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Touch

Touch

(Archiv-Tipp 6/2006)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969
Besonderheiten/Stil: HardRock; Psychedelic
Label: Eclectic Discs
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Bordonare Schlagzeug
Don Gallucci Keyboards
Bruce Hauser Bass
Jeff Hawkes Gesang
Joey Newman Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. We Feel Fine 4:41
2. Friendly Birds 4:53
3. Miss Teach 3:29
4. The Spiritual Death of Howard Greer 8:52
5. Down at Circe's Place 4:00
6. Alesha and Others 3:05
7. Seventy Five 11:12
8. We Finally Met Today   (Bonustitel, Single 1968) 3:43
9. Alesha and Others   (Bonustitel, Alternativversion) 3:17
10. Blue Feeling   (Bonustitel, 1968 (unveröffentlicht)) 11:46
11. The Spiritual Death of Howard Greer   (Bonustitel, Alternativversion) 8:07
12. The Second Coming of Suzanne   (Bonustitel, Soundtrack 1973) 12:17
Gesamtlaufzeit79:22


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Touch waren eine kurzlebige Psychedelic-Formation aus USA. Ihr 1969 erschienenes titelloses Debüt gilt als eines der ersten, oder sogar das erste amerikanische Progressive-Rock-Album. Tatsächlich zeigen sich Touch deutlich progressiver als andere zeitgleiche Psychedeliker, die Songs sind viel variabler gehalten. Gleichzeitig hat die Musik etwas typisch "britisches", ohne Kenntnis der Herkunft der Band könnte man sie ohne weiteres dem Swinging London zuordnen. Touch haben die gleiche ungebremste Spiel- und Experimentierfreude, mit der sie unterschiedlichste stilistische Einflüsse kombinieren. So sind durchaus auch mal klassische und sogar jazzige Einsprengsel zu hören.

Im Mittelpunkt steht das kräftige Orgelspiel von Keyboarder Don Gallucci. Manchmal verleiht er der Musik eine geradezu sakrale Atmosphäre, wie im Auftakt von "The Spiritual Death of Howard Greer", einem der Höhepunkte des Albums. Dieses ansonsten sehr getragene bis feierliche Stück wandel sich im Mittelteil abrupt in ein swingendes Klavierstück, bei dem Gallucci zum Barpianisten mutiert scheint. Gitarrist Joey Newman steuert bei Songs wie "We Feel Fine" einen guten Schuss Hard-Rock bei. Etwas gewöhnungsbedürftig ist stellenweise der Gesang von Jeff Hawkes, der schon mal in schwindelerregende Höhen vordringt, allerdings ohne in Gekreische abzugleiten.

Zur Erholung gibt es zwischendurch auch mal zwei leisere Songs: "Friendly Birds", das nach von Akustik-Gitarre dominiertem Auftakt mit schönem, klassisch inspirierten Klavierspiel ohne jeden Bombast beeindruckt, sowie das leicht swingende "Alesha and Others". Auch hier glänzt Don Gallucci am Klavier.

Mit knapp 40 Minuten hat das Bonusmaterial fast den gleichen Umfang wie die regulären Titel. Neben alternativen Versionen zweier Songs und dem als Single geplanten, aber dann nicht veröffentlichten "We Finally Met Today" ist mit dem sehr getragenen "Blue Feeling" noch ein echtes psychedelisches Sahnestückchen dabei. Dieses Stück hat einige Passagen, die schon in Richtung Freiformmusik gehen. In die gleiche Richtung geht das abschließende "The Second Coming of Suzanne", eine Filmmusik mit romantisierenden Klavierpassagen, Freiformausbrüchen und einigen nahezu statischen Sequenzen.

Anspieltipp(s): The Spiritual Death of Howard Greer
Vergleichbar mit: frühe Pink Floyd oder Traffic
Veröffentlicht am: 7.3.2004
Letzte Änderung: 7.3.2004
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Die Streitereien, welches denn nun das erste reine Progressive Rock Album gewesen sei, bekommen mal wieder neues Futter. Kurz bevor "In the court of the crimson king" von King Crimson erschien, kam 1969 das bereits 1968 aufgenommene, namenlose Album von Touch heraus, welches auf klassische Weise Psychedelic und frühen Progressive Rock vereint. Kansas Mitbegründer Kerry Livgren beruft sich auf deren Inspiration, wie auch ein gewisser Mick Jagger als Bewunderer der Amerikaner herangezogen wird. Sollen sich die Historiker und Puristen weiter streiten, auf jeden Fall liefern Touch für das Jahr 1969 eine überraschende Mixtur der Stile ab.

Klar ist hier nicht alles reiner Progressive Rock per se, jedoch sind deutliche Merkmale vorhanden, ist ebenso der Einfluss von jede Menge Psychedelia, Jazz, Hard Rock, klassischem Einfluss und Klangexperimenten unbestreitbar. Substanziell bauen Touch vor allem auf expressive, verfremdete Rock / Bluesparts, leben sich in mächtigen Riffs, kraftvoller Hingabe aus. Dabei spielt sich aber immer wieder die Orgel oder Klavier als integraler Bestandteil des typischen, psychedelischen Touch Sounds nach vorne. Die Palette reicht von anschwellenden Klängen, mächtigen Akkorden bis hin zu sanfter Hintergrundbegleitung. Was zudem Touch von anderen Bands jener Zeit unterscheidet, ist das konsequente Spiel mit lauten und leisen, geradezu fragilen Parts. Überraschende Taktwechsel und teils ausufernde Instrumentalparts, die noch nicht ganz die Selbstverliebtheit späterer, noch folgender Bands erreichen, zeigen eine deutliche Richtung vor. Bisweilen fühlt man sich sogar an die frühen Alben von Yes erinnert, ohne dass sich jedoch Touch den Vorwurf des Plagiats erwehren müssen.

Dieses Album atmet den wachen, offenen Geist, der später stilistisch noch von den Protagonisten der Szene wesentlich effektiver und konsequenter ausgelebt werden sollte. Zusätzlich zum kompletten Originalalbum, haben sich Eclectic Disc nicht lumpen lassen und vier zum Teil unveröffentlichte Single- bzw. Albumversionen, sowie Alternativaufnahmen hinzugepackt. Zudem gibt es mit "The second coming of Suzanne" einen 1973 aufgenommen Beitrag zu einem Filmsoundtrack, bei dem einige Mitglieder von Touch mitwirkten. Eine sorgsam aufbereitete Zeitreise zu den Ursprüngen des Progressive Rocks.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.5.2006
Letzte Änderung: 28.5.2006
Wertung: 10/15

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