Whitchurch 92/93 - Live Archives Vol 2
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Oskar |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Stuart Nicholson |
Gesang, Tambourine |
| Roy Keyworth |
Gitarre |
| Spencer Luckman |
Schlagzeug |
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| Karl Garrett |
Keyboards |
| Neil Pepper |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Intro - Carmina Burana
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1:35
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| 2. |
N.I.W.
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2:34
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| 3. |
Chamber Of Horrors
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5:16
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| 4. |
Dentist Song
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4:19
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| 5. |
Face To The Sun
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9:05
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| 6. |
Exorcising Demons
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10:05
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| 7. |
Legacy
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4:08
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| 8. |
The Automaton
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4:41
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| 9. |
Room 801
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8:25
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| 10. |
Richelieu's Prayer
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8:28
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| 11. |
Lady Messiah
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12:16
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| 12. |
One For The Record
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5:12
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| Gesamtlaufzeit | 76:04 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Intro - Carmina Burana
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0:58
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| 2. |
Sleepers
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12:58
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| 3. |
Chamber Of Horrors
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5:32
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| 4. |
Lady Messiah
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9:28
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| 5. |
Before, After & Beyond
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5:26
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| 6. |
Dentist Song
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4:53
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| 7. |
Ghost Of Durtal
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11:56
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| 8. |
The Automaton
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5:07
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| 9. |
The Chase
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5:19
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| 10. |
Learning Curve
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4:10
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| 11. |
Richelieu's Prayer
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9:58
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| 12. |
Sylvia
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2:30
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| 13. |
Room 801
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8:02
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| Gesamtlaufzeit | 86:17 |
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Rezensionen

20 Jahre musste nunmehr der geneigte Galahad-Fan warten, um Zugang zu den zwei Konzertaufnahmen aus den Jahren 1992 und 1993 zu erhalten. Beide Konzerte fanden in Whitchurch statt, während die Aufnahmen vom 18. Juli 1992 als Audio-CD und die vom 16. Juli 1993 in Ton und Bild als DVD im ansprechend gestalteten Digi-Doppel-Pack vorliegen. Doch wie so oft bei vielen Live-Aufnahmen liegen Licht und Schatten sehr nah beieinander. Doch bleiben wir erst einmal bei den lichten Momenten.
Nicht umsonst gibt es den Vermerk, dass wir es hier mit Archiv-Aufnahmen der Jahre 1992 und 1993 zu tun haben, die natürlich in keiner Weise dem heutigen Ton- und Filmstandard entsprechen. Aufgenommen wurde mit analogem Ton- und Bildequipment, das man nachträglich, so gut es wohl noch ging, zu überarbeiten versuchte. Darum dürfen wir auch beiden Auftritten in voller Länge mit allen Ansagen und in ihrer zeitdokumentarischen Schönheit folgen. Jedem Sammler wird dabei sicher das Schmalz in den Gehörgängen zusammenlaufen und die Augen vor lauter Glück über all die rot- und blaustichigen Bilder tränen. Außerdem legen sich die vordergründig dem Neoprog zugeordneten Briten live mächtig ins Zeug und rocken recht gewaltig drauflos. Dabei dürfen Bass, Gitarren und Schlagzeug auch mal solistisch brillieren. Wobei natürlich die musikalische Schnittmenge von den Fish-Marillion über Saga bis hin zu Rush unverkennbar ist sowie beide Konzerte mit der „Carmina Burana“ eröffnet werden. Durchaus ein verheißungsvoller Start.
Doch damit sind wir auch schon bei den Schattenseiten dieser Archiv-Aufnahmen angekommen.
Die Audio-CD des 92er Konzerts ist qualitativ nur mittelmäßig und es erweist sich als sehr ungünstig, dass die Stimme von Stuart Nicholson extrem in den Vordergrund gemischt wurde. Denn Nicholson hatte wirklich nicht gerade seinen besten Tag. Sein Gesang klingt manchmal schief und krampfhaft um Fish-Nähe bemüht, ohne jedoch auch nur im entferntesten dessen charismatische Vokalakrobatik zu erreichen. Aber nicht nur dem singenden Schotten wird nachgeeifert, sondern die Ansagen zwischen den Titeln erinnern verdächtig an Ian Anderson von Jethro Tull, der live sehr ähnlich die Übergänge zwischen den einzelnen Songs intonierte. Und so bleibt am Ende der Eindruck, dass nicht nur die Klang-, sondern auch die Konzertqualität im Mittelmaß untergeht, was wohl auch an dem übertriebenen Pathos und der unpassenden musikalischen Theatralik, die immer wieder während der Aufnahmen durchschimmern, liegt. Doch was soll's – live ist eben live!
Dagegen vermag Nicholson bei dem ein Jahr später aufgenommenen Konzert deutlicher zu überzeugen und seine Stimme, diesmal ohne jegliches Fish- und Anderson-Gehabe, steht im besseren Einklang mit den Instrumenten. Natürlich werden eine Vielzahl der Songs des 92er Konzerts hier wiederholt und sogar noch ein bisschen dynamischer dargeboten. Insgesamt eine interessante Schnittmenge aus den Alben „Nothing Is Written“ (1991) und „In A Moment Of Complete Madness“ (1993) sowie dem bis dahin noch nicht erschienenen Studio-Album „Sleepers“ (1995). Die Bildqualität jedoch stellt für den Zuschauer eine echte Belastung dar, ist mit einem permanenten Blau- oder Rotschleier überzogen, verpixelt und ruckelt oftmals. In den ruhigeren Momenten des Konzerts hört man beständig das Gemurmel der Zuhörer, die wohl in erster Linie nicht wegen des Konzerts, sondern ein paar angeregter Gespräche nach Whitchurch gekommen waren. Regelrecht lustig wird’s dann sogar, wenn plötzlich die internen Kamerainformationen direkt übers Bild flackern, aber leider jedoch auf eine Einblendung der Titelnamen verzichtet wurde.
Hier gibt es also ein echtes Sammlerstück von hohem Sammlerwert, aber nur mittelmäßiger Qualität zu erwerben. Garantiert keine Empfehlung für diejenigen, die sich einen ersten Eindruck von den britischen Neoproggern verschaffen wollen. Die sollten diesbezüglich erstmal auf die Studio-Alben zurückgreifen, von denen ganz besonders ein späteres Werk empfehlenswert ist: „Empires Never Last“ aus dem Jahre 2006. Wer allerdings aus der Ära dieser Konzertaufnahmen ein reizvolles Werk erstehen möchte, der sollte sich wohl für „Sleepers“ entscheiden.
So hält man am Ende ein Konzerterlebnis in den Händen, das eine Band offenbart, die zu diesem Zeitpunkt längst noch nicht ihren Konzert-Zenit erreicht hat, aber vielleicht ist ja gerade diese Tatsache sehr reizvoll, denn hier wird nichts geschönt oder gar unter modernsten Bedingungen aufgepeppt. Hier gibt’s Galahad live, ohne Seil und doppelten Boden – ein wirklich authentisches Konzerterlebnis, das 20 Jahre auf dem musikalischen Buckel hat.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Marillion der Fish-Ära, Rush & Saga |
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| Veröffentlicht am: |
10.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
10.3.2012 |
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