Die insgesamt kompakt wirkenden Themen von "Quietness and ecstasy" könnten an Tangerine Dream erinnern, während die epischen Ausmaße des Stückes einen eher an Klaus Schulze denken lassen. Zusammen ergeben diese hinkenden Vergleiche die nicht selten faszinierende Musik von Bernd Kistenmacher, die zwar ohne die großen Vorbilder so nicht möglich wäre, bemerkenswerterweise aber kommt dabei die Persönlichkeit des Musikers nicht zu kurz. Die sich verdichtenden Strukturen im Mittelteil von "Quietness and Ecstasy" würde ich als Kistenmacher pur bezeichnen. Ähnliches gilt auch für "Escape from Reality", dessen Bestandteile auf mich jedoch ungewollt leicht asynchron wirken, und dessen Rhythmus mich rein klangtechnisch leider nicht überzeugt. "Ferne Ziele" bietet nach einem Schulze-artigen Intro ausgedehnte, leicht Bossa Nova-angehauchte Passagen. Eine sphärisch-elektronische Bossa Nova-Ausgabe: Eine Verbindung, die ich bisher in derart überzeugender Form noch nicht gehört habe. Das abschließende "Love Song" besteht aus romantischen Synthieflächen.
"Kaleidoscope" bleibt für mich eine interessante Platte, leider mit einem aufnahmetechnisch unausgereiften Schwachpunkt in Gestalt von "Escape from Reality".