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It Bites

Eat me in St Louis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989 (Ltd. Edition)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Francis Dunnery Lead Vocals, Guitars
Dick Nolan Bass
Bob Dalton Drums
John Beck Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Positively animal 4.34
2. Underneath your pillow 5.26
3. Let us all go 4.10
4. Still to young to remember 4.58
5. Murder of the planet earth 3.48
6. People of America 4.14
7. Sister Sarah 4.19
8. Leaving without you 4.54
9. Till the end of time 4.12
10. The ice melts into water 7.16
11. Charlie 7.35
Gesamtlaufzeit55:26
Disc 2
1. Having a good day 5.15
2. Reprise 6.01
3. Bullet in the barrel 4.06
Gesamtlaufzeit15:22


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 2)


Diese bei Virgin erschienene dritte und damit letzte Studioscheibe (es folgen noch eine Live und eine best of) ist seinerzeit in zwei Versionen erhältlich gewesen:

Als einfache Ausgabe (CDV 2591) oder als Doppel-CD inkl. drei Bonus Tracks (CDVX 2591). Um es gleich vorwegzunehmen: die Doppel-CD muß man nicht unbedingt haben, denn im Prinzip lohnt nur der erste Track Having a good Day. Dieser stammt wahrscheinlich aus der Once around the World-Phase, da er die typischen It Bites-Popelemente besitzt. Der Song Reprise ist ein reines Instrumentalstück und wird durch einen sehr dominanten Bass/Gitarrenlauf dominiert (eher langweilig). Der letzte Track könnte aus einem Musical stammen und erinnert mich stellenweise an die Rocky Horror Picture Show (und mit der konnte ich noch nie was anfangen). Also Bonus Disc nur für Sammler interessant.

Kommen wir aber zum eigentlichen Werk. Für mich ist 'Eat me in St. Louis' die beste It Bites-Scheibe, denn sie zeigt die musikalisch reifste Leistung dieser Ausnahmeband. Genossen bei ihren zwei ersten Alben die Popelemente noch eine starke Vormachtstellung, so sind bei diesem Silberling die Rockelemente tonangebend. Gleich der erste Song Positively Animal knallt schön rein und macht Appetit auf die folgenden Songs. Underneath your Pillow ist ein etwas langsamerer Titel mit wunderschönem Refrain und Gitarrensolo. Überhaupt ist die gesamte Gitarrenarbeit sehr gelungen und reicht von rockig bis sanft und melodiös. Let us all go bietet (hard-)rockige Gitarren und einen Gute Laune-Songaufbau. Danach folgt einer der schönsten It Bites-Songs überhaupt. Romantisch, gefühlvoll und melodiös. Alle was ein anspruchsvoller Song braucht. Wow! Solche Songs haben eine Band wie It Bites ausgemacht!

Titel fünf und sechs sind typische It Bites-Tracks mit eingängiger Melodie und Mitsing-Refrain. Das folgende Sister Sarah legt wieder einen Zacken Richtung Tempo zu und bietet wiederum tolle Gitarrenarbeit und Hintergrundkeys sowie mehrstimmigen Gesang. Dann folgt ein weiterer Album-Höhepunkt: aus der Ferne kommt Sänger Francis Dunnery zu uns und leitet mit starker Gitarre einen Song ein, der einen genialen Songaufbau hat und von Orchestersound (Streicher) begleitet wird. Auch ein kleines Key-Solo wird zum Ende hin geboten. Till the End of Time ist wieder Spaß (beim Zuhören) pur. Bei diesem Song muß man einfach mitwippen.

Mit The Ice melts into Water folgt der ruhigste Song der CD und die etwas rauhe Stimme Dunnerys klingt weinerlich und gänsehauterzeugend. Herrlich! Das Instrumentalstück Charlie (etwas zu lang geraten und daher etwas langweilig) beschließt dieses hervorragende, zeitlose und anspruchsvolle Rock-Meisterwerk.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.8.2002
Letzte Änderung: 2.8.2002
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Ich sehe das etwas anders als Kollege Mensing. Für mich ist ihr drittes Album das schwächste der 80er-Jahre "It Bites"-Inkarnation. Weil es den mit Once Around The World eingeschlagenen Weg nicht fortsetzt, sondern Richtung Hardrock abzweigt. Hatte man dort noch perfekt Neoprog und 70er Jahre Progelemente mit 80er Jahre Pop verschmolzen, wird hier grösstenteil nur noch straight gerockt. Das bringt zwar auch einen ordentlichen Spassfaktor mit sich, ist aber für mein Dafürhalten um einiges weniger interessant als der Vorgänger. Wer auf eine rockigere, gitarrenbetontere Art des immer noch sehr eigenen Stils der Mannen um Francis Dunnery steht, der wird mit dem von Reinhold Mack (Queen, Rolling Stones) produzierten Album aber sicher auf seine Kosten kommen. Die Stücke sind kürzer, geradliniger arrangiert und ohrwurmiger.

Dunnery sagte damals, dass er mit dem virtuoseren und technischeren Stil von "Once around the World" nicht so zufrieden gewesen sei. Man wollte damals einfach zeigen, dass man auch "proggy" sein kann. Nun aber wollte er einfach nur wieder "gute Songs" schreiben. Interessanterweise bat man Roger Dean um die Gestaltung des Covers. Sehe ich Roger-Dean-Artwork, dann denke ich an Yes. Und denke ich an Yes, dann denke ich an die Seele des Prog. Aber nicht an Hardrock. Von daher ist das Cover eigentlich total unpassend.

Neben harten "Abgehrockern" finden sich Rockballaden und AOR-Nummern auf "Eat me in St.Louis". Alles ganz schön, straight, eingängig. Aber irgendwie auch langweilig. Die interessantesten Stücke finden sich für mich auf der Bonus-CD. "Having a good day" atmet den Geist der Vorgänger und bringt eine wohltuende instrumentale Verspieltheit mit sich (schönes Gitarren/Piano-Zwiespiel zu Anfang), der Refrain erinnert allerdings etwas an "Calling all the Heroes". Die "Reprise" ist eine interessante, wenn auch etwas zu lang geratene, Bass-Gitarren Spielerei. Wird gegen Ende immer intensiver. Das abschliessende "Bullet in the Barrell" ist wieder straighter Rock.

Obwohl das Album damals in einschlägigen Rockmagazinen gute Kritiken erhielt und man mit Jethro Tull und den Beach Boys auf Tour ging, gelang der grosse kommerzielle Durchbruch nicht. Ein Jahr später verliess Dunnery die Band.

Once Around the World bleibt für mich das interessanteste Album von It Bites.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.3.2012
Letzte Änderung: 19.3.2012
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von It Bites

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 The Big Lad In The Windmill 3.50 3
1988 Once Around The World 9.50 2
2007 When The Lights Go Down 10.00 1
2008 The Tall Ships 8.00 2
2011 It Happened One Night 8.00 1
2012 Map Of The Past 9.00 1

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