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Atheist

Piece of time

(Archiv-Tipp 1/2013)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1990 (ReRelease 2005)
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Active Records / Metal Blade / Relapse Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Kelly Shaefer vocals, guitar
Rand Burkey guitar
Roger Patterson bass
Steve Flynn drums

Tracklist

Disc 1
1. Piece Of Time 4:30
2. Unholy War 2:19
3. Room With A View 4:07
4. On They Slay 3:39
5. Beyond 3:00
6. I Deny 4:01
7. Why Bother 2:55
8. Life 3:09
9. No Truth 4:30
10. No Thruth   ("Beyond"-Demo) 4:00
11. On They Slay   ("Beyond"-Demo) 3:53
12. Choose Your Death   ("Beyond"-Demo) 3:19
13. Brain Damage   ("Beyond"-Demo) 4:43
14. Beyond   ("Beyond"-Demo) 3:15
15. Hell Hath No Mercy   ("Hell hath no mercy"-Demo) 3:05
16. On They Slay   ("On They Slay"-Demo, noch als R.A.V.A.G.E. eingespielt) 4:04
17. Brain Damage   ("On They Slay"-Demo, noch als R.A.V.A.G.E. eingespielt) 4:49
18. Undefiled Wisdom   ("On They Slay"-Demo, noch als R.A.V.A.G.E. eingespielt) 4:27
Gesamtlaufzeit67:45


Rezensionen


Von: Georg Heep


Das bahnbrechende Debut dieser Band aus Florida beweist vor allem eins: Nichts ist unprogbar!

Wie bei vergleichbaren ersten Schritten anderer späterer Entdecker-Bands ist "Piece of time" noch fest und jederzeit hörbar vor heimatlichen Gefilden, hier dem amerikanischen Death Metal der späten 80er Jahre, verankert. Der äußerst brutale "Gesang" von Kelly Shaefer, der in Ausdruck und Sprach-Rhythmik stark an Chuck Schuldiner von Death erinnert, lässt hierbei keine Missverständnisse aufkommen. Daneben gehört aber auch die omnipräsente, alle übrigen musikalischen Elemente beherrschende Stellung der Gitarre zum klassischen Death Metal Repertoire. Schädelspalt-Schlagzeug und Grunz-Gesang sind zwar charakteristische Elemente dieses Metal-Stils, im Vergleich mit der tonnenschweren, unaufhaltsam alles überschwemmenden und für immer losgelassenen Macht fies-stumpf groovender Gitarrenriffs, sind sie jedoch nur ordnendes, atmosphärisches Beiwerk. Genau hier trennen sich aber auch die Wege "normaler" Death Metal Band wie Death (die erst drei - auf den BBS nicht besprochenen - Alben), Massacre, Obituary usw. auf der einen Seite und Atheist auf der anderen Seite: Die Atheist Gitarristen können zwar auch gemein und einfach, aber sie sind nicht mehr darauf limitiert, und lassen dies auch immer wieder ungeniert durchblicken. Ungeniert vor allem deswegen, weil sie gleichzeitig nicht dazu bereit waren, bei der Verwirklichung ihrer kreativen Eskapaden auf die rohe und direkt unter die Haut gehende Energie zu verzichten, die nur in der Waffenkammer des Death Metal zu finden ist.

Als Momentaufnahmen der Reise aus dem Death Metal - Sumpf in den Prog-Olymp lassen sich auf dem Atheist-Debut drei unterschiedliche Stile ausmachen: Am seltensten wird der Hörer noch mit purem Death Metal konfrontiert, der Band-Classic "On they slay" ist hierfür das beste Beispiel. Andere Lieder ("Unholy War", "Beyond", "Life") stehen dagegen in der Tradition einer schnell heruntergezockten deutlich von den Thrash-Titanen Slayer inspirierten technischeren Death Metal-Variante, die auch Morbid Angel auf ihrem 1989 erschienen Debut ("Altars of Madness") zelebrierten. Dazwischen - und nur hier horcht der eingeschüchterte Prog-Hörer interessiert auf - versuchten sich Atheist in Kompositionen wie "Piece of time", "Room with a view", "No truth", oder "I deny" schon auf ihrem Debut an einer völlig neuartigen Mutation. Komplexes, schnelles Gitarrenspiel traf auf Death Metal-untypischen, weil nicht nur dienend agierenden, Bass und entsprechendes Schlagzeug. Unvorhersehbare Wendungen, einprägsame melodische Soli, einfach all' das, was man nur einige Jahre später mit dem Begriff Prog-Metal verbinden würde - und dennoch war es immer noch Death Metal. Ähnlich wie bei Watchtower aus Texas scheint der Impuls zum musikalischen Quantensprung ins Unbekannte seinen Ausgangspunkt in der Faszination der Musiker für Rush zu haben (Zitat Shaefer im Booklet der Wiederveröffentlichung: "No Thruth" was our first shot at exploring the crazy arrangments we heard in RUSH songs ... ). Genau wie bei den Frickel-Texanern wurde die dadurch angestoßene musikalische Entwicklung durch einen Bassist beschleunigt, der bereit war, sein Instrument wie eine Gitarre zu denken und seiner Band damit ungeahnte musikalische Möglichkeiten eröffnete.

Die Musik von Atheist wird mitunter etwas hilflos mit der Bezeichnung "Jazz-Death" zu beschreiben versucht. Zum Zeitpunkt des Debuts ist dies eindeutig noch zu hoch gegriffen, auch wenn man auf diese Weise zumindest ein Anhaltspunkt für die einmalig schizophrene Stimmung der Musik auf "Piece of time" erhält. Jedenfalls stand die Tür zur phantastischen Welt ihres Meisterwerks, dem nachfolgenden Unquestionable Presence, in vielen Liedern auf "Piece of time" bereits spürbar offen.

Ich zähle das Debut von Atheist neben "Leprosy" von Death und "From Beyond" von "Massacre" zu den drei wichtigsten amerikanischen Death Metal Alben und somit für ein klassisches "must-have". Als einsamer Wachtposten irgendwo im Grenzland zwischem stumpfen Death Metal und anspruchsvollem Prog Metal bietet es aber viel mehr, vor allem eine vielschichtige und mitreißende Hörerfahrung voller Überraschungen, die an Frische und Originalität auch 15 Jahre nach Veröffentlichung nichts verloren hat.

Die CD wurde seit 1990 mehrmals wieder neu aufgelegt. Die Version von 2000 zeichnet sich durch eine Erweiterung um sechs Demo-Bonustracks aus, ist aber nur noch schwer zu finden. Warum auch, denn 2005 ließ Relapse Records "Piece of time" erneut überarbeiten und in die CD-Regale wandern. Die zweite Wiederveröffentlichung ist nicht nur problemlos zu erwerben, sondern auch ansonsten der älteren eindeutig vorzuziehen. Neben ausführlichen Texten im Booklet wurde das Original-Album um die insgesamt acht Tracks der beiden wichtigsten Atheist-Demos und das Stück "Hell hath no mercy" ergänzt. In diesen frühen Versionen offenbaren die Stücke des Albums ihre Herkunft und entfalten einen rohen, urwüchsigen Charme. "On they slay" beispielsweise ist auf der 2005er Version von "Piece of Time" in insgesamt drei verschiedenen Versionen enthalten, was dem Hörer erlaubt, die Entwicklung des Stückes nachzuverfolgen. Er erfährt, dass "On they slay" in älteren Versionen noch durch eine klassisches Death Metal Brüllen eingeleitet wurde (in der endgültigen Albumversion ersetzte man diese Begrüßungsritual bezeichnenderweise mit einem kurzen Gitarrensolo), und er kann sehr schön nachvollziehen, wie die immer besseren Aufnahmebedingungen auch ein immer schnelleres Tempo ermöglichten. Die Bonustracks lohnen sich natürlich auch wegen der drei Stücke, die im Demo-Status hängen blieben und es auf keines der drei Alben der Band geschafft haben: "Hell hath no mercy", "Brain damage" und "Undefiled wisdom". Schließlich lehrt uns "Piece of Time - 2005", dass der Album-Track "Life" im Demo-Stadium noch einen - naja - in eine etwas andere Richtung zielenden Titel hatte: "Choose your death". So wandeln sich die Zeiten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Slayer, Morbid Angel, Death
Veröffentlicht am: 16.10.2004
Letzte Änderung: 1.3.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Atheist

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Unquestionable Presence 14.00 1
1993 Elements 12.00 1

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