L'Araignée-Mal
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
12.25/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| André Balzer |
Gesang, Percussion |
| Jean-Luc Thillot |
Bass, Vocals |
| Michel Taillet |
Keyboards |
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| Alain Gozzo |
Drums |
| Richard Aubert |
Violin |
| Christian Béya |
Guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Le Photographe Exorciste
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8:17
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| 2. |
Cazotte No.1
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6:21
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| 3. |
Le Vouler D'extase
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7:33
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| 4. |
L'araignée-Mal
1. Imaginez Le Temps 6:41 2. L'araignée-Mal 5:10 3. Les Robots Debiles 3:35 4. Le Cimetière De Plastique 6:20
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| 5. |
Cazotte No.1
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12:01
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| Gesamtlaufzeit | 55:58 |
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Rezensionen

Auf Ihren zweiten Album von 1975 schafft die ansonsten eher symphonisch ausgerichtete französische Band Atoll den Spagat zwischen klassischem Prog und fetzigem Jazzrock.
Die Prog-Seite (etwa gleich in der Eröffnungsnummer "Le Photographe Exorciste") wird dabei durch symphonische Passagen mit schwellenden Keyboards, sanften Bombast, spannend-hymnische Akkordfolgen und verspielte Arrangements repräsentiert. Dazu kommt der exaltierte, dramatische Gesang in bester französischer Tradition, der zwischen sanftem Gehauche und überdrehtem Gekreische pendelt, ohne dabei aber nervig oder zu aufdringlich zu werden! Das erinnert hier und da - vor allem in den sanfteren Passagen - leicht an Genesis, klingt mal nach Relayer-Ära Yes oder auch - dank angeschrägter Gitarren-Einlagen - ein bisschen nach King Crimson, aber nie wirklich abgekupfert.
Die Jazzrock-Seite haut dann mit "Cazotte No.1" voll rein: spannende, druckvolle Solo-Duelle zwischen Violine und Gitarre lassen ein ums andere Mal den Geist des Mahavishnu Orchestra über den Wassern schweben. Dabei schaffen es Atoll, nicht nur von der stets vorhandenen unterschwelligen Power, sondern auch von der instrumentalen Virtuosität her durchaus mit McLaughlin und Co. mitzuhalten. Erwähnt werden muss auch das gleichermassen agile wie kraftvolle Schlagzeugspiel, das die Musik ständig vorantreibt, ohne die Basis zu vernachlässigen.
"Le Vouler D'extase" und das lange, viergeteilte Titelstück verbinden schliesslich beide Aspekte zu einem einheitlichen Ganzen. Insgesamt ist L'Araignée-Mal eine eindrucksvolle Platte, die jedem Freund des klassischen Siebziger Jahres Sounds ans Herz gelegt werden kann, der auch mit verfrickelten Instrumental-Duellen glücklich sein kann. Die CD-Wiederauflage von Musea ist obendrein in einem sehr hübsch aufgemachten Mini-LP-Sleeve inklusive einem Live-Bonustrack und mit ausführlichen Liner Notes erschienen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
20.4.2004 |
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Den Ausführungen von Udo kann voll und ganz beigepflichtet werden. Mit "L´Araignée-Mal" ist den Franzosen Atoll mit dem damaligen Neuzugang Christian Beya an der Gitarre eine außerordentliche Qualitätssteigerung gelungen. Mit der vorübergehenden Zugehörigkeit des Geigers Richard Aubert war der Grundstein für eine jazzrockige Ausrichtung im Kielwasser das Mahavishnu Orchestras gelegt worden, wobei aber die symphonisch-progressive Rocktradition keinesfalls zu kurz kam.
Zartgliedriger Bombast, der von elegischen Synthieflächen dominiert wird, zeigt sich hier optimal mit frickeligen und furiosen Jazzrock-Elementen versponnen und zu einer spannungsgeladenen Symbiose vereint. Aus einem getragenen Songansatz heraus entwickeln sich die Kompositionen allmählich in Richtung eines vibrierenden Fusion-Sounds. Da dürfen sich Gitarre und Geige erst einmal ein wenig beschnuppern, um sich dann kurz darauf in fulminanter Manier zu duellieren.
Nach diesen instrumentalen Exzessen sorgen dann immer wieder entspannt-symphonische Einlagen für einen willkommenen Ruhepol. Sänger André Balzer ist es gelungen, sich dieser stilistischen Mixtur sehr gut anzupassen. Sein gesanglicher Vortrag variiert zwischen gefühlvoll gehauchten Passagen und emotionalen Ausbrüchen in der typischen französischen Theatralik. Selten wurde solch ein gelungener Schulterschluss von zurückhaltender Symphonik und musikalischer Ekstase auf einen Tonträger gebannt.
| Anspieltipp(s): |
Le Photographe Exorciste |
| Vergleichbar mit: |
symphonisches Mahavishnu Orchestra |
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| Veröffentlicht am: |
21.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
21.8.2004 |
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Hier liegt mal wieder ein zu Unrecht kaum bekanntes Meisterwerk aus dem goldenen Jahrzehnt des Prog vor. Den Franzosen von Atoll gelingt es auf L'Araignée-Mal, klassischen symphonischen Progressive Rock mit treibendem Jazzrock zu einer spannenden Einheit zu verbinden.
Für die symphonische Seite sorgen vor allem die ausladenden Synthieflächen, die auch schon mal spacig-schwebend in Camel'schem Stil gehalten sind, die jazzige Seite wird hauptsächlich vertreten durch das virtuose Geigenspiel von Richard Aubert sowie den nicht weniger beeindruckenden Christian Béya an der Gitarre. Dazu deklamiert Sänger André Balzer die Texte im einem Ange-Sänger Christian Decamps nicht unähnlichen Stil.
Symphonik-Freaks ohne Scheu vor Jazz-Passagen liegen hier goldrichtig!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
20.8.2006 |
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Die böse Spinne - so lautet wohl der Titel dieses Albums übersetzt (wenn mich mein wenig Schulfranzösisch nicht ganz verlassen hat, man verbessere mich bitte). Obwohl ich die französische Sprache so rein gar nicht mag, gefällt mir dieses Album ausgesprochen gut.
Zum einen schafft es Sänger André Balzer, theatralisch und effektvoll zu singen, zum anderen hat er auch noch eine recht angenehme Klangfarbe, die herrlich zum druckvollen und kräftigen Sound der Franzosen passt. Überhaupt begeistert das Album durch eine Wahnsinns-Power, vom ersten bis zum letzten Akkord. Die Mischung aus jazzigen Parts und symphonischen Klang ist nicht so ganz fremd. Denn, wie ich finde, erinnern Atoll auf diesem Album durchaus auch an italienische Größen wie Banco Del Mutuo Soccorso oder Area.
Dieses Album hat einen großen Unterhaltungswert, der durch den Bonustrack, eine Liveversion von Cazotte No.1, noch gesteigert werden kann. Von daher sei dieser Klassiker unbedingt empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
Cazotte No. 1 |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
15.3.2008 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Atoll
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