Clear
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Michael Sadler |
Vocals, Keyboards |
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Gastmusiker
| Chris Frazier |
Drums |
| LINO |
Guitars |
| Marcus Deml |
Guitars |
| Thomas Schmitt-Zijnen |
Keyboards |
| Tim Emmons |
Bass |
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| Fred White |
Choir |
| Will Wheaton |
Choir |
| Valerie Pinkston |
Choir |
| Lynn Fiddmont |
Choir |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Who's Sorry Now
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4.46
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| 2. |
Who's Foolin' Who
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4.58
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| 3. |
Too Much Time On My Hands
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4.46
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| 4. |
I'm Not The Enemy
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5.21
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| 5. |
Can't Let Go
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3.56
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| 6. |
Lonely
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4.03
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| 7. |
One Minute
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4.33
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| 8. |
In The Name of Love
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4.02
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| 9. |
Why We Lie
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4.37
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| 10. |
One Heart
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4.10
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| 11. |
Surrender Your Heart
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6.19
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| 12. |
Clear
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4.57
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| Gesamtlaufzeit | 56:28 |
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Rezensionen

Also die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt: Warum macht einer der Protagonisten einer bekannten Gruppe ein Soloalbum? Ein Side-Project mit anderen Musikern, dass macht ja noch irgendwie Sinn, aber ein Soloalbum? Man liebt die Gruppe für ihren Sound, für ihre Musik, eben die Gruppe und dann kommt da einer von denen daher und macht 'was eigenes... oder will er nur zeigen, dass er derjenige ist, der den Gruppen-Sound entscheidend prägt (und macht dann das Gleiche, nur ohne die Anderen)?
Besonders skeptisch bin ich ehrlich gesagt, wenn derjenige Michael Sadler heisst und sonst bei Saga singt. Der Mann ist dem "Fluch" einer ziemlich einmaligen Stimme gesegnet und damit schon entscheidend prägend für den Saga-Klang... Da wird es schwer, sich davon zu emanzipieren. Die Frage ist auch, warum dieses Album so kurz vor dem nächsten Saga-Album erscheint? Will man hier die ohne Zweifel gesteigerte Aufmerksamkeit im Saga-Umfeld nutzen?
Aber es kommt dann wie erwartet: Saga, Saga, Saga ruft die Stimme in den Ohren, aber die Musik ist halt nicht Saga... das treibt einen fast zur Schizophrenie, na ja, so schlimm ist es dann doch nicht. Aber so ein bisschen ein komisches Gefühl bleibt einfach.
"Clear" ist relaxter Pop-Rock mit Schmalz, Gospel-Einlagen, mal akustischen, mal elektrischen Gitarren und so weiter. Also zumindest die These, dass Michael Sadler eine Neigung zu gefällliger Pop-Musik hat, düfte mit diesem Album bewiesen sein. Er hat aber auch ein Händchen für nette, catchy Melodien, so dass sich das Album sehr schön anhören lässt. Und was wunder: Besonders die vielfältigen Vokal-Arrangements wissen durchaus zu überzeugen. Und schon deswegen gefällt mir das Album ein Stück weit: Ich liebe diese Stimme.
Leider ist die Musik ein bisschen lasch gespielt und so fehlt dem Album durchgängig der Drive und Groove. Die Gitarre bratzelt meist viel zu sanft, die Soli klingen ein bisschen nach Alan Parsons Project und die Keyboards dürfen sich keinem Bombast hingeben, sondern steuern ein paar - zugegebenermassen federleicht arrangierte - Klangwolken bei. Leider führt das insgesamt aber dazu, dass von der Musik wenig hängen bleibt und man sich beim Track 8 nicht mehr an den ersten erinnern kann.
Dabei ist gerade der erste Track schon das eigentliche Album-Highlight. Hier präsentiert uns Michael Sadler einen AOR-Melodic-Rocksong mit allerlei modernistischen Sounds (Wenn davon mehr auf dem Album wäre, ja dann könnte man hoffen, dass das stilbildend für die Saga-Zukunft wäre, aber so: Bitte nicht). Das kommt richtig gut. Und unvermeidlicherweise gefallen mir dann noch die beiden Saga-Sound-Alikes "I'm Not The Enemy" (der hätte sicherlich auch auf "Marathon" gepasst) und "Lonely" (das könnte direkt von der von mir sehr geschätzten "The Beginner's Guide To Throwing Shapes" entsprungen sein). So ein paar nicht-verwirklichte Ideen haben dann hier anscheinend ihr Zuhause gefunden. Einige Titel hingegen, exemplarisch seien hier "Too Much Time On My Hands" oder "One Heart" genannt, bewegen sich schon sehr nahe an der Schmalz- und Kitschgrenze...
Das Album ist sicherlich eine Empfehlung für alle diejenigen, die sich Saga-Titel im Popgewand unter weitgehendem Verzicht auf rockige Komponenten vorstellen können. Insgesamt hat das Album einen Prog-Faktor so zwischen Null und Eins (als Warnung für die Die-Hard-Progheads), ist aber sicherlich besser als die grossen Saga-Missverständnisse "Steel Umbrellas", "Pleasure & the Pain" oder gar "Wildest Dreams". Saga-Fans werden sich das Album aus Sammlergründen kaufen und dann eben zur Sammlung in den Schrank stellen.
| Anspieltipp(s): |
Who's Sorry Now, Lonely, One Heart (als Gegenstück) |
| Vergleichbar mit: |
Saga light ohne Rock-Komponente, Alan Parson Project, Mike & The Mechanics |
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| Veröffentlicht am: |
21.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
1.8.2011 |
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Michael Sadler hat es mit anderen Musikern als den üblichen Saga-Verdächtigen aufgenommen und es trotzdem geschafft, den ganz typischen blubbernd-gläsernen Sound seiner Band erneut aufzuführen; die Frage ist, ob das eine so gute Idee war, denn einerseits gibt's wahrhaft genug Saga-Platten (was sag ich - selbst in der mittelmäßig-verzichtbaren Liga der Band-Veröffentlichungen hat sich ein riesiger Scheibenhaufen angesammelt) und andererseits erwarte ich von einem Soloalbum eher die ganz persönlichen Visionen eines Bandmitglieds und nicht den Bandsound, wie er immer war.
Selbstverständlich kann sich der Michael meine persönlichen Vorstellungen von einem Soloalbum gänzlich egal sein lassen. Ich finde aber trotzdem, dass dieses Album kaum etwas enthält, das über einfachstes Pop-Gedudel hinausgeht; auch nach mehrmaligem Hören klingt ein Song ziemlich genau wie der andere, und sogar der erwähnte Saga-ähnliche Sound ist dürftiger, braver und langweiliger als bei Saga ausgefallen, eben einfach auf Belanglosigkeit reduziert. Mir gefallen allen Ernstes Sagas Trilogie-Alben von "Full circle" bis "Marathon" besser, weil sie - trotz schwacher Songs - wenigstens hier und da mal etwas Druck machen; dieser hat zwar inzwischen nur noch wenig echtes Songfundament (am wenigsten auf "Marathon"), aber was soll's: die Welt will betrogen werden, ich auch, und auf diesen Alben wird der Welt wenigstens noch geschickt ein bisschen Inhalt vorgetäuscht. Die "Clear"-Songs hingegen geben in ihren Arrangements ganz offen zu, dass keine Ideen dahinterstecken.
Lediglich mit zwei Songs kann ich ein klein wenig anfangen: das sind der zweite ("Who's fooling who"), der noch ansatzweise drängend und spannend aufgebaut ist, und der fünfte ("Can't let go"), denn der stellt mit seiner zarten Akustikgitarre immerhin noch eine halbwegs sensible Ballade dar (die mich zwar etwas an Stings Schnulzen erinnert, hier aber eine Alternative zum Sound-Einheitsbrei bietet).
Im Übrigen kann ich mir nicht einmal theoretisch vorstellen, dass der Michael mit so was noch die Charts stürmen könnte - auch nicht, wenn er ein ganz süßer Jüngling wäre, denn diese Art von Schmusepop gehört längst einer vergangenen Zeit an und dürfte sogar in den Ohren ausgesprochener Popfans mega-out sein. Und dass Michael Sadler - wie man vermutet - genug vom Saga-Einheitsbrei hat, glaube ich schon gar nicht: mehr Geschmuse mit ebenso wenig Inhalt zeigt mir vielmehr, dass er nur noch irgendwo in der Szene der sich selbst covernden Altstars präsent sein will.
Ich kann übrigens gar nicht mal behaupten, dass ich dem Pop gänzlich unaufgeschlossen gegenüberstehe. Aber ich finde jedes Album von Phil Collins anspruchsvoller als dieses, und das ist mein voller Ernst. Dennoch blicke auch ich mit einer gewissen Neugier dem neuen Saga-Album "Network" entgegen - vielleicht gibt's ja doch noch irgendwann die große Überraschung; Michael Sadler konnte sie m.E. mit "Clear" jedenfalls nicht bieten - it's clear!
| Anspieltipp(s): |
"Who's fooling who" reicht absolut aus... |
| Vergleichbar mit: |
Saga mit angezogener Bremse |
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| Veröffentlicht am: |
22.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
5.3.2012 |
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