In C
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Cotton Casino |
Voice |
| Tsuyama Atsuhsi |
Monster bass, voice |
| Higashi Hiroshi |
Electric guitar, synthesizer |
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| Ishiraku Yoshimitsu |
Drums |
| Kawabata Makoto |
Electric guitars, violin, zuruna, synthesizer, tambura, shruti, vox |
| Terukina Noriko |
Vibraphone, glockenspiel |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
In C
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20:31
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| 2. |
In E
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16:30
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| 3. |
In D
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19:47
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| Gesamtlaufzeit | 56:48 |
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Rezensionen

"Acid Mothers Temple & The Melting Paraiso U.F.O"! Alleine der Bandname geht runter wie Öl. Und wenn dann auch noch eine Version von Terry Rileys "In C" eingespielt wird, muss man ja neugierig werden...
Acid Mothers Temple ist ein Projekt des japanischen Gitarristen Makoto Kawabata mit ständig wechselnden Besetzungen. Kawabata hat sich dem mit Haut und Haar dem Psychedelic-Sound verschrieben, den er auf unzähligen Alben mit beiner ebensovielen Gruppen und Projekten auf's neue variiert. So wundert es auch nicht, dass auch Rileys Minimalismus-Klassiker hier zu einem psychedelischen Trip umgedeutet wird. Die verschlungenen Linien und Geflechte des "Originals" oder anderer Interpretationen wie der ebenfalls auf diesen Seiten besprochenen Version der amerikanischen Band The Styrenes fehlen hier fast komplett. Stattdessen wird die Komposition um meditative "Shruti"-Drohne und wabernd-schleifende Synthesizer-Flächen erweitert, über die nach verhaltenem Anfang ein hektisch-treibender monotoner Schlagzeugrhythmus gelegt wird, über dem wiederum die von Riley vorgegebenen Motive / Riffs durchexerziert werden. Hypnotisch.
Die Eigenkomposition/-improvisation "In E" geht in eine ähnliche, hypnotisch-monotone Richtung, nur das hier heftige Schrammelgitarren dominieren, über denen minutenlang gewabert und kaum vernehmlich gekreischt wird. Der Bonus-Track "In D" schliesslich verzichtet ganz auf herkömmliche Rock-Rhythmik / Schlagzeug, sondern baut komplett auf meditative, langgezogene, wabernde Flächen, über denen einzelne Töne hin- und hergeschoben werden.
Wer auf heftig-hypnotische Psychedelik steht, wird hier sicher bestens bedient. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, als ob es sich Makoto Kawabata und seine Mitstreiter manchmal doch ein bisschen leicht machen mit ihren Alben (zumindest mit denen, die ich kenne. Wie gesagt gibt es da einen ganzen Wust von Veröffentlichungen unter verschiedenen Bannern, einen Überblick bietet das Musikmagazin UMO in seiner Ausgabe 003), die zwar rauh, ungezähmt und intensiv daher kommen, aber eigentlich nicht sonderlich anspruchsvoll beim Hören, und auch nach mehr als dreissig Jahren Psychedelic- und Krautrock-Geschichte nicht übermässig originell sind.
| Anspieltipp(s): |
In C |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.7.2003 |
| Letzte Änderung: |
22.7.2003 |
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Ich würde ja gerne Vorschreiber Udo deutlicher widersprechen, aber "In C" ist über seine fast einstündige Dauer wirklich etwas sehr monoton ausgefallen. Bei der Vorlage muss das natürlich zu einem gewissen Teil so sein, insbesondere im titelgebenden Covertrack, doch kann Minimalmusic durchaus abwechslungsreicher gestaltet sein. Die Originalkomposition Rileys (und z.B. auch sein Album "A Rainbow in Curved Air"), oder die auch schon von Udo erwähnte Version der Styrenenes, belegen dies anschaulich.
Aber auch Acid Mothers Temple haben mit "The Incipient Light Of The Echoes" vom Album "Absolutely Freak Out (Zap Your Mind!!)" oder dem Fortsetzungsalbum zu der hier rezensierten Scheibe (siehe "in o to infinity") gezeigt, wie man es besser macht. Auch wenn sich dem Minimal-Genre entsprechend Rhythmusgefüge und Melodiemuster kaum verändern, kann man solcherlei Musik doch farbiger und komplexer gestalten. Etwas verschwommen und breiig kommen die Klänge hier aus den Boxen, bestehen vornehmlich aus dezent wummernden Rhythmusmustern, durchwabert von allerlei Vibraphonklängen und Synthesizerfiepen. Die komplizierten, dicht verschlungenen Linien des Originals fehlen fast ganz.
Man kann dem Ganzen natürlich auch eine positive Seite abgewinnen. So wirkt "In C" hier fast wie eine Kraut-Adaptation, erinnert der lange Exkurs doch deutlich an die rhythmischen Endlosmuster von Neu! und Konsorten. "In E" bietet dann das "übliche" Spacegejamme der Japaner, etwas monotoner als sonst allerdings. Das abschließende "In D" dagegen besteht nur aus flächig-waberndem, sehr mächtigem Klang à la "Zeit", in dem man irgendwelche shintoistischen Ritualgesänge auszumachen meint.
Die Adaptation von "In C" ist aus erste Hör eher schwach, aber wie meist beim Acid Mothers Temple sollte man die Bezüge der Musik zu den Album- bzw. Songtiteln nicht allzu genau nehmen. Sehr hypnotisch und intensiv ist die Musik trotzdem und bis auf das eher durchschnittliche "In E" ist "In C" ein ziemlich gelungenes AMT-Album. Wer es gerne repetitiv, mächtig und krautig-kosmisch schätzt, der findet hier brauchbare Klangnahrung.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.1.2013 |
| Letzte Änderung: |
5.2.2013 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Acid Mothers Temple
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