The Kick Inside
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
1978 |
| Besonderheiten/Stil: |
ArtPop |
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| Label: |
EMI |
| Durchschnittswertung: |
9.2/15 (5 Rezensionen) |
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Besetzung
| Kate Bush |
Piano, Keyboards, Vocals, Vocals (bckgr) |
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Gastmusiker
| Alan Skidmore |
Saxophone |
| Duncan Mackay |
Organ, Synthesizer, Keyboards, Piano (Electric), Clavinet |
| Andrew Powell |
Synthesizer, Keyboards, Piano (Electric), |
| David Paton |
Bass, Vocals (bckgr) |
| Ian Bairnson |
Guitar, Vocals, Vocals (bckgr), Bottle |
| Paddy Bush |
Harmonica, Mandolin, Vocals |
| David Katz |
Violin, Orchestra Contractor |
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| Barry DeSouza |
Drums |
| Stuart Elliot |
Drums |
| Paul Keogh |
Guitar, Guitar (Electric) |
| Bruce Lynch |
Bass |
| Alan Parker |
Guitar |
| Morris Pert |
Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Moving
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3:01'
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| 2. |
The saxophone song
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3:52'
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| 3. |
Strange phenomena
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2:58'
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| 4. |
Kite
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2:57'
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| 5. |
The man with the child in his eyes
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2:41'
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| 6. |
Wuthering heights
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4:29'
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| 7. |
James and the cold gun
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3:36'
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| 8. |
Feel it
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3:02'
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| 9. |
Oh to be in love
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3:18'
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| 10. |
L'amour looks something like you
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2:28'
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| 11. |
Them heavy people
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3:05'
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| 12. |
Room for the life
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4:05'
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| 13. |
The kick inside
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3:34'
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| Gesamtlaufzeit | 43:06 |
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Rezensionen

Mit 17 erhielt sie den Plattenvertrag und EMI lies ihr drei Jahre Zeit, dieses Debütalbum fertigzustellen (gibt es so was heute noch?). Dabei war half ihr das halbe ALAN PARSONS PROJECT (Paton, Elliot, Bairnson), Duncan Mackay von ROXY MUSIC, Morris Pert oder David Gilmour als Produzent einiger Stücke.
Mit Walgeräuschen geht es passend los, und ein grandioser Song nach dem anderen erblickt das Licht der Welt. Und im Gegensatz zu Fix finde ich die Stimme völlig passend, immerhin war sie teilweise erst 17, als sie die Aufnahmen machte. Es ist einfach Musik aus einer anderen Welt: verspielt, zupackend, traurig, märchenhaft, kindlich.. Und entsprechend der Thematik der Songs singt sie auch: Bei "Wuthering Heights" klingt sie wirklich wie ein Geist, der seine verlorene Liebe beklagt, "Feel it" ist eine sehr britische Umschreibung "DES EINEN" ("Synchronize rhythm now"), das sie wie ein sehr junges Mädchen singt. Was Kate Bush da in den Zeiten des Punk ablieferte, spottet jeder Beschreibung. Kein klassischer Progrock, aber auch kein New Wave, sondern schon von der ersten Note etwas völlig eigenständiges.
Es lohnt nicht, weiter auf die einzelnen Stücke näher einzugehen, jeder Titel enthält so viel Ideen, dass weniger talentierte Musiker ganze Albumserien daraus machen würden. Dabei hält sie eine tolle Balance zwischen flotten Titeln und wunderbaren Balladen wie "The man with the child in his eyes" oder eben "Feel it" (nur Gesang und Piano). Einziges Manko in meinen Augen ist nur das Ausblenden von "James and the cold gun" genau dann, wenn ein tolles Gitarrensolo einsetzt (in der Liveversion zum Glück enthalten).
Später perfektioniert sie ihre Technik, ihre Stimme wird ausdrucksstärker, aber die Unschuld und Verspieltheit dieses Debüts wird sie nicht mehr erreichen und das sind genau die Stärken dieser Platte. Und welche Qualitäten diese Frau auch als Performerin besitzt, zeigt ein Livevideo, das ich jedem nur empfehlen kann.
| Anspieltipp(s): |
einfach die CD einlegen, Kopfhörer auf und Licht aus |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
10.5.2003 |
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Kate Bush ist eine Künstlerin, mit der ich schon weit vor meiner Entdeckung des Prog Bekanntschaft gemacht hatte. "Wuthering Heights" hieß damals der Song, der mich magisch anzog aufgrund seiner Verspieltheit und puren Schönheit. Allerdings lief bei mir immer eine etwas jüngere Aufnahme, bei der Kates Stimme in neuem Glanz erstrahlte - dementsprechend perplex, beinahe enttäuscht, war ich, als ich diese CD zum ersten mal in den Player legte und zunächst diesen einen Titel gezielt anwählte. Inzwischen hat sich jedoch der Eindruck fast umgekehrt - der exzentrische Gesangsstil passt eigentlich ganz gut zu Text und Stimmung, jedoch ziehe ich immer noch die neue Version vor, allerdings vor allem, da das Gitarrensolo gegen Ende besser zur Geltung kommt; es wird auf diesem Album zu früh ausgeblendet.
Aber auch der Rest des Albums ist wirklich hörenswert. Generell hervorheben muss ich immer wieder den unheimlich gefühlvoll geführten Gesang, schon "The Saxophone Song" macht dies deutlich. Zum anderen verzaubert der dezent mystische Anstrich, mit dem die damals 17jährige Musikerin ihre Songs versehen hatte - dieser Aspekt sollte aber auf den Folgealben, vor allem auf "The Dreaming", noch stärker hervortreten.
Introvertierte ruhige Titel wie "The Man With The Child In His Eyes" oder das Titelstück wechseln sich ab mit voranschreitenden poppigen Stücken wie "Kite". Dabei wird das Hören nie anstrengend, was zwar auch an der nicht allzu hohen Komplexität liegt, aber vor allem der geschmackvollen, auf Harmonie bedachten Ausarbeitung mit angenehm fließenden Passagen zuzuschreiben ist. Der Langeweile beugen zusätzlich situativ angemessenene Einarbeitungen von kleinen Soundspielereien vor, aber auch dieses Element sollte auf späteren Werken stärker vertreten sein.
Insgesamt ein gelungenes Debüt einer außergewöhnlichen Künstlerin. In interessanten Arrangements wird netter ArtPop zelebriert, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Als stärkster Kritikpunkt sei angemerkt, dass es mir teilweise schwer fällt, die einzelnen Titel auseinanderzuhalten; sie unterscheiden sich ja schon in der Spiellänge nicht allzu sehr. Wer aber verträumte Musik mag und gerne einen Blick über den Prog-Tellerrand wagen möchte, dem sei dieses Album durchaus ans Herz gelegt. "The Dreaming" ist interessanter und abgedrehter, "Hounds Of Love" bietet eine aufregende Mischung aus geschmackvollen Popsongs und Konzeptalbum, aber auch das Debüt kann überzeugen, und zwar durch seinen eigenen unschuldigen und verspielten Charakter - auch wenn es dadurch wesentlich glatter und harmloser daherkommt als die Folgewerke.
| Anspieltipp(s): |
The Saxophone Song, Wuthering Heights, The Kick Inside |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
22.6.2003 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 3 von 5)

The Kick Inside ist sicher ein sehr interessantes Debut-Album eines wahren Musik-Genies. Ganz zu schweigen von dem nicht zu verachtenden kommerziellen Erfolg des Fräulein-Wunders brachte Kate Bush eine völlig neue Form von kunstvoller Musik auf den Markt, die verspielt, feenhaft und virtuos dargebracht wurde.
Meine Probleme mit The Kick Inside rühren aber von 2 Aspekten, die mir sehr wichtig sind.
1.) Kate Bush singt so unfassbar hoch und im Verhältnis zu Folgealben unvariabel, dass es mich irgendwann annervt.
2.) Das Album verbreitet keine Stimmung.
Und so bleiben für mich ein paar tolle Songs (Wuthering Heights - welches ich allerdings in der New Vocal Version vorziehe, The Man With The Child In His Eyes, Moving, James And The Cold Gun), aber leider (noch) kein tolles Album.
| Anspieltipp(s): |
James And The Cold Gun |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
11.5.2003 |
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"The kick inside" war nach "Hounds of love" das zweite Kate Bush-Album, das ich kennenlernte. Ich gehe mit Fix einig, dass die noch junge und unreife Stimme auf den folgenden Alben deutlich an Farbe, Variabilität und auch Kraft zunimmt. Auf "kick inside" gibt es einige Stücke, die durch die Bank sehr "eintönig" interpretiert werden, aber es gibt eben auch andere, wo die Kritik bzgl. fehlender Variabilität nicht zutrifft. So zum Beispiel moduliert Kate in "strange phenomena" herrlich zwischen mal piepsig, dann für ihre Verhältnisse tief, dann mit viel Vibrato. Das "Problem" ist tatsächlich, dass die Tonhöhe sehr gewöhnungsbedürftig ist. Bei der durchschnittlichen Gesangstonlage im Mitteltonbereich ist das menschliche Ohr wohl auf Dauer einfach viel tolleranter. Permanente Beschallung im Hochtonbereich kratzt und nervt irgendwann. Glücklicherweise ist das Album mit 43 Minuten erfreulich kurz ;-). Spass beiseite : wenn man erst mal Kinder hat, gewöhnt man sich an dauerhaften Hochtonpegel. Jetzt aber ernsthaft : diese hohe, elfenhafte Stimme macht für mich eben auch den speziellen Reiz gerade dieses Albums aus. Ausserdem wird die Stimme auf den späteren Alben oft durch ein Effektgerät geschickt, wodurch sie schärfer und manchmal gepresster klingt. Hier ist sie noch in ihrer unverfälschten Natürlichkeit zu finden. Auch ist die Instrumentierung spärlicher, weniger elektronisch und "dicht-produziert" als auf späteren Alben. Das ganze klingt sehr luftig, die Stimme kriegt Raum zur Entfaltung. Besonders gefallen mir die Stücke, bei denen Kate nur von sich selbst am Piano begleitet wird (tracks 5, 8, 13). Da zeigt sich, wie sehr diese Stimme trotz fehlendem Volumen tragend und raumfüllend ist. Verzaubern tut sie einen ohnehin. Und sowieso : wohl DER Hauptgrund, warum Kate Bush überhaupt auf diesen Seiten zu finden ist, ist die aussergewöhliche Stimme, welche DAS progressive Element in ihrer Musik ist.
Der stärkste Titel neben "wuthering heights" ist "the man...". Eine geniale Komposition mit unendlich viel Gefühl in der engelsgleichen Stimme, die hier kein Jota zu hoch oder auch nur annähernd nervend ist. "Wuthering heights" ist ein Monument der Musikgeschichte, auch "them heavy people" gefällt mir sehr gut, der Text ist stark.
Fazit : Für besinnliche Stunden wärmstens zu empfehlen. Vorsicht : diese Stimme verzaubert einen. Kate Bush ist eine Sirene, die süchtig machen kann.
| Anspieltipp(s): |
the man with the child in his eyes |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
12.5.2003 |
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Als ich 1978 erstmals "Wuthering Heights" im Radio hörte (in der HR1-Hitparade mit Werner Reinke), fand ich das Stück ziemlich übel - nicht wegen der Musik, sondern wegen der damals noch arg quiekenden Stimme. Damit war Kate Bush für mich abgehakt! Jedenfalls bis 1986, als ich ihren Namen auf dem Song "Don't Give Up" des frisch erworbenen Albums "So" von Peter Gabriel entdeckte und darob ein wenig erschrak. Na, die Stimme war dann doch nicht mehr so quiekend - aber noch kein Grund, sich intensiver mit den Werken von Kate Bush zu beschäftigen.
Die "Erleuchtung" kam schließlich Anfang der 90er, als ich zum ersten Mal Zugriff auf das Internet hatte und in der Newsgroup, die damals noch alt.music.progressive hieß (heute rec.music.progressive), öfters auf den Namen Kate Bush stieß. Nanu, die in einer Newsgroup über Progressive Rock? Vielleicht doch noch mal antesten? Tatsächlich gab es schon damals, in den Urzeiten dieses heute so alltäglichen Mediums, einzelne Webseiten, wo man sich Songs, oder zumindest Ausschnitte davon, herunter laden konnte - über die Ladezeiten will ich dabei lieber mal schweigen... Also flugs in "Hounds Of Love" reingehört, das immer besonders angepriesen wurde - und schon war's geschehen. Das war die "Quieketante" von damals? Egal, "Hounds of Love" musste ich haben!
Tja, und eines Tages war ich dann tatsächlich so wagemutig, mir noch "The Kick Inside" anzuschaffen. Aber trotz einiger guter Songs finde ich das Album als Ganzes noch zu unausgereift, um wirklich zu begeistern, und auch der Gesang geht mir an vielen Stellen noch in all zu luftige Höhen. Dennoch, mitten in der damaligen Punk- und Disco-Hysterie war "The Kick Inside" sicher ein ungewöhnliches, völlig dem musikalischen Zeitgeist widersprechendes Album, und auch darum will ich es nicht verreißen. Dem Kate-Bush-Neuling würde ich trotzdem zum Einstieg "Hounds of Love" empfehlen und "The Kick Inside" eher als Ergänzung, wenn man gar nicht mehr genug kriegen kann.
| Anspieltipp(s): |
Moving, Wuthering Heights |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
2.9.2004 |
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