Snooze
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Magic Rope Music |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Linx |
vocals, back. vocals, keyboards |
| Ricardo Falcao |
guitar |
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| Johnny |
bass |
| J.C. Samora |
drums |
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Gastmusiker
| Paula Teixiera, Antonio Pedro, Pedro Soares, Diogo Sottomayor, Miguel Valadares, Zana, Teresa Dagnino |
"special guests" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dreaming of Reality
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2:44
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| 2. |
Senses
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9:48
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| 3. |
Strange Affair with the Night
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8:32
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| 4. |
Dream Killer
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19:53
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| 5. |
Floating Spirit Dimension
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1:12
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| 6. |
Pay the Price
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6:20
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| Gesamtlaufzeit | 48:29 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Struggle
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13:22
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| 2. |
Death
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1:27
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| 3. |
Angel's Embrace
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6:27
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| 4. |
A Truce
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1:31
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| 5. |
The Final Sentence
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12:10
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| Gesamtlaufzeit | 34:57 |
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Rezensionen

Vier Jahre nach ihren Debut sind die Portugiesen Forgotten Suns wieder mit einem Album am Start und dann ist es gleich eine Doppel-CD... Vier Jahre Wartezeit, weil sich inzwischen besetzungstechnisch einiges in der Band getan hat. Mitspieler kamen und gingen, letztlich blieb ein Kern von vier Musikern, bei denen der Schlagzeuger gegenüber dem Debutalbum "der Neue" ist. Der bisherige "nur" Sänger Linx übernimmt nun auch die Keyboards.
"Snooze" ist ein eigenwilliges Werk geworden, welches dem Rezensenten einige Rätsel aufgibt. Da ich das Debutalbum nicht kenne (nur von den Beschreibungen auf diesen Seiten), ist "Snooze" mein erster Kontakt mit Forgotten Suns. Daher werde ich keine direkten Vergleiche ziehen, nur soviel: Die immer wieder beschworene Marillion-Lastigkeit ist auf diesem Album praktisch verschwunden. Dafür wird ein anderer Einfluss überdeutlich, davon aber später mehr.
Was mir zunächst seltsam vorkam ist das Doppel-CD-Format für knapp 80 Minuten Musik... Hätte es da nicht auch eine Einzel-CD getan, wenn man vielleicht das eine oder andere kürzere Stück weggelassen hätte? Nein: "Snooze" ist ein Konzept-Album und da ist buchstäblich jede Note irgendwie an ihrem Platz und sollte nicht fehlen. Noch wichtiger: CD 2 enthält einen sehr schön gemachten Multimedia-Track (allerdings nur für Windows-PCs), der ein Video zum Song "Senses" enthält und vor allem die Song-Texte und das wichtige Storyboard des Konzepts. Ausserdem erfährt man noch einiges interessantes über die Irrungen und Wirrungen auf dem Weg zu "Snooze". Dies alles macht das Doppel-CD-Format vertretbar, zumal das Album oftmals kaum teuerer als eine Einzel-CD angeboten wird.
Kurz zum Konzept: Es geht um die Person X, welche eigentlich ihr Leben der Musik widmen will. Dies aber nicht auf die Reihe bekommt und daher gezwungen ist, sein Geld und Lebensunterhalt in einem verhassten "Brotberuf" zu verdienen. Nur in seinen Träumen lebt X seine Neigungen aus... bis er einen Ausbruchsversuch wagt. Linx deutet im Multimedia-Teil sanft an, dass die Geschichte gewisse autobiografische Züge trägt.
Aber nun zum wichtigsten: Der Musik. Leider ist dieser Teil auch der schwierigste Part für den Rezensenten...
Die Forgotten Suns bieten eine ziemlich verwirrende Mischung aus progmetal-artigen Attacken gepaart mit typischen Neo-Prog-Melodien und keyboard-lastigen Ausschweifungen. In dieser extremen Form habe ich das noch nicht gehört... da bauen sich Songs im typischen Dream Theater-Stil und deren kompositorischer Anmutung auf, da wird geradezu geknüppelt, sei es vom Schlagzeug, sei es das harte Gitarrenriffing. Nur um sich im nächsten Moment in komplexem Neoprog mit schönen Melodien und deutlich modernen (gelegentlich mögen manche sagen quietschigen) Keyboard-Sounds aufzulösen. Und über allem schwebt der ausdrucksstarke, charismatische Gesang von Linx (der vielleicht ein klein bisschen mit dem Sänger von Clepsydra vergleichbar ist, aber mit deutlich weniger Akzent daherkommt).
Gerade das wirklich herausragende "Epos im Epos" "Dream Killer" auf CD 1 bietet in knapp 20 Minuten die ganze Palette der genannten Stile und Verwindungen dar. Ein perfekter Neo-Prog-Metal-Rock-Longtrack! Es gibt da so einen Moment, in dem hartes Gitarrengeriffe Spannung aufbaut und dann in eine Art Glockenspiel-Synthie übergeht, begleitet von Linx' verzweifelten Aufschrei... *Zucker* Aber der Höhepunkte sind viele, wie der wirklich extrem an Dream Theater gemahnende Einstieg in das Album, "Dreaming Of Reality". Oder das tolle Keyboard-Solo im zweiten Track "Senses", welches wohl vom früheren Stammkeyboarder Miguel Valadares dargeboten wird, wie auch der moog-soundalike Beginn von "Pay The Price", bevor wieder heftig gerockt wird. Cool!
Die zweite CD besteht aus fünf Titeln, die eigentlich eine 30minütige Suite bilden. Durch seine Geschlossenheit bietet dieser "Longtrack" vielleicht noch grösseren Genuss als die erste CD, da kommt so ein bisschen das "A Pleasant Shade Of Gray"-Feeling auf... und die Musik klingt auch ein bisschen danach. Dominiert wird die Suite allerdings vom ersten Song, "Struggle", der wieder so eine Neo-Prog-Metal-Hymne par excellence darstellt. Als Kontrast gibt es dann aber auch die wunderschöne, vom E-Piano und zweistimmigem Gesang (eine der Gastmusikerinnen greift hier ein) getragene, Rock-Ballade, "Angels' Embrace".
Neben dem tollen Gesang (und Keyboard-Bedienung) von Linx fällt vor allem der neue Drummer J.C. Samora positiv auf. Sein sehr virtuos-percussives Spiel ist immer präsent und treibt die Songs mit einem unwiederstehlichen Groove voran. Aber auch Gitarrist Falcao lässt neben hartem Riffing wunderschöne, schwebende Soli vom Stapel (so dass auch immer ein Hauch Pink Floyd durch die Kompositionen schwebt). Bassist Johnny bevorzugt die harten, dunklen Klänge und sorgt für solides Fundament mit den tiefen Tönen.
Wenn auch nicht immer alles in dieser Neo-Prog-Metal-HardRock-Floyd-Melange der Portugiesen zusammenpasst, so ist den 'Forgotten Suns' doch ein durchaus mitreissendes Album, vor allem für Liebhaber des melodischen (keyboardlastigen) Progs mit einer gesunden Portion Härte gelungen. Musik und Konzept tragen und ergänzen einander, das macht Lust auf mehr...
| Anspieltipp(s): |
Senses, Dream Killer, Struggle |
| Vergleichbar mit: |
die späten Pink Floyd covern IQ und Dream Theater (in einem Song natürlich) ;-) |
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| Veröffentlicht am: |
5.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
5.10.2004 |
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Solche Alben, die sogar optisch so offen auf Ihre Vorbilder hinweisen (Bandname u. Bandlogo), landen bei mir immer erst einmal in einer der untersten Schubladen. Doch ich muss gestehen: Die portugiesische Band "Forgotten Suns" hat sich - nach mehreren Hördurchgängen - wieder nach oben gearbeitet.
Wie bereits oben angedeutet wurde, ist die Musik der vierköpfigen Band nicht unbedingt leicht zugänglich, es benötigt schon etwas mehr Zeit, bis der Funke überspringt. Dies liegt nicht etwa an einer zu komplexen Instrumentierung, diese ist schon im typischen Neo-Prog verwurzelt, vielmehr an den ständig wechselnden Arrangements und kompositorischen Einfällen. Eben noch recht ruhig und durchschaubar, dann sofort ein Break, und mit Einigem an Dynamik und Power wird einem Stück eine ganz neue Richtung vorgegeben. Dies geschieht häufig durch härter gespielte Gitarren Marke "Dream Theater", durch schön eingesetzte Keyboardsoli Marke "Marillion" bzw. "Enchant" oder mit kernigen und verzerrten Refrains. Markante Melodiebögen und griffige Gesangsmelodien sind zwar ebenfalls vorhanden, sie kommen aber nur sehr selten zur Wiederholung. Natürlich ist dies für den Wiedererkennungswert der Songs nicht gerade förderlich und der Hang zum Überladen leicht gegeben, doch bekommen "Forgotten Suns" fast immer rechtzeitig die Kurve. Hierfür ist der Longtrack (mit ca. 20 Minuten) "Dream killer" das Paradebeispiel: Auf der einen Seite ist er sehr abwechslungsreich und mit vielen Wendungen versehen, auf der anderen ist man zwischendurch schon mal geneigt, auf's Track-Display des CD-Players zu schauen, ob denn bereits ein anderer Song begonnen hat.
Leider sind die Songtexte nur im Multimedia-Teil nachzulesen, ein zusätzlicher Druck ins Booklet wäre vielleicht die bessere Lösung gewesen, um somit einen ständigen und tieferen Einblick in die musikalische Umsetzung zu bekommen. Das allgemeine Klangbild sowie auch der Gesang von Linx, der im übrigen auch alle Keyboards eingespielt hat, ist als ganz ordentlich zu bezeichnen.
Ansonsten ist diese Veröffentlichung für Neo-Prog-Fans, die es nicht zu harmonisch mögen, eine Empfehlung wert.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Marillion, Enchant, Dream Theater |
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| Veröffentlicht am: |
1.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
1.2.2007 |
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