Moroccan Roll
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Charisma |
| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| John Goodsall |
guitars, sitar, vocal |
| Percy Jones |
bass, autoharp, marimba |
| Robin Lumley |
Fender Rhodes, piano, mini-moog, A.R.P., Roland string synth, clavinet, vocal, autoharp |
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| Phil Collins |
drums, vocals, piano |
| Morris Pert |
percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sun In The Night
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4:25
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| 2. |
Why Should I Lend You Mine
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11:16
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| 3. |
...Maybe I'll Lend You Mine After All
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2:10
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| 4. |
Hate Zone
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4:41
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| 5. |
Collapsar
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1:35
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| 6. |
Disco Suicide
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7:55
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| 7. |
Orbits
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1:38
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| 8. |
Malaga Virgin
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8:28
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| 9. |
Macrocosm
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7:24
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| Gesamtlaufzeit | 49:32 |
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Rezensionen

Mit ihrem zweiten Album entwickeln "Brand X" den Sound ihres Erstlings "Unorthodox Behaviour" weiter. Viele der bekannten Elemente sind immer noch vorhanden: leichtfüssiger, eindrucksvoller Jazzrock mit dichten Texturen von Gitarrist John Goodsall und Keyboarder Robin Lumley über der treibenden, pumpenden Rhythmus Abteilung mit Drummer Phil Collins und Bassist Percy Jones, der mit seinem blubbernden elastischen Basssound ein wesentlicher Bestandteil dieses Sounds ist.
Allerdings werden auch einige neue Zutaten in den Mix geworfen: z.B. Morris Pert als zusätzlicher Percussionist sorgt unaufdringlich für ein noch dichteres, farbigeres Klangbild. Dazu darf hier Phil Collins auch ein bisschen singen, allerdings nie in einer echten Lead-Sänger-Rolle, sondern der Gesang wird ohne Text einfach als Instrument und weitere Klangfarbe eingesetzt. Aber auch kompositorisch treten neue Einflüsse auf: gleich der Opener "Sun In The Night" verbreitet mit Sitar-Klängen und orientalischen Linien fernöstliche Atmosphäre und klingt übrigens teilweise ziemlich ähnlich zu Jon Andersons ähnlichen Experimenten auf seinem fantastischen ersten Solo-Album "Olias Of Sunhillow", wobei dieser mangels instrumentaler Fähigkeiten natürlich nicht in eine solistische Sitar-Exkursion fällt wie "Brand X" hier.
Auch die Songs zwei und drei (übrigens von Phil Collins) fallen ein bisschen aus dem Rahmen der normalerweise dichten und kompakten Fusion-Nummern, in dem sie fast spacerock-mässig dahinblubbern und entspannt jammend schweben und das kompositorische Augenmerk offensichtlich hauptsächlich auf der Sound-Textur lag. Mir persönlich ist das ganze ein paar Minuten zu lang und kann meine Aufmerksamkeit nicht über die ganze Distanz halten.
Aber schon "Hate Zone" schlägt andere Töne an (wen wundert's bei dem Namen...): aus Collins' Drum-Intro und einer kurzen "Brand X"-typischen Kaskaden-Stelle aus Gitarre und Keyboards entwickelt sich ein energischer Funk-Rock. "Collapsar" ist dann wieder eine kurze atmosphärisch dichte Keyboard-Exkursion über einem Piano-Riff a la "Tubular Bells"-Anfang. Das nachfolgende "Disco Suicide" verbindet dann sehr schön und interessant entwickelt feurigen Jazzrock a la "Return To Forever" mit einer hymnischen, am Ende fast bombastischen Melodie inklusive Rohrglocken.
"Orbits" ist dann das für den Bass, was "Collapsar" für die Keys war. "Malaga Virgen" und "Macrocosm" sind dann wieder tolle Fusion-Fetzer, das erste mit hektischem Rhythmus und rasenden "Was Al DiMeola kann, kann ich auch"-Gitarren-Läufen und Bass und Synthie-Solo über der treibenden Percussion-Abteilung, bevor in der zweiten Hälfte etwas ruhigere Töne mit Klavier und akustischer Gitarre angeschlagen werden (auch hier ist der "Romantic Warrior"-Einfluss deutlich zu hören). "Macrocosm" wirft dann in "Mahavishnu Orchestra"-Manier mitreissend den Spot auf das virtuose Duell zwischen Synthie und Gitarre. Die Jungs sind schon fit...
Mit seiner gelungenen Mixtur verschiedener Einflüsse (Asiatisches, energischer Jazz-Rock, Atmosphärisches, hymnischer Rock) ist "Moroccan Roll" ein wirklich gute und schöne Platte geworden. Einziger Wermutstropfen: die Längen in "Why Should I Lend You Mine", und das ausgerechnet so früh in der Platte. Ansonsten eine herzliche Empfehlung von mir, wenn ihr auf guten, farbigen Jazzrock steht und oder mal hören wollt, wozu Phil Collins imstande sein kann (konnte?)...
| Anspieltipp(s): |
Disco Suicide |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
4.4.2002 |
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Hier kann ich Udo nur zustimmen, nur dass ich die LP etwas höher bewerten würde, besonders im Vergleich zum Erstling.
Hier wird doch noch ein wenig abwechslungsreicher musiziert und instrumentiert als auf dem Debüt, und "Hate Zone" ist noch immer DAS "Brand X"-Stück für mich. Spiele ich immer Leuten vor, die Phil Collins für einen langweiligen Schnulzen-Opa halten. :)
Eine feine Platte! (Ein Punkt Abzug wegen des netten, aber viel zu langen "Why Should I Lend You Mine (When You've Broken Yours Off Already)"...)
| Anspieltipp(s): |
Hate Zone |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2003 |
| Letzte Änderung: |
4.8.2003 |
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Im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten schätze ich Unorthodox Behaviour aufgrund der Dichte als Gesamtwerk höher ein. Sicher, auf Morrocan Roll gibt es - ich mag es so nennen - einfach die Highlights, leider aber auch Schwachpunkte.
Diese mag ich zuerst nennen, denn sie rauben mir den Spielfluss am Anfang doch etwas. Jene beiden Collins Stücke (Nr. 2+3) sind einfach zu lang, vielleicht eine Spur zu getragen. Es passiert einfach eine Viertelstunde kaum etwas. Die Highlights jedoch wiegen dieses Manko definitiv wieder auf. Das experimentell-orientalische Sun In The Night als Opener ist durch dieses Sitarspiel und Gesang schonmal außergewöhnlich genug. Hate Zone donnert mit geballter Kraft über einen hinweg und zeigt die Virtuosität des Schlagzeugers in eindrucksvoller Größe! Meine beiden Lieblinge sind jedoch das vom grandiosen Bass geprägte, mit perlenden Pianos durchzogene und von harter Gitarre begleitete Disco Suicide und das abschließende Macrocosm, wo die Band nochmal voll aus sich herausgeht.
Wenn diese kleinen "wenns" nicht wären, könnte Morrocan Roll sicher ein gaaaanz großer Wurf gewesen sein. So ist es ein tolles Album, mit einigen wirklich großartigen Kompositionen, jedoch auch kleinen Defiziten, die es in der Gesamtwertung wieder runterkorrigieren. Dennoch meine Empfehlung, gerade für Leute, die mal in den Jazzrock einsteigen wollen.
| Anspieltipp(s): |
Disco Suicide, Macrocosm |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
9.3.2008 |
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