Relusion
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Hipgnosis-Art |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| SeQ |
drums,synthesizers,sampler |
| KuL |
lead vocal |
| PiTu |
bass,vocals |
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| Ijon |
sampler,keyboards |
| Prince Olo |
guitars |
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Gastmusiker
| Marcin Kruczek |
guitar solos in Relusion (1st), Large Hadron Collider |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Cold
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19.04
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| 2. |
Cult of Cargo
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10.05
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| 3. |
Dr What
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6.24
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| 4. |
The Garden
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5.08
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| 5. |
Relusion
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8.57
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| 6. |
Large Hadron Collider
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22.20
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| Gesamtlaufzeit | 71:58 |
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Rezensionen

Als Inspiration fürs Zweitwerk von Hipgnosis soll das Buch "The God Delusion" von Richard Dawkins gedient haben, das als eine kritische Auseinandersetzung mit Religionen aller Art gilt. "Relusion" setzt sich aus den Worten "Religion" und "Delusion" zusammen. Damit wollen die Musiker zum selbständigen Denken und zum bewussten, harmonischen Leben mit der Natur und mit den eigenen Beschränkungen anregen. Wissenschaftliche Erkenntnis sollte wichtiger sein, als religiöser Fanatismus.
Die Veröffentlichung kommt in einem imposanten, mehrfach aufklappbaren Digipack daher. Zu dem sehr positiven Eindruck tragen wesentlich zwei detailreiche surrealistische Gemälde von Tomasz Setowski bei.
Die Sängerin KuL verwendet für ihren Gesang eine Phantasiesprache, die "bisweilen ein wenig der englischen ähnelt".
So ganz originell und ungewöhnlich wie die verwendeten Gemälde, das sich erfrischend von Zauberer- und Waldelfengeschichten unterscheidende Konzept und die Gesangsprache ist die Musik der polnischen Combo leider nicht immer. Waviger, mystisch-treibender Spacerock mit Fanfarensynthies und keyboardorientierter Retroprog mit jazzigen Pianoeinwürfen tauchen verstärkt am Anfang des Albums auf, um danach einer gutklassiger, aber im Vergleich zu dem enorm starken Anfang leicht enttäuschender Ausführung vom elektronisch eingefärbten Artrock/Neoprog zu weichen. Die entrückt-bombastischen Welten werden bei Hipgnosis sehr selten, dafür aber unsanft durch harte Gitarrenakkorde aufgemischt.
Nach den vielversprechenden Anfängen stellt die entspannte, an Pink Floyd aus der Zeit von "Wish you were here" erinnernde Musik von "The Garden" doch eine sehr grosse Umstellung dar. Die Tasteninstrumente dominieren das Geschehen und die Gitarre darf ausnahmsweise mal einige Akkorde, oder ein Solo beisteuern. Der Titelsong verbindet elektronische Akzente mit majestätischen mellotronähnlichen Streichern, die allen Retroprog-Freunden zusagen werden. Im ersten Teil von "Large Hadron Collider" versinkt der Artrock in den elektronisch-ambienten Welten. Darauf folgt ein tranciger Rhythmus mit massiv flirrenden Synthies, was zusammen wohl gitarrenfreien Spacerock ergibt.
Wer sich also für gepflegten Artrock mit starker elektronischer Schlagseite und Pink Floyd-Einflüssen begeistern kann, der ist mit "Relusion" bestens bedient.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.12.2011 |
| Letzte Änderung: |
26.12.2011 |
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Hipgnosis haben mit ihrem Debüt "Sky Is The Limit" eines der ungewöhnlichsten Alben 2006 vorgelegt. Und trotzdem, dass die Band durchaus immer mal wieder live aktiv war (und dies auch mit einem Album dokumentiert hat), war ich überzeugt, dass man von diesen seltsamen Polen nichts mehr hören würde, weil... wie sollte das weitergehen?
"Relusion" gibt eine Antwort. Hipgnosis werden noch elektronischer. Es gab einige Umbesetzungen in der Band, unter anderem den Verlust der beiden Gitarristen. Der neue Saitenschwinger Prince Olo macht sich leider etwas rar, so dass die explosive Mischung des Debüts - harte Gitarren kontra elektronische Space-Sounds - nurmehr selten zum Tragen kommt. Aber wenn, dann gibt es gleich ordentliche Hinhör-Momente, vor allem in den ersten beiden Tracks. Später, wenn Gastgitarrist Kruczek eingreift, dann kommen vor allem die Freunde des gepflegten gilmouresken Spiels auf ihre Kosten. Gerade das Endlos-Solo in der zweiten Hälfte des abschließenden "Large Hadron Collider" ist aller Ehren wert.
Ansonsten türmen Hipgnosis endlose Schichten elektronischer Klänge, allerlei Gezwitscher, Gefiepe, Gezirpe, Geklingel aufeinander, lassen spacig-fließende Klanglandschaften entstehen und unterlegen alles mit durchaus tanzbaren Rhythmen. Also zumindest in den ersten drei Tracks, die doch recht bewegt daher kommen. Gerade wenn dann noch der glockenhelle Gesang von KuL erklingt, dann fühlt man sich mehr als einmal an flotten Elektropop Mitte der 90er Jahre erinnert (kennt hier noch jemand die Band Republica, die mit "Ready To Go" und "Drop Dead Gorgous" Hits hatte? So klingt das hier vor allem in "Cold" und noch mehr in "Cult of Cargo"). Mir gefällt das durchaus gut (wie auch Republica eben), aber eher konservative Prog-Heads werden dem nicht viel abgewinnen können.
Danach wird es etwas ruhiger und noch vermehrt elektronisch. "The Garden" lässt ordentlich floyd'sches Klanggut einfließen (aber wir wissen ja Bandchef SsaweQ bzw. SeQ, wie er sich jetzt verkürzt nennt, ist großer Floyd-Fan) und "Relusion" schwebt förmlich dahin. Der abschließende Longtrack "Large Hadron Collider" entspringt nahezu vollständig dem elektronischen Musikinstrumente-Arsenal von SeQ und klingt dementsprechend synthetisch-steril. Allerdings schafft es SeQ mit allerlei kuriosen Klangskulpturen und pulsierenden Rhythmen einigermaßen für Abwechslung zu sorgen und dann kommt ja noch der erwähnte große Einsatz von Gitarrist Kruzcek.
Immer noch machen Hipgnosis eigenwillige, durchaus ungewöhnliche Musik. Ein paar mehr krachige Momente, etwas mehr Rock hätte "Relusion" sicher nicht geschadet, aber auch so ist das ein interessantes elektronisches Album geworden, welches vor allem mit seiner beschwingten Leichtigkeit auch sonst elektronischer Musik nicht so zugeneigten Hörern gefallen könnte.
Die schicke Verpackung hat Kollege Siggy ja schon erwähnt. Das hübsch bemalte Aufklapp-Digipak enthält auch noch ein Faltblatt, welches sich zu einem kleinen Poster mit dem Titelbild darauf entfalten lässt. Trés chic!
| Anspieltipp(s): |
Cold, Cult of Cargo |
| Vergleichbar mit: |
eher mit JM Jarre und Vangelis als der 'Berliner Schule' |
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| Veröffentlicht am: |
3.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
4.3.2012 |
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