E Motive
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
8.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jay Tausig |
vocals, acoustic guitars, flute, didgeridoo |
| Frank McGlynn |
keyboards, backing vocals |
| Erik Feder |
drums, percussion, backing vocals |
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| Pags |
fretted, fretless six string basses |
| Antonio Mattera |
guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Waking In Dreams
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6:08
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| 2. |
Schtzorythmia
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7:15
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| 3. |
Love And Death
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5:51
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| 4. |
Improv: Laughing Jones Strikes His Cougar
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0:55
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| 5. |
For Me
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6:25
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| 6. |
Improv: Big Daddy in the Big House
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4:36
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| 7. |
The Ones Who Grieve
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6:56
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| 8. |
A Gathering Of Days
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4:40
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| 9. |
Improv: When Grandfather Gets Flatulent, We Kick The Dog
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2:44
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| 10. |
"In The Wink Of An Eye" excerpts:
1. Crime And Punishment 2. Locked 3. Full Circle
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6:58
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| 11. |
Reality Is Mine
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6:41
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| 12. |
Improv: We Came For The Jam, We Stayed For The Explanation (Gregory's Lament)
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3:14
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| 13. |
First Movement Symphony #25 in G min (W.A.Mozart)
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5:33
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| Gesamtlaufzeit | 67:56 |
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Rezensionen

Die Band amerikanische "E Motive" gibt es schon seit Ende der Achtziger Jahre, ihr erstes, gleichnamiges Album erschien aber erst 1998 beim kleinen Label Moonchild und sorgte gleich in Internet-Kreisen für einige Aufmerksamkeit. Die CD scheint komplett in Eigenregie erstellt worden zu sein, zumindest weist das wenig elegant wirkende, vom Gitarristen erstellte Booklet- und CD-Design darauf hin. Aber gottseidank kommt die Musik wesentlich professioneller daher, und auch an der Klangqualität gibt es nix zu meckern.
"E Motive" spielen einnehmenden Progressive Rock mit vielen Einflüssen; immer wieder habe ich in anderen Besprechungen gelesen, dass sie eine Seventies Prog-Band seien, was ich aber nicht ganz unterschreiben würde. Dieser Eindruck hört wahrscheinlich davon her, dass Keyboarder Frank McGlynn hauptsächlich analoge Sounds, darunter viel perkussive Hammond Orgel bevorzugt, aber andere Zutaten im Klangmix lassen sich mit "Siebziger Jahre" nicht so recht vereinbaren: das druckvolle, flinke, beeindruckende Schlagzeugspiel von Erik Fedler und die immer stellenweise auftauchenden heftigen Power-Chords in Antonio Matteras Gitarren-Spuren klingen dafür viel zu metallisch, ohne dass die Musik allerdings wirklich ProgMetal würde.
Die Band bedient sich soundmässig freimütig bei vielerlei Vorbildern, ohne direkt abzukupfern und schöpft so einen durchaus eigenständigen Sound: viele der knackigen Hammond-Passagen lassen an den jungen Emerson denken, wenn Sänger Jay Tausig die Flöte auspackt (was leider nur punktuell und für meinen Geschmack viel zu selten passiert) hängt schon mal ein Hauch von "Jethro Tull" in der Luft, im Opener "Waking In Dreams" erinnert eine kleine Passage mit versetztem Gesang kurzzeitig an die seligen "sanften Riesen" und Sänger Tausigs Stimme klingt abwechselnd Hammill auf "VdGGs" "H To He..." und wie David Bowie in den frühen Siebzigern.
Die Gefahr, die bei dieser Aufzählung schon deutlich wird: manchmal verliert sich der Sound für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr im cleveren Patchwork. Die Songs sind alle recht kompakt, kombinieren aber dennoch oft verschiedenste Teile, so dass mir manchmal etwas der Rote Pfaden fehlt. Als Beispiel dafür kann "For Me" herhalten: nach einem coolen, proggigen Intro mit dominanter Hammond und mauliger Gitarre kommt plötzlich und wenig passend ein mainstreamigerer Teil, in dem nicht nur der Gesang an Siebziger Jahre Bowie erinnert, der ebenso plötzlich und ohne jeden Übergang von einer kurzen Reprise des Prog-Teils abgeschlossen wird. Auch "In The Wink Of An Eye" besteht aus grundverschiedenen Teilen die kaum zusammenhalten: Soundeffektintro bis 1:28, danach fetziger Emerson-Prog mit Monstergitarre bis 2:58, dann ein Seventies-Mainstream-Teil bis 5:10, dann treibender, leicht jazziger 11/4-Prog, wieder mit einem Gruss an Emerson ("Tarkus"), sobald die Hammond einsetzt.
Die Band absolviert klasse duckvolle, komplexe, krummrhythmische, verfrickelt proggige Passagen, aber auch mainstreamige, sehr amerikanische Rock-Passagen, und in den immer wieder eingeschobenen, durchaus angenehmen Impros kann es auch mal ein bisschen atmosphärischer werden. Viel Abwechslung, aber im Endeffekt wirkt dadurch alles doch ein bisschen zu zerrissen und mir fehlt der Zusammenhalt. Dass die Platte trotzdem noch Spass macht, liegt bei mir sicher daran, dass ich mich an den Retro-Keyboards und Emerson-Erehrbietungen ganz gerne ergötze, und auch sonst schafft die Band auch einige schöne Stellen, z.B. das abgedrehte Frickel-Instrumental "Schtzorythmia", das seine Vorbilder in Nummern wie "Dream Theaters" "Erotomania" haben dürfte, auch wenn es natürlich nicht ganz dessen technische Abgefahrenheit erreicht, wobei sich allerdings "E Motive" auch nicht verstecken müssen: insbesondere Gitarrist Mattera und Schlagzeuger Fedler haben immer wieder rechte Hinhörer-Stellen.
Also: insgesamt kann man "E Motive" als wirklich proggiges, abwechslungsreiches, aber durchaus gut hörbares Album einer recht jungen Band empfehlen, dem halt etwas die innere Einheit fehlt. Vielleicht wäre beim nächsten Album, das hoffentlich kommt, ein bisschen mehr Disziplin bei der Zusammenstellung der Songs und der Produktion angebracht. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Band.
| Anspieltipp(s): |
For Me, Schtzorythmia |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
24.4.2002 |
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Wie fasst man die scheinbar einfachen Zutaten in Worte, die eine gute Scheibe zu einer sehr guten Scheiben machen? Schwierig, schwierig. Bei E Motive muss der Ansatz eher andersherum lauten: wie begründe ich, dass eine musikalisch hervorragende Scheibe dennoch nicht in höhere Regionen aufsteigt.
Nicht, dass hier gleich eine negative Grundeinstellung aufkommen soll, denn was E Motive auf ihrem namenlosen Debüt zusammengezaubert haben, ist von erster Güte, aber irgend etwas unverwechselbares fehlt noch dem Fünfer aus New Jersey. Stilistisch bezeichnen sie ihre Ausrichtung als modern progressive music. Das bedeutet: kein atonales Gequäke am Rande des Nervenzusammenbruchs (okay einige der vier Improvisationen sind nahe an diesem Qualitätsurteil dran), vielmehr wurde richtig schön in der 70er Progressive Rock Kiste gekramt.
Der Gesang wirkt eher psychedelisch den 60er Jahren entliehen. Reichlich Hammond, mit Jazz, klassischen Einfällen und gelegentlichen Improvisationen verfeinert, zeigen ein Gespür für außergewöhnliche Musik. Vor allem die Rhythmusgruppe leistet Außergewöhnliches. Durch die massige Hammond klingt's manchmal nach The Nice und ELP ("Schtzorythimia", "For me"), die Gitarre gibt sich etwas Steve Howe-angehaucht ("Waking in dreams"), um aber ebenso in Hendrix Manier fast schon sprechend zu klingen, dann geht es aber in den Improvisationen expressiv Richtung 90er ("Big Daddy in the big house").
Auf der anderen Seite der Skala stehen schmalzige Balladen, die von solch genialer Zerbrechlichkeit sind, das einem fast die Tränen kommen ("A gathering of days" mit richtig schönem Mellotron). Für den Klassikfreund gibt's als letztes Stück noch eine Adaption des ersten Satzes von W.A. Mozarts Sinfonie Nr.25 in G-Moll.
Aber doch fehlt dem selmschen Geschmack irgend etwas, was irgendwie nicht näher lokalisiert werden konnte. Es mögen die Melodien und Arrangements sein, die trotz aller Abwechslung nicht so recht den Weg in die Gehörgänge finden. Genug gerätselt E Motive sind okay und vielleicht findet der eine oder andere weniger Grund zum Mäkeln.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
22.10.2005 |
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