chain.exe
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Henning Pauly |
guitars, banjo, add.bass, keys, programming |
| Matt Cash |
vocals |
| Stephan Kernbach |
keys |
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| Christian Becker |
bass |
| Eddie Marvin |
drums |
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Gastmusiker
| Michael Sadler |
vocals |
| Mike Keneally |
vocals, guitar |
| Sean Andrews |
stunt bass on 9 |
| Steve Katsikas |
saxophone |
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| Victoria Trevithick |
vocals |
| Maya Haddi |
vocals |
| Jody Ashworth |
vocals |
| Edward Heppenstall |
vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Cities Part 1
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7:10
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| 2. |
Cities Part 2
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4:46
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| 3. |
Cities Part 3
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4:42
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| 4. |
Cities Part 4
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6:07
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| 5. |
Cities Part 5
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1:06
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| 6. |
Cities Part 6
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4:54
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| 7. |
Cities Part 7
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9:26
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| 8. |
She looks like you
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4:52
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| 9. |
Eama hut
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9:51
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| 10. |
Never leave the past behind
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10:18
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| 11. |
Hot to cold
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6:33
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| 12. |
Last chance to see
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10:12
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| Gesamtlaufzeit | 79:57 |
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Rezensionen

Krasses Thema: Trockene Bratkartoffeln schmecken nicht besonders, um das gleich mal klarzustellen. Wer Kartoffeln brät, muss schon ordentlich Fett dranbuttern, damit sich das Aroma entwickeln kann, und wer Angst vor Kalorien oder Cholesterin hat, muss eben was anderes essen ? gedünstete Karotten auf Salatblättern zum Beispiel. Ich hab das schon mal dem Koch meiner Lieblingskneipe als Tipp zukommen lassen; der Mann grüßt mich immer noch freundlich ? und brät seine Kartoffeln seitdem besser.
Krasser Themenwechsel: Was ist eins der besten Stücke von Saga aus den 80ern? Ich meine, mal ganz unabhängig von den Songs, die seitdem auf Compilations oder Livealben erschienen sind: was gehört zum geilsten, das man von dieser Gruppe kennt, wozu kann man heimlich im Achteck springen, wenn einem ?Humble stance? zu poppig, ?Don't be late? zu intellektuell, ?Images? zu filigran und ?On the loose? zu prollig geworden ist? Heißt die Antwort auf diese Frage nicht ?Hot to cold?? Ist das nicht der Abrocker von Saga schlechthin, und mag er auch noch so simpel gestrickt sein? (Wer meiner Meinung ist, kann mir ja mal ein Feedback schicken, damit ich sehe, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.)
Krasser Themenwechsel: Warum ist Henning Pauly möglicherweise die Zukunft des Prog? Weil er vielleicht den Reiz guter Bratkartoffeln kennt und ein Gespür für richtig geile Songs hat? Und weil er darüber hinaus vielleicht eine Ahnung von dem Handwerk hat, das dazugehört, wenn man aus guten Rohzutaten zugleich verfeinerten Prog und knüppelharten Progmetal kochen will?
Jetzt zum richtigen Thema: Ich kenne Leute, die Henning Pauly nicht mögen. Ich kann diese Leute wirklich gut verstehen. Ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen kann einen schon ganz schön nervös machen, und es kann einen gewaltig fuchsen, wenn so einer tatsächlich an den Spruch ?Viel hilft viel? glaubt, und überhaupt ist Henning Pauly ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die bescheidene Zurückhaltung für eine Tugend halten.
Wichtigstes Thema: ?Chain.exe? ist ein so ausgereiftes Prog-Werk geworden, dass mir schwindlig davon werden könnte. Mal ganz abgesehen von Super-Produktion und einer der transparentesten Abmischungen, die sich je ein Musikfan gewünscht haben kann: Was soll ich davon halten, wenn ich von dieser Heavymultiinstrumentalistenband zunächst mal über eine halbe Stunde lang in eine Achterbahn geschleudert werde und rasend schnell durch knallharten Metal, gospelähnliche Beschwörungen, unvermittelte Accappella-Gesänge, Bluesstrukturen mit Saxophon und Banfo, Joe-Cocker-artige Souleinlagen, zerbrechliche Harfenklänge und strahlende Popgefilde sausen muss? Ganz klar, ich weiß gar nicht, auf was ich zuerst achten soll, höre das Ganze noch mal, entdecke, wie sich alles genial zusammenfügt, wie sich die Themen in immer neuen Gewändern präsentieren und kann es kaum glauben, dass eine gute halbe Stunde derart kurz sein kann und muss erst mal schlucken und Bäuerchen machen, weil das alles vielleicht doch etwas zu fett geraten ist. Aber egal ? noch?n Bier und ?ne Linie, und ich bin reif für die zweite Hälfte des Albums:
?She looks like you? ist die absolut notwendige Ballade nach dem Hammer-Longtrack, denn man muss sich ja auch mal ausruhen. Dieser Song hätte auch wunderbar einen vierzehnten Tag (=Song) auf Henning Paulys ?13 days? abgegeben. Danach wird?s wieder verfrickelt, aber wieder werden die Fäden streng zusammen gehalten: herrlich, wie z.B. in ?Never leave the past behind? mittelalterlich-drohender Gesang mit Heavy-Arrangements, aggressivem Sprechgesang und fast lyrischen Strophen zu einem Spannungsbogen aufgebaut und nach einer Weile durch ein melodisch-gefrickeltes Gitarrensolo veredelt wird ? hier zeigt sich, dass Virtuosität und Melodik sich nicht gegenseitig ausschließen müssen; dann folgt eine ungemein intensive, aber auch locker dargebotene Coverversion des erwähnten Saga-Superhits ?Hot to cold? ? gesungen von Michael Sadler selbst (!) und erweitert z.T. mit Akustikgitarre in einem locker angeschlagenen Spring-Rhythmus, aber dennoch ebenso mitrockend wie das Saga-Original. Eine weibliche Stimme zum Schluss leitet zum letzten Song über, der sich wieder einmal lyrisch-verzwickter gibt, als man zunächst erwarten würde und mehrere Sänger wie in einer Parade zu Wort kommen lässt ? neben instrumentalen Meisterleistungen verschiedenster Gitarren (inklusive Banjo), rhythmischen Kapriolen und aufblitzenden Ideen an allen Ecken. Und erst nach fast achtzig Minuten ist wirklich Schluss; es gibt bis dahin insgesamt so viel Verschiedenes und nicht sofort leicht Verdauliches zu hören, dass ich empfehlen würde, das Album zunächst mal nicht komplett durchzuspielen, sondern nach den ersten sieben Tracks erst mal eine Pause für Ohren und Verstand einzulegen...
Ich finde hier nur einen Grund, weshalb ich das Album noch nicht ganz im obersten Bewertungsbereich ansiedeln würde: gerade durch Paulys Bemühen um Komplexität kommen seine Songs noch nicht so ?catchy? rüber wie gerade der Saga-Coversong, so dass diese fremde Komposition die höchste Einprägsamkeit besitzt (jedenfalls nach dem ersten Hören). Zwar kann Pauly so was auch durchaus selbst hinbekommen (das hat er auf ?13 days? in Bestform bewiesen), aber ?13 days? war eben auch nicht so komplex angelegt und sollte es auch nicht sein. Es würde mich aber gar nicht wundern, wenn das nächste Pauly-Werk auch diesen Brückenschlag zwischen Eingängigkeit und Anspruch perfektionieren könnte: bereits jetzt ist der Abstand von ?chain.exe? zu dem Chain-Vorgänger ?Reconstruct? erheblich ? wie die Titel der Alben vielleicht schon andeuten sollen: nach der ?Rekonstruktion? des Chain-Sounds (der eben auch noch etwas ?konstruiert? wirkte) ist jetzt die ?Exekutive? (?Ausführung?) gefolgt.
Schlussthema: Verschiedene Stile, hochkarätige Musiker, tolle Sänger: erinnert das nicht alles irgendwie an Arjen Lucassens Projekte? Schon, aber Henning Pauly hat m.E. dem Lucassen etwas voraus, nämlich eine immer hörbare Freude am ?Reinbuttern? und am Ausprobieren unerwarteter Möglichkeiten. Mit Lucassen gemeinsam hat er die solide Festigkeit seiner Arbeit; beide sind keine experimentellen Avantgardisten.
Ich kann natürlich nicht wissen, ob Henning Pauly die Zukunft des Prog ist. Aber mir schmeckt, was er zubereitet, und ich glaube ganz sicher, dass für uns Progfans kein Weg an diesem Mann vorbeiführt. Da bleibt mir nur noch, einen guten Appetit ohne Freude auf Schonkost zu wünschen.
| Anspieltipp(s): |
Man muss es mal wieder ganz hören; Nostalgiker, die nur erstmal was Bekanntes wollen, können ja mit "Hot to cold" anfangen |
| Vergleichbar mit: |
so richtig tollen Bratkartoffeln... |
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| Veröffentlicht am: |
21.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
23.9.2004 |
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Henning Pauly ist einer, der greift schon gerne in die Vollen. Da kann man Hennings "Bratkartoffel-Bild" schon gut nachvollziehen und es trifft mindestens für den Opener "Cities" voll ins Schwarze. Wer also eine Bombast-Allergie hat, sollte möglichlichst einen Bogen um dieses Album machen.
Wer jedoch bereits eine Begeisterung für das Frameshift-Album entwickeln konnte, der soll hier mal 'reinhören. Henning Pauly beschreitet auch mit seiner eigenen Band den Weg zwischen bombastischen Neoprog und knüppelhartem Prog-Metal konsequent weiter. Fast möchte ich von "Neo-Prog-Metal" sprechen... und wo habe ich das schon mal verwendet? Genau, die Forgotten Suns bieten eine ähnliche kuriose musikalische Mischung, nur wo bei den Portugiesen der Neoprog bestimmend ist, kommen Chain eine deutliche Portion härter um die Ecke und nähern sich aus Richtung Prog-Metal...
Der in sieben Happen geteilte Opener "Cities" ist möglicherweise mein Song des Jahres. Diese wüste Achterbahnfahrt zwischen hartem Gitarrenriffing, tollen Soli, bombastischen Keyboard-Attacken, druckvollem Drumming gepaart mit wohlgesetzen Ruhepunkten sucht seinesgleichen. Worte reichen leider nicht wirklich, um das Erlebnis dieser 38 Minuten wiederzugeben. Mit lockerer Hand werden Gentle Giant- oder Yes-West-artige Vokalparts eingestreut und auch das Sample einer Filmmusik (oder ist das aus einer Fernsehserie?) darf nicht fehlen. Das sorgt für das nötige Augenzwinkern...
Danach ist vielleicht ein bisschen die Luft 'raus. Trotzdem enthält das Album noch weitere tolle Songs, die aber natürlich gegenüber so einem Hammer-Song wie "Cities" ein bisschen verblassen müssen.
"She Looks Like You" ist eine wunderschöne Ballade, die auch für die nötige Ruhe sorgt, bevor der Metal-Sturm mit "Eama Hut" und "Never Leave The Past Behind" wieder losbricht. Dabei kann besonders "Eama Hut" mit heftigem Gitarrengeriffe, gegensätzliche Keyboard-Parts und einem echten Killer-Refrain überzeugen. Alles in allem wirkt "Eama Hut" ein bisschen wie der rockige Bruder von "Nice Guys Finish First" vom Frameshift-Album. "Never Leave..." beginnt mit einem coolen gregorianischen Chor, entwickelt sich dann aber zu einem eher langweiligen Rocker im Dream Theater-Soundgewand.
Zum Abschluss gibt es dann noch das fast musical-hafte "Last Chance To See", welches schon ein bisschen aus der Art schlägt. Der Auftakt mit tollem Gesang zu Pianoklängen weiss sofort zu fesseln. Geschickt plaziertes Banjo-Spiel sorgt für zusätzliche Klangfarbe bevor das Ganze in einen filmmusikartigen Breitwand-Sound ausbricht. Und Mike Keneally ein überirdisches Gitarrensolo vom Stapel lässt. Gänsehaut-Alarm!
Was habe ich bisher nicht erwähnt? Richtig: "Hot To Cold".... also ehrlich 73 Minuten Musik wären auch okay gewesen. Und dann hätte dieses Album auch kaum einen Kritikpunkt ertragen müssen, aber so: Dieses Cover ist ziemlich überflüssig, weil einfach schlecht. Der Song entwickelt weder Magie noch Dynamik und sogar Michael Sadlers Gesang klingt hier schwach.
Ach ja, Gesang: Leider ist Matt Cash ein Schwachpunkt dieser Truppe. Schon auf Henning Paulys "13 Days"-Album hat er für mein Dafürhalten die schwächste Leistung abgeliefert und hier ist es nicht viel besser. Überzeugen kann mich Cash nur bei der Ballade "She Looks Like You" und im Refrain von "Eama Hut", ansonsten.... Daumen runter. Dies wird besonders deutlich, wenn die Gastmusiker (unter diesen natürlich ganz vorne Michael Sadler, der einige tolle Parts in "Cities" hat) ihre volle Power ausspielen. Vielleicht sollte Henning Pauly seinen Kumpel Edward Heppenstall als Lead Sänger von Chain engagieren.
Aber: Diese ausschweifende Neo-Prog-Metal-Mischung mit ihrem Bombast, dem Gitarrengeriffe, den zuweilen schrägen, aber coolen Keyboardssounds trifft irgendwie genau meinen Hörnerv... da fallen die paar negativen Punkte nicht so ins Gewicht: Empfehlung für Hörer ohne Bombast- und Keyboardallergie!
| Anspieltipp(s): |
Cities ;-) |
| Vergleichbar mit: |
Frameshift |
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| Veröffentlicht am: |
10.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2011 |
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Thomas hat recht, chain.exe scheint stark zu polarisieren. Und bei mir schlägt dann das Pendel auch prompt wieder in die andere Richtung aus.
Irgendwie erinnert mich das Album unwillkürlich an ein schlechtes Käse-Fondue. Kurzzeitig durchaus wohlschmeckend, im Großen und Ganzen aber doch zäh und ein unangenehmes Völlegefühl verursachend.
Im Zusammenhang mit der Musik wurde ja bei einem meiner Vorredner der Begriff Neo-Prog-Metal benutzt - das trifft meiner Meinung aber nur auf die oft schrecklichen, teilweise trommelfellzerfräsenden Keyboardsounds zu, die sich so nicht mal in den 80ern jeder getraut hat. Wenn man bei dieser meiner Kritik beachtet, daß ich ein großer Fan von Ars Nova und Gerard bin, kann man sich vielleicht denken, wie nervtötend es stellenweise wird. Als Stilbezeichnung würde ich allerdings eher AOR-Prog-Metal wählen. Irgendwie klingt das stellenweise, als ob Europe Dream Theater covern würden - und das nicht mal sonderlich gut. Hinzu kommen passagenweise noch Chöre, die zumindest für meinen Geschmack etwas gefühlsduselig und aufgetragen wirken - obwohl sicher gut gesungen. Manchmal erinnert mich das sogar fatal an meine ganz besonderen "Lieblinge" Everon. Für deren Fans sollten Chain allerdings wirklich etwas sein, die Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Kommen wir zu den spärlichen Pluspunkten. Zum einen wäre da Sagas Michael Sadler, der wie gewohnt souverän und gut singt - allerdings dabei auch klingt, als wolle er möglichst schnell seinen Gehaltsscheck abholen. Wobei selbst das reicht, um Stammsänger Matt Cash an die Wand zu singen, bei dessen Stimme ich das Charisma vermisse.
Fazit: Neuen Sänger besorgen, Keyboarder die Ürgsel-Sounds abgewöhnen, geschmackvolle Arrangements lernen - dann wird das vielleicht noch was, denn instrumentale Fertigkeiten haben die Jungs ohne Zweifel. Bis dahin heißt es "Daumen nach unten", obgleich Potential und Ambitionen sicher in ausreichendem Maße vorhanden sind.
Nachtrag: Ursprünglicherweise hatte ich hier noch geschrieben, das mich das Verwenden des Themas von "Per Anhalter durch die Galaxis" bei Last Chance to See fast an Grabschändung erinnern würde. Damit bin ich wohl etwas über's Ziel hinausgeschossen. Nachdem ich den Text genauer gelesen und beachtet habe und ihn als durchaus gelungenes Verarbeiten des Todes von Douglas Adams empfinde, möchte ich das korrigieren. In der Tat kann ich als Fan dieses Autors die dort verarbeiteten Gefühle, wenn schon nicht in der Musik, so doch im Text soweit nachvollziehen und teilen, daß mir das eine kleine Aufwertung wert ist. Die grundsätzlichen musikalischen Kritikpunkte behalte ich allerdings bei, möchte aber nochmal darauf hinweisen. daß die Note weit mehr im Geschmack der Rezensenten als im handwerklichen Geschick der Musiker begründet liegt - wie eigentlich jede Rezension.
| Anspieltipp(s): |
Eama Hut, Last Chance to See |
| Vergleichbar mit: |
Europe trifft Dream Theater |
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| Veröffentlicht am: |
11.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
12.10.2004 |
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