On Land And In The Sea
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Tim Smith |
guitar, vocals |
| Jim Smith |
bass, vocals |
| William D. Drake |
keyboards, vocals |
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| Dominic Luckman |
drums |
| Sarah Smith |
sax |
| Tim Quy |
percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Two bites of Cherry
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3:19
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| 2. |
baby heart dirt
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3:33
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| 3. |
The leader of the Starry Skies
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3:52
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| 4. |
I hold my love in my arms
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1:11
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| 5. |
The duck and Roger the horse
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3:57
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| 6. |
Arnald
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2:49
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| 7. |
Horsehead
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1:21
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| 8. |
fast Robert
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4:04
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| 9. |
Mare's nest
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4:16
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| 10. |
the Stench of honey
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3:34
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| 11. |
buds and Spawn
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6:46
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| 12. |
the Safety bowl
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1:44
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| 13. |
the everso closely guarded line
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8:22
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| 14. |
the A.B.C.
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0:14
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| 15. |
baby heart dirt
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3:34
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| 16. |
I hold my love in my arms
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1:10
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| 17. |
Horsehead
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1:27
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| 18. |
the Safety bowl
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1:49
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| 19. |
On land and in the Sea?
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4:21
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| Gesamtlaufzeit | 61:23 |
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Rezensionen

Eine weit verbreitete Mär ist, dass der aufkeimende Punk in den späten Siebziger Jahren dem klassischen Prog den Garaus gemacht habe. Diese Legende ist aus vielerlei Gründen zweifelhaft. Auch die zur Hochzeit des Punk, 1977/8 gegründete britische Band Cardiacs - nicht zu verwechseln mit den schwedischen Perwoll-Poppern Cardigans - tritt den Beweis an, dass alles auch hätte anders kommen können. Hier wird nicht schreckhaft vor lauten, ungestümen, ungehobelten Krachmachern zurückgewichen. Hier wird assimiliert:
We will add your musicological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile. We are the Prog.
Die Cardiacs selbst nennen als Einflüsse Genesis, Gentle Giant, Gong und alle weiteren Bands mit dem Anfangsbuchstaben "G". Dies ist deutlich zu hören: vertrackte Rhythmen, ständige Stops, Breaks, Riff- und Harmonie-Wechsel, esoterische Texte findet man auf "On Land And In The Sea" allenthalben. Nur dass diese klassischen Progzutaten mit einer ordentlichen Portion punkiger "Rotz! Mich! An!"-Attitüde gewürzt werden: das penetrante, an totale Nervigkeit grenzende, treibende Schlagzeug mit deutlichen Ska-Anleihen, die dazu passenden messerscharfen Bläsereinlagen und vor allem der quäkige, in Englisch-Sein und "I Hate Pink Floyd"-Bewusstsein kaum zu übertreffende agressive "Gesang" dürfte so manches zarte Proggerherz unter einem Mahlstrom jahrzehntelang anerzogener Fluchtreflexe zitternd begraben zurücklassen. Wenn die Pogues statt zu gröhlenden Pub-Songs zu den Klängen von Gentle Giant, King Crimson und Yes aufgewachsen wären: so könnten sie klingen.
Nicht nur, dass innerhalb der einzelnen Stücke die Musik kaum einmal 10 Sekunden stillsitzen zu können scheint, die meisten Songs bleiben, wie es sich für Punker gehören würde, im Radio-freundlichen Kurzlaufzeitbereich oder darunter, ohne dabei kurzzeitgedächtnisfreundlich zu sein: es passiert einfach zu viel, das Tempo ist zu gleichförmig unerbittlich. Und ähnlich wie bei einem anfangs unheimlich erfrischenden Kaugummi, von dem man erst Minuten zu spät merkt, dass er im Mund schal und ausgekaut wurde, setzt auch hier nach einiger Zeit eine gewisse Überflutung und damit Überforderung des Hörers ein. Und, bamm!, genau in diesem Moment, genau dann, wenn man sich sicher ist, das Konzept des Albums durchschaut und hinter sich gelassen zu haben, hauen die Cardiacs dem gerade den Anflug von Überdruss empfindenden Hörer mit dem 8-Minuten Walzer "The Ever So Closely Guarded Line" eine Ladung hymnischen Bombastoverkills um die Ohren, von der berichtet wird, dass sie schon hartgekochte Neoprogweicheier in die Arme der Verzückung getrieben habe.
Genug gesagt. Wer immer noch nicht glauben mag, dass sich Pogo und Prog versöhnen lassen, ist hiermit angewiesen, einen Blick auf das grandiose Cardiacs-Video "Maresnest" zu wagen. Für alle anderen bietet "On Land And In The Sea" einen guten Einstieg.
| Anspieltipp(s): |
The Duck And Roger The Horse, The Ever So Closely Guarded Line |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.11.2004 |
| Letzte Änderung: |
13.11.2004 |
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