Osiris
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Disjuncta / Urus Records |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Francois Cahen |
Keyboards |
| Joel Dugrenot |
Bass, Voice (Tracks 1-5) |
|
| Yochk'o Seffer |
Sax, Voice |
| Jean-My Truong |
Drums, Percussion (Tracks 1-5) |
|
Gastmusiker
| Jean-Yves Rigaud |
Violin (Tracks 1-5) |
| Marc Chantereau |
Percussion (Tracks 1-5) |
| Pierre Guignon |
Percussion (Tracks 1-5) |
| Lise Cousineau |
Vocals (Track 6) |
|
| Bill Gagnon |
Bass (Track 6) |
| Christian Saint Roch |
Drums (Track 6) |
| Michel Seguin |
Percussion (Track 6) |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Shardaz
|
4:53
|
| 2. |
Isis
|
9:37
|
| 3. |
Reinna
|
4:28
|
| 4. |
Yog
|
8:10
|
| 5. |
La Rhune
|
4:12
|
| 6. |
Montreal
|
11:45
|
| Gesamtlaufzeit | 43:05 |
|
|
Rezensionen

Im Vergleich zum Debut hat sich an der Musik von Zao auf ihrer zweiten LP nur wenig verändert. Vor den Aufnahmen zu "Osiris" hatten sich die ehemaligen Magma-Musiker Cahen und Seffer von der Sängerin Mauricia Platon getrennt. Dafür wurden zwei weitere Perkussionisten engagiert, die allerdings nicht sonderlich auffällig in Erscheinung treten. Erschienen ist das Album übrigens auf Richard Pinhas´ kurzlebigem Disjuncta-Label.
Wie schon auf "Z=7L" gibt es auch auf "Osiris" einen eher düsteren Jazzrock, angelehnt an die Klangwelt von Magma, zu hören. Gesungen wird allerdings weniger, da - wie schon angemerkt - die ursprüngliche Sängerin die Band verlassen hatte. Seffer und Bassist Dugrenot sorgen nun selbst für die wenigen, textlosen Gesangseinlagen à la Magma. Diese stakkatoartigen, jauchzend-schrägen Scat-Einwürfe sind aber um einiges dezenter und weniger anstrengend als der Gesang von Mauricia Platon auf "Z=7L". Die meisten der Stücke auf "Osiris" stellen eine Art Zeuhl-Jazzrock dar, rhythmisch pulsierend, mitunter hektisch, mit einer seltsam geheimnisvollen Atmosphäre. Die Musik wird bestimmt vom recht dominierenden, flotten Bass, flächiger Begleitung vom E-Piano und dem vorantreibendem Schlagzeug. Darüber breiten sich die Soli von Sax und elektrisch verstärkter Violine aus, mitunter ergänzt durch die schon erwähnten Vocals ("Shardaz", "Reinna", "Yog" und "La Rhune"). Einzig das von Cahen komponierte "Isis" fällt etwas aus dem Rahmen. "Isis" ist eine ruhige, getragene, leicht repetitive Nummer, dominiert vom elegischen Saxophonspiel (und einem Flötensolo ganz am Schluss) von Seffer, die nur in der Mitte, wenn Rigaud zu seinem Solo ansetzt, in die magmaesque Hektik abgleitet. Ansonsten erinnert dieses Stück eher an Canterbury-Jazzrock, besonders an Soft Machine ("Fourth" oder "Fifth").
"Osiris" ist eine sehr runde, sehr eigenständige Scheibe, die mir eigentlich besser gefällt als das Debut. Die Musik ist abwechslungsreicher und durch das weitestgehende Fehlen der kreischigen Vokaleinlagen weniger harsch und daher um einiges angenehmer zu hören. Was Udo schon zu "Z=7L" festgestellt hat, kann ich in Bezug auf "Osiris" nur wiederholen: Magma-Fans, aber auch Soft Machine-Afficionados zu empfehlen!
Zum Bonustrack des CD-Reissues kann ich als LP-Besitzer mal wieder nichts sagen. Offenbar ist das Stück aber vor den Aufnahmen zu "Osiris" entstanden.
Nachtrag: Inzwischen habe ich mir auch das CD-Reissue von Musea zugelegt. Dieses ist in klanglicher Hinsicht eine ziemliche Enttäuschung, auch wenn im Beiheft die Anmerkung zu finden ist (Zitat mit Fehlern): "Due to the loose of the master tape, this reissue has been realized from a new record. The sound and the taking off of all surface noise have been improved in the specialised professional studio Hathor in Saint Jeannet." Was auch immer hier schief gegangen ist, man hört fast ständig, vor allem mit dem Kopfhörer, knartzende und schleifende Störgeräusche, was die ruhigeren Stellen der Stücke ziemlich unhörbar macht. Schade! Zum Glück habe ich ja noch die LP. Das Bonusstück klingt allerdings einwandfrei. "Montreal" wurde im Dezember 1973 bei einer Session von Seffer und Cahen mit kanadischen Musikern der Ville Emard Blues Band mitgeschnitten. Stilistisch gibt es Ähnliches zu hören wie auf den regulären Albumtracks, etwas leichtgewichtiger allerdings und versehen mit den textlosen Vokaldarbietungen Lise Cousineaus. Nett!
| Anspieltipp(s): |
Shardaz |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
5.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
17.2.2009 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zao
Zum Seitenanfang
|