine sehr gute Midiimitation handeln. Gegen Ende des einleitenden "Ritus" riffen dann E-Gitarren ziemlich metallisch, begleitete von allerlei perkussivem Wumms (das ein wenig nach Dose klingt). "Magister Dixit" bietet dann 5 Minuten lang getragenes Georgel (à la Dorfpfarrer nach dem Mittagessen - inklusive einiger Verspieler), ehe dann Windgeräusche einsetzten und zu schwebenden Keyboardklängen eine raue, sonore Stimme Texte rezitiert. Danach kommt wieder das Wummsschlagzeug, der Pfarrer darf wieder Orgeln, ehe spacig-hallendes Gitarrenjaulen das Stück zu Ende bringt. Wenn man dann den Anfang von "Triumphatus Sad" hört, mit diesen typischen Black-Sabbath-Gedächtnis-80er-Jahre-Doom-Metal-Gitarren, dann muss man die Vorstellung endgültig aufgeben, dass das hier gehörte im Jahre 1969 entstanden ist. Oder Jacula waren ihrer Zeit extrem weit voraus!

Die restlichen Stücke bieten dann Variationen des eben geschilderten: Gewichtiges Georgel, hallend-pointierte Pianolinien und bedeutungsschwere Textrezitationen, dazu ein paar Keyboardsounds, weitere Doom-Metal-Gitarren, etwas Bass, Elektronisches, Windgeräusche, etwas Perkussion und natürlich immer wieder das Wumms. Fräulein Nortons Beitrag reduziert sich offenbar auf allerlei gehauchte Gesänge in "Initiato". Von Flöten und Violinen kann ich jedenfalls auf dem Album nicht viel ausmachen.

Wann auch immer "In Cauda Semper Stat Venenum" entstanden sein mag (sicher nicht 1969! - ich tippe mal auf das Ende der 80er Jahre), eine gewisse eigene Trash-Horror-Atmosphäre kann man dem Ganzen nicht absprechen. Wer die klassischen B- und C-Horrostreifen (aus Italien) schätzt, mit ihren spinnwebenverhangenen Friedhöfen mit Pappmascheegrabsteinen, sturmumwehten finsteren Häusern mit klappernden Fensterläden und fackelbeleuchtet Grüften, in denen schwarzbekuttete Mönche wandeln, der findet vielleicht auch an diesem Album gefallen. Kurzum: Trashig und kultig!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.11.2011
Letzte Änderung: 15.11.2011
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jacula

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Tardo Pede in Magiam Versus 10.00 1
2011 Pre Viam 10.00 1

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