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Jack Bruce

Songs For A Tailor

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (1997 sowie 2003 auf CD wiederveröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Blues; Jazz; Jazzrock / Fusion
Label: PolyGram
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jack Bruce vocals, piano, bass, organ, guitar

Gastmusiker

L'Angelo Misterioso (= George Harrison) guitar (1)
Harry Beckett, Henry Lowther trumpet (1,6,8)
Dick Heckstall-Smith, Art Themen sax (1,6,8)
Jon Hiseman drums (1,2,3,4,6,8,9,10)
Chris Spedding guitar (2,3,4,6,9,10)
John Marshall drums (5,7)
Felix Pappalardi vocals (5,9), percussion (7), guitar (9), production
John Mumford trombone (8)
Pete Brown words

Tracklist

Disc 1
1. Never Tell Your Mother She's Out Of Tune 03:39
2. Theme For An Imaginary Western 03:27
3. Ticket To Water Falls 02:59
4. Weird of Hermiston 02:20
5. Rope Ladder To The Moon 02:51
6. The Ministry Of Bag 02:47
7. He The Richmond 03:34
8. Boston Ball Game, 1967 01:44
9. To Isengard 05:28
10. The Clearout 02:36
Gesamtlaufzeit31:25


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Auf diesen Seiten gibt es noch einen "blinden" Fleck (na ja, vielleicht mehr als einen, aber diesen kann ich schliessen...): Jack Bruce. Bruce, eine Legende am Bass, der unter anderem Jaco Pastorius, Sting (nach deren Aussagen) und vermutlich viele andere beeinflusst hat, hat nach dem Durchlaufen einer klassischen Musikausbildung an der "Royal Scottish Academy of Music" und Stationen in diversen Bands (Alexis Korner, Graham Bond Organisation, Bluesbreakers und vor allem Cream), begonnen Solo-Alben zu veröffentlichen. Nach dem Split von Cream, während sich seine Kollegen Eric Clapton und Ginger Baker gleich in das nächste Supergroup-Abenteuer stürzten, nahm Jack Bruce sein erstes Soloalbum "Songs For A Tailor" mit der Unterstützung zahlreicher hervorragender Musiker der englischen Rock- und Jazz-Szene auf.

Die Musik auf diesem ersten Soloalbum von Jack Bruce lässt sich nur schwer kategorisieren. Bruce zeichnet für die Komposition aller Stücke verantwortlich und die Musik ist so etwas wie die Quintessenz seines musikalischen Schaffens bis dahin (eigentlich bis heute). Es ist eine faszinierende Melange aus Jazz, Blues und Rock, mit natürlich immer sehr dominanten Bass-Parts, dem expressiven Piano-Spiel von Bruce und auch mit dem aussergewöhnlichen Gesang. Jack Bruce' Stimme mag nicht in allen Ohren wohlklingend sein, aber sie ist sehr ausdrucksstark, dramatisch, emotional und hat einen hohen Wiedererkennungswert.

Wenn man überhaupt etwas negatives über dieses Album sagen kann, dann, dass es kein Prog im Sinne der Stilkategorisierung ist, sehr wohl aber progressiv im Wortsinn, vor allem wenn man den zeitlichen Kontext 1969 betrachtet. Dies wird vor allem in den jazz-rockigen Titeln wie "Never Tell Your Mother She's Out Of Tune" oder "The Ministry Of Bag" deutlich, wenn Jon Hiseman sein gediegenes (hier deutlich weniger wuselig als bei Colosseum) Drumming ertönen lässt und die Bläsersektion um Dick Heckstall-Smith fröhlich Akzente setzt. Eigentlich sind alle Titel auf so hohem Niveau, dass es keinen Sinn macht einzelne herauszuheben, aber mit "Theme For An Imaginary Western" ist Jack Bruce eine der schönsten, wehmütigsten Balladen gelungen, die ich kenne. Sehr schräg und schaurig schön, vor allem wegen des intensiven Gesangs und des ausdrucksstarken Pianospiels, sind auch "Ticket To Water Falls" und "Rope Ladder To The Moon" (was ursprünglich noch für Cream geschrieben wurde). Ein Erlebnis sind sicherlich auch die teilweise ziemlich schrägen Gitarreneinlagen (vor allem in "To Isengard") des ungewöhnlichen Gitarristen Chris Spedding, der hier einen seiner ersten grossen Auftritte haben dürfte. Witzig auch der Gastauftritt von George Harrison im ersten Track, in der Besetzungliste als "L'Angelo Misterioso" getarnt (wie schon früher auf dem "Goodbye Cream"-Album).

Die Texte stammen von Bruce' langjährigem Songwriter-Partner Pete Brown. Bruce widmete das Album einer, als "Genie The Tailor" bekannten, Modedesignerin, die nach einem Gig von Fairport Convention tödlich verunglückte. Warum er das tat, ist nicht bekannt. Dies ist zugleich das erfolgreichste Soloalbum von Jack Bruce, sowohl kommerziell, wie vielleicht auch künstlerisch.

Fazit: Freunde anspruchsvoller Rockmusik, mit einem Schuss Jazz, sollten hier auf jeden Fall zuschlagen. Eigentlich ein Fall für jede gutsortierte Musiksammlung. Jüngst wurden die Jack Bruce-Soloalben, meist mit Bonustracks, was ein bisschen über die anachronistische Spielzeit von knapp 32 Minuten des Original-Albums hinwegtröstet, wiederveröffentlicht. Meine Rezension basiert auf der 1997-CD-Veröffentlichung ohne Bonustracks.

Anspieltipp(s): Theme For An Imaginary Western, The Ministry Of Bag
Vergleichbar mit: im weitesten Sinne mit Colosseum, aber eigentlich eigenständig
Veröffentlicht am: 25.10.2003
Letzte Änderung: 25.10.2003
Wertung: 13/15
eigentlich wohl ein 15-Punkte-Album, aber ein paar Abzüge weil's eben kein klassischer Prog ist...

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 2)


Die von Thomas erwähnten Blues-Elemente kann ich auf "Songs for a tailor" eigentlich nicht erkennen. Die Grundstrukturen des Albums scheinen mir die des Jazz-Rock zu sein, so dass viele musikalische Ähnlichkeiten mit Colosseum und nur wenige mit Cream feststellbar sind. Bruce selbst sagte auch dazu, er wollte dass an dieser Platte möglichst nichts an Cream erinnert, weil er sich von diesem Trio in jeder Hinsicht eingeengt fühlte. Die originellen, zwischen balladesk und verspielt wechselnden Songs des Albums werden von komplexen Rhythmen, Bläserparts und schrägen Gitarreneinwürfen garniert, so dass dadurch entstehendes Gesamtbild auch heute noch progressiv und frisch anmutet.

Die remasterte Ausgabe von 2003 bietet vier Bonus-Tracks, als da wären die alternativen, um zusätzliche Originalspuren erweiterten Remixe von "Weird of Hermiston", "The Clearout", und "Ministry of Bag", sowie eine Demoaufnahme vom letztgenannten Song.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.10.2003
Letzte Änderung: 25.10.2003
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jack Bruce

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Things we like 12.00 1
1971 Harmony Row 12.00 1
1974 Out of the Storm 10.00 1
1977 How's Tricks 9.00 1
1980 I've Always Wanted To Do This 8.00 1
1995 BBC Live in Concert 11.00 1
1998 Live On The Old Grey Whistle Test 11.00 1
2001 Doing This... On Ice! 10.00 1
2003 The Jack Bruce Band Live '75 13.00 1
2008 Spirit - Live At The BBC 1971 - 1978 11.00 1

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