Reflections
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MUSEA |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Mohamed Al-Sadeqi |
guitars, vocals, bass |
| Nabil Al-Sadeqi |
drums,percussion |
| Sabah Al-Sadeqi |
lead vocals |
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| Mohammed Shafii |
lead vocals, flute, multiple moogs, memorymoog |
| Abdul Razak-Arian |
organ, micromoog, other keyboards |
| Khalid Almutawa |
bass |
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Gastmusiker
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| Sami Al Jabea |
add. keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Shades of grey
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9:13
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| 2. |
Lost and found
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5:51
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| 3. |
The circle
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7:05
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| 4. |
In the corner
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4:53
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| 5. |
The prisoner
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9:06
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| 6. |
Fire and ice
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5:46
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| 7. |
Reflections
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5:25
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| Gesamtlaufzeit | 47:19 |
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Rezensionen

Wenn irgendwer Orden für Verdienste im Prog verteilte, dann würde ich schon mal dafür plädieren, dass das MUSEA-Label einen erhält, weil es dieses Album endlich auf CD zugänglich gemacht hat ? neun Jahre, nachdem es aufgenommen wurde!
?Reflections? ist das dritte Album von Osiris. Es ist kaum zu fassen, an welch seidenem Faden seine Veröffentlichung hing: die Band wollte es zunächst 1989 auf LP herausbringen, konnte sich aber die Investition nicht leisten, weil sie ihr Erspartes für die Investition in ein Heimstudio aufgebraucht hatte. Was macht man also, wenn man zwar ein Studio zur Verfügung hat, aber keinen bezahlbaren Tonträger? Man nimmt das Album natürlich trotzdem auf, technisch perfekt sogar, und vertreibt es auf Tonband. Genau das taten Osiris; sie fanden sogar in der Engländerin Maureen Mulford eine Künstlerin, die das Cover anfertigte, und das war bereits dasselbe Cover, das später die MUSEA-CD zieren sollte. Die Band verschickte 500 Tapes an die wichtigsten Medien in Bahrain, so dass das Album sogar von lokalen Radiosendern gespielt und von Fans bestellt wurde. Aber das Album erschien nicht, denn auch die Beliebtheit im eigenen Land spülte kein Geld in die Kassen ? bis 1998 die CD endlich bei MUSEA erscheinen konnte.
Ein kurzes, aber starkes Album ist es geworden! Die Produktion ist zum ersten Mal glasklar und bestmöglich transparent, der stil ist proggiger denn je, wenn auch in einem (der Zeit der Entstehung angemessenen) Neo-Gewand ? Manches im Sound erinnert mich entfernt an Genesis der 80er (Z.T. elektronisch verstärkte Drums), gelegentlich blitzt eine Saga-Gitarre auf und trifft auf entsprechende Keyboard-Gegenparts, in der zweiten Minute (genau: nach 1:40) von ?The prisoner? höre ich für wenige Sekunden gar eine Gitarrenlinie aus Marillion?s ?The web?, aber die verschwindet so schnell, wie sie auftaucht. Was gegenüber den anderen Osiris-Alben an Gewicht verliert, sind Anleihen an Camel; den Stil (und Sound) von Gong höre ich hier nur noch einmal, in der Einleitung des Openers, aber dafür perfekt in das Album einstimmend. Der Rest dieses ersten Songs ist übrigens perfekter Pendragon-Stil, ob man?s nun mag oder nicht: nicht nur erweckt uns die Gitarre das Barrett-Feeling, nicht nur sind die Keys hier wieder einmal ein Inbegriff des Neoprog, selbst die Vokalmelodie ist durch und durch Pendragon-geprägt.
Besonders gelungen für meinen Geschmack ist der instrumentale zweite Track ?Lost and found?: der baut sich auf einer Melodie auf, die etwas verwandt ist mit der vom zweiten Track des Debütalbums ?Sailor on the seas of fate?, von dem ich ja sowieso finde, er hätte als reines Instrumentalstück mehr überzeugt. ?Lost and found? klingt wie ein gelungener Versuch, die Seele des Themas diesmal richtig hervorzubringen, indem die Keyboards es immer neu variieren und dabei bis zur Mitte immer noch einen Höhepunkt draufsetzen: das ist fast schon ein Lehrstück für die Konstruktion von bombastischen Prog-Strukturen. Das Album enthält noch ein weiteres Instrumentalstück: ?In the corner? ist ebenfalls mustergültig, zeigt es doch geradezu einen Hauch von Frickel-Rhythmik, und das im Neoprog-Mantel!
Einziges Schwachstück des Albums ist ausgerechnet der Bonustrack ?Fire and ice?, und er stört auch nicht weniger dadurch, dass er als vorletzter Song auf der CD gewissermaßen ?versteckt? wurde: seine Produktion ist hörbar schwächer ausgefallen, und seine gleichförmige Struktur lässt zu stark an Einheits-Pop denken (wenn auch sein Mittelteil brauchbare Ansätze enthält, die nach Ausbau zu schreien scheinen). Wenn ich das Album im Zusammenhang höre, neige ich dazu, ihn einfach zu überspringen. Auch der letzte Song ist alles andere als meisterhaft: er bietet Du-Di-Du-Di-Du-Keyboards bis zum Abfeiern in einem ansonsten schlicht gestrickten Rocksong. Na und? So ein Album in Bahrain fertig gestellt zu haben ist ja wohl wirklich ein Grund zum Feiern um jeden Preis?
| Anspieltipp(s): |
Lost and found (gleich mehrmals) |
| Vergleichbar mit: |
siehe oben: viel Neoprog der 80er |
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| Veröffentlicht am: |
22.12.2004 |
| Letzte Änderung: |
22.12.2004 |
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Arbeiten Pendragon jetzt unter einem Pseudonym? Wie sich die Gitarre bereits beim Opener "Shades of gray" sphärisch in die Höhe schraubt, dass erinnert doch in seiner Art sehr stark an Nick Barett und seine Mannen. Auch im weiteren Verlauf der CD ist es immer wieder die Gitarre, die die Musik von Osiris prägt. Hochmelodischer, aber durchaus spannender Neo Prog der wirklich guten Sorte.
Auf ihrem dritten Longplayer hat sich die aus dem Bahrain stammende Band von ihren 70er Wurzeln befreit und klingt nun wesentlich zeitgemäßer. Eben so, wie man Ende der 90er modernen Neo Prog britischer Prägung spielte. Der Gesang ist akzeptabel, da es aber über weite Strecken instrumental zu Werke geht, durchaus verschmerzbar. Dafür ist die Musik absolut gelungen und lässt keineswegs arabischen Ursprung vermuten. Einzig die beiden letzten Lieder "Fire and ice" und "Reflections" fallen qualitativ ab.
Weitausladende Keyboardteppiche, schöne einprägsame Melodien, Songs fast ausschließlich oberhalb der fünf- und mehr Minutengrenze und immer wieder diese Gitarre - wer seiner Neo Prog Sammlung mal einen exotischen Touch verpassen möchte, der kann sich durchaus mal bei Osiris bedienen.
| Anspieltipp(s): |
Shades of grey |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
5.3.2005 |
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