The Sounds of Silence Part 1
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Chris Mallia |
all instruments, backing vocals |
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Gastmusiker
| Trevor Catania |
bass (Tracks 3 und 4) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Selfishness Part 1
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10:27
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| 2. |
Time and Again
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05:23
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| 3. |
Let me out of here
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06:39
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| 4. |
Victims of Love
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05:59
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| 5. |
Trance of Sorrow
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30:34
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| Gesamtlaufzeit | 59:02 |
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Rezensionen

Respekt und Anerkennung vorab! Chris Mallia verfolgt seine musikalischen Ziele mit Akribie und großer Geduld. Er sieht sich als Solitär ? Vertreter des Prog in Malta und hat dabei selbstverständlich den Anspruch, gehört und möglichst auch anerkannt zu werden.
Dieser Anspruch ist in Malta, der kleinen Mittelmeerinsel, äußerst schwer umzusetzen, denn die mediterrane Mentalität seiner Landsleute ist so gar nicht auf Düsternis, Riffing und Schräges eingerichtet oder ausgerichtet. Mainstream ist angesagt, alles andere ist pure Nische.
So ist es wenig verwunderlich, dass ? bei allem Anspruch ? auch dem zweiten Album von Different Strings eine gehörige Prise Wohlklang beigemischt wurde. Unter dem Strich bewahrheitet sich aber Mallia?s eigene Einschätzung seines Albums: ?This album is really something. I?m really looking forward to the release. It?s proggier, heavier, better orchestrated and composed, but there?s still more work to do.? Womit er sicher auf den verbesserten Sound anspielte.
Geschmackvoll übrigens das Digipack mit farblich ansprechendem Cover und Booklet ? für eine Low Budget ? Produktion sehr gelungen!
Ursprünglich als Doppelalbum mit Release zur Jahresmitte 2010 geplant, wurde es (vorerst) ?nur? der erste Teil mit einer Verzögerung der Veröffentlichung von mehr als einem Jahr. Ausschlag gebend waren die üblichen Gründe: finanzielle Engpässe und keine geeigneten Musiker als Bandmitglieder. Teil 2 soll nun übrigens in 2013 erscheinen und eine komplette Band scheint auch so langsam zusammen zu wachsen ? einen Keyboarder sucht man noch.
Noch eine letzte Vorbemerkung: Mallia hatte den Tip gegeben, das Album unbedingt mehrmals in Ruhe zu hören, es sei nicht leicht verdaulich. Nun, angesichts der wenig Rock oder Prog versprechenden, bereits bekannten Titel ?Time and Again? und ?Victims of Love? schien mir das etwas prätentiös. Er behielt jedoch Recht, denn insbesondere der Longtrack ?Trance of Sorrow? gewinnt mit jedem Hördurchlauf dazu.
Aber der Reihe nach: Der Opener ist kein ausgesprochener ?Kracher?, aber die Nummer rockt gut ab, abgesehen vom wegen der relativ hohen Stimmlage nicht perfekt passenden Gesang. Man ist bemüht, ein relativ hohes Tempo zu gehen.
Die beiden Balladen auf den Startplätzen 2 und 4 waren bereits auf einer zwischenzeitlich erschienenen EP zu hören, allerdings in produktionstechnisch bescheidener Qualität und mit, na sagen wir, mittelmäßiger Gesangsleistung. Auf dem Album zeigen diese Songs vor allem die weich - melodische NeoProg ? Seite von Different Strings und dokumentieren, warum das Album überhaupt diesen Namen trägt. Der Gesang ist stark verbessert, der Sound ist deutlich fetter geworden. Und mit der verbesserten Abmischung kann sich auch der Sänger besser in Szene setzen.
?Time and Again? ist einer der Pluspunkte der Scheibe, weiß mit einem geschmackvollen Pianoeinsatz zu gefallen und ein nettes Gitarrensolo sorgt für Abwechslung. Als fein arrangierte Ballade fügt sich der Song gut zwischen zwei Rock-Tracks ein. ?Victims of Love? klingt jetzt etwas ?entstaubt? und ?dynamisiert?, ist aber natürlich immer noch hart am Rande des hymnischen Kitsch und eigentlich eine süßliche Schnulze . Der unterstützende ?Cello? ? Einsatz und das erneut recht angenehme, aber leider kurze Gitarrensolo entschädigt nur geringfügig.
Zu den erstaunlich rockigen, bisweilen progressiven Tracks 1 und 3 ist anzumerken, dass keine durchgehende Prog ? Linie erkennbar ist, es werden Elemente aus Hardrock und/oder AOR eingebaut, die die Haupt - Stilrichtung NeoProg etwas abwandeln. Dennoch muss man dem entgegen halten, dass Mallia mutig versucht, neue Wege auf dem schmalen Grat zwischen melodischen und hart-rockigen Elementen zu finden, was auch als Suche nach dem ?eigenen Stil? umschrieben werden könnte.
Ja, und dann, zum Schluss, kommt ?es? bzw. ?er?: der Mega ? Longtrack mit über 30 Minuten Laufzeit. Mit Gimmicks zu Beginn (tickende Uhr), in der Mitte (Vogelgezwitscher) und am Ende (Spieluhrthema), mit häufigen Themen-, Rhythmus- und Stimmungswechseln in sieben Teilen, die jedoch in einander übergehen und mit dem spürbaren Vorsatz, den Hörer unter Einsatz aller verfügbaren Instrumentalmittel durch mehr als 30 Minuten Rockmusik zu geleiten. Und das Vorhaben gelingt tatsächlich! Noch nicht nach einem oder zwei Durchläufen, aber nach und nach wächst der Track zu einem großen und abwechslungsreichen Ganzen zusammen, furioser Schlussteil inklusive.
?SoS Part 1? ist als wichtige Zwischenstation für Mallia und seine Band zu sehen, teils etwas ?unrund? oder ?unausgereift?, aber es rockt, zumindest in weiten Teilen. Tasten und Gitarren stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, die Orgel sorgt für ordentlich 70er Feeling, auch ?Chöre? werden effektvoll eingesetzt. Mallia?s E-Gitarrenspiel bewegt sich eher im Hardrock ? Bereich, hier würde man sich noch einige progressive Elemente zusätzlich wünschen. Das Drumming ist dynamischer und lebendiger geworden, obgleich immer noch nicht richtig ?handgemacht?.
Das Album macht mit seinem erstaunlichen Niveau und dem erkennbaren Potenzial Freude, keine Frage. Fans des etwas eckigeren NeoProg sollten es durchaus mal antesten und für sich entdecken, Soundsamples sind auf der Homepage ?progdomerecords.com? zu hören.
Für Part 2 hoffe ich auf noch mehr progressive Elemente anstelle straight rockiger Anteile und etwas mehr Geschmeidigkeit und Leichtigkeit in den Kompositionen. Von Different Strings in Form einer ?richtigen? Band kann man in Zukunft jedenfalls noch einiges erwarten.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
27.1.2012 |
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