Night On Bald Mountain
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Passport Records |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jim Cuomo |
Drums, Percussion, Lead and Backing Vocals |
| Brian Hough |
Hammond, Pipe Organ, Celeste, Backing Vocals |
| Ryche Chlanda |
Electric and Acoustic Guitars, Electronic Devices, Vocals |
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| Frank Petto |
Piano, E-Piano, ARP 2600, Mellotron, Electronic Strings, Oberheim DS-2, Vocals |
| Martyn Biglin |
Bass, 12-String Guitar, Bass Pedals |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Les Cathèdrales
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11:00
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| 2. |
Centurion
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4:46
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| 3. |
The Fireballet
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5:15
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| 4. |
Atmospheres
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3:40
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| 5. |
Night On Bald Mountain
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18:55
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| Gesamtlaufzeit | 43:36 |
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Rezensionen

Mit dem Album "Night On Bald Mountain" der amerikanischen Band Fireballet liegt ein kleines Juwel des 70er Jahre Progressive Rocks vor. Das im Jahr 1975 veröffentlichte Debüt wurde von Ian McDonald produziert, der ja als Mitglied der Anfangsformation von King Crimson bekannt sein dürfte. Stellenweise steuerte er auch noch gekonntes Saxophon- und Flötenspiel bei. Stilistisch ist die musikalische Ausrichtung der Amerikaner aber nicht mit der Band des Produzenten vergleichbar. Stattdessen hatten sich Fireballet der dramatischen Variante der progressiven Rockmusik verschrieben.
Schon der Opener "Les Cathèdrales" überzeugt durch ausgefeilte Arrangements und tendiert im weiteren Verlauf nach eher bedächtigem Beginn in Richtung des von Pathos und Dramatik geprägten Bombastsounds, wobei ausdrucksstarker Gesang und temporeiche Tastenläufe diese kraftvolle Ausrichtung noch untermauern. Sobald aber tempomäßig ein Gang zurückgeschaltet wird, sind Genesis als großes Vorbild erkennbar, was besonders im Fall der Ballade "Atmospheres" erkennbar ist, wo sich eine filigrane Eleganz bemerkbar macht. Ganz dezent ist im Hintergrund ein Mellotron hörbar, das in Verbindung mit dezentem Gitarren- und Klavierspiel für eine wahrhaft zauberhafte Atmosphäre sorgt. Somit wird hier insbesondere der Anhänger des symphonischen Progsounds angesprochen und auch vollkommen überzeugt.
Trotz der Seelenverwandtschaft mit Genesis sind Fireballet keinesfalls ein Klon, sondern zelebrieren auf ihrem Erstlingswerk einen ausschweifenden Symphonic Rock, der mit effektvoll ausgearbeiteten musikalischen Details aufwartet und auf diesem Wege eine fast schon ergreifenden Dynamik erzeugt. Dennoch wird an keiner Stelle hohler oder selbstgefälliger Bombast geboten. Vielmehr glänzen sämtliche Kompositionen mit einer selten anzutreffenden Wärme. Hierzu passt auch der ausdrucksstarke Lead-Gesang des Schlagzeugers Jim Cuomo und wie viele amerikanische Bands boten Fireballet stellenweise auch einen ausgefeilten Chorgesang.
Nachdem in Form von solch dramatischen Miniepen wie "Centurion" und "The Fireballet" auch im eher kompakten Songformat der ganze Zauber des klassischen Progs entfaltet wird, holen die Amerikaner mit dem abschließenden Titelsong "Night On Bald Mountain" zum dramatischen Finale aus und ziehen wahrlich alle Register ihres Könnens. Auf der schon hinlänglich bekannten Musorgsky-Komposition basierend steigert sich dieser Titel zu einer aktionsreichen und spannungsgeladenen musikalischen Achterbahnfahrt. Gerade der dynamische instrumentale Mittelteil ist das absolute Highlight des gesamten Albums.
Auf jeden Fall ist "Night On Bald Mountain" ein Highlight des amerikanischen 70er Jahre Progressive Rocks, das mitreißenden Bombast bietet. Ein klitzekleiner Wermutstropfen ist aber die Tatsache, das die bislang vorliegende CD-Version von einer Vinyl-Platte überspielt wurde. Auch die Aufmachung der Veröffentlichung des italienischen Labels Setticlavio Records ist recht dubios. Es ist schwer zu erklären, warum aus "Night On Bald Mountain" plötzlich "Night In Bald Mountain" wird. Auch die Namen der Bandmitglieder wimmeln nur so vor Schreibfehlern. Dies untermauert den Verdacht, dass hier wohl eher eine Art Bootleg vorliegt. Als Bonus wird noch das gesamte zweite und letzte Album "Two, Too..." geboten, das aber qualitativ reichlich abfällt.
| Anspieltipp(s): |
Les Cathèdrales, Night On Bald Mountain |
| Vergleichbar mit: |
ein wenig Genesis |
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| Veröffentlicht am: |
7.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2003 |
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Die Wiederveröffentlichung der zwei Alben von Fireballet stand schon länger im Raum, gehörte besonders "Night in bald mountain" zu einer der besten sinfonischen Progressive Rock Alben aus den U.S.A. aus den End-70ern. Selbst im Billboard Magazin wurde die 1975 erschiene CD damals gelobt, wobei das Album sicherlich auch dadurch Aufmerksamkeit erlangte, dass niemand geringeres als Ian McDonald (King Crimson, Foreigner) am Produzentenpult stand und bei je zwei Titeln auch noch Saxophon bzw. Flöte beisteuerte. Zudem wurde "Night in bald mountain" mit Stereo Quadrophonie aufgenommen, einem System, welches damals unheimlich angesagt war, sich aber letztendlich nicht durchsetzen konnte.
Der Opener "Les cathédrales" kündigt sich dann auch gleich in den ersten 30 Sekunden mit einem unheimlich furiosen Beginn an, so dass es einem Angst und Bange wird, ob nun dieses Niveau gehalten werden könne. Fetter Bass, sinfonischer Breitwandsound in bester Progressive Rock Tradition, das ist genau das Holz aus dem guten Alben geschnitzt sind. Die Musik von Fireballet verbindet klassische Elemente - der Titelsong stammt im Original von Modest Mussorsky, der Herr, von dem auch "Pictures at an exhibition" stammen - mit Inspirationen von britischen Vorbildern (Genesis, Yes) in ausgeklügelter Brillanz - das knapp vierminütige "Artmospheres" klingt fast wie verlorener Teil von "Supper's ready" - aber dennoch klingen sie irgendwie amerikanisch. An mehreren Stellen drängen sich geradezu vehement Vergleiche zu ebenfalls amerikanischen Bands, wie Happy The Man und Starcastle auf.
Neben den verschachtelten Arrangements, die sehr von Dynamiksprüngen leben, ist auch ganz leichter Jazz Rock Einschlag vorhanden, der der Musik den rechten Schwung verleiht. Trotz, dass die Musik typisch nach 70er klingt, wirkt sie weder angestaubt, noch angetagt, sondern immer noch fesselnd, zeitlos schön. Gitarre und Keyboards stehen gleichberechtigt nebeneinander, vertrackte Rhythmik sorgt für Abwechslung und überrasche Stimmungswechsel, daneben kommt noch in einigen wenigen Passagen Harmoniegesang zur Geltung. Und trotz aller Komplexität und fordernder Dynamik spielen sich Fireballet direkt ins Herz.
Zwar erreicht das ebenfalls enthaltene, zweite Album "2, too" nicht das Niveau des ersten Albums, sie sind jedoch mehr als nur bloßes Füllmaterial. Insgesamt also ein wunderbares Stück Musik, bei dem es sich mal wieder zweifellos gelohnt hat, etwas länger auf die CD Wiederverwertung zu warten.
| Anspieltipp(s): |
Les cathédrales |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
8.7.2004 |
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