Ambrosia
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Warner Brothers |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Joe Puerta |
Bass Guitar & Lead Vocals |
| David Pack |
Guitars, Lead Vocals & Keyboards on "Lover arrive" |
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| Christopher North |
Keyboards & Vocals |
| Burleigh Drummond |
Percussion, Bassoon & Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Nice, Nice, Very Nice
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5:50
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| 2. |
Time Waits For No One
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5:02
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| 3. |
Holdin' On To Yesterday
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4:20
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| 4. |
World Leave Me Alone
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3:17
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| 5. |
Make Us All Aware
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4:29
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| 6. |
Lover Arrive
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3:13
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| 7. |
Mama Frog
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6:07
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| 8. |
Drink Of Water
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6:28
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| Gesamtlaufzeit | 38:46 |
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Rezensionen

Nach Genuss dieses Albums höre ich "Tales of Mystery and Imagination" vom Alan Parsons Project mit anderen Ohren, nicht so sehr das Album als Ergebnis, sondern was das "Project" daraus hätte machen können. Die Band, um deren Erstling es in dieser Besprechung geht war ausnahmslos am Poe-Projekt von Alan Parsons beteiligt, jedoch offenbar nicht ausreichend, sprich sie durften nicht mitkomponieren und arrangieren. Ein großer Fehler.
Schon mit dem Opener "Nice,Nice Very Nice" zeigt die Band, wie man einen an sich allenfalls radiotauglichen Song mit progressiven Elementen aufwertet. Besonders die Keyboards von Christopher North stechen hier, wie auch bei den übrigen Stücken, besonders hervor. Der Song selbst klingt ein wenig nach "Sad Cafe" und "10 cc", als Godley & Creme noch dazugehörten. Originell auch die Idee, einen Text von Kurt Vonnegut jr. als Lyrics zu verwenden.
Ähnliches gilt für "Time waits for no one". Tempowechsel, Balalaika-Einsprengsel, toller Gesang halten das Stück interessant.
"Hold on to Yesterday", geschrieben von den beiden Lead-Sängern Pack und Puerta, besticht erneut durch wilde Keyboards und überrascht mit Geigensounds a la "Van der Graaf". Wenn man den Gesang hört, mag man gar nicht glauben, dass Pack in den 80ern recht glatte Alben im Stile von Westcoast-Softies wie Richard Marx aufnahm.
Noch weniger glaubt man das bei dem blues-rockigen "World leave me alone".
"Make us all aware" würde auch heute noch Neo-Proggies stolz machen. Drohende Percussion-Einleitung, perlendes Piano und Harmoniegesang, dass man seinen Ohren nicht traut. Eine Blaupause für melodische Stücke von "Spock´s Beard", "Enchant" oder auch "Kansas".
Leises Pianospiel leitet auch "Lover arrive" ein, eine wunderschöne Ballade von David Pack. Hör gut zu, Neal Morse! Gefühl ohne Schwulst oder religiöse Verklärtheit.
Der Höhepunkt des Albums ist "Mama Frog". Hier wird alles ausgepackt, was in der Musik damals möglich war - wir erinnern uns, es war erst 1975. Gleich zu Beginn lassen "Gentle Giant" und frühe "Chicago" grüßen. Es folgen wilde Keyboard-Orgien, die Lewis Carrolls Gedicht über den "Jabberwocky" aus "Alice in Wonderland" einleiten und gemeinsam mit schrägen Geigenklängen untermalen. Das hätten sich selbst in den wilden 70ern nur wenige Prog-Bands getraut. Weiter geht´s mit freiem Jazzrock um letztlich das musikalische Thema vom Anfang wieder aufzugreifen. Mutig und genial. 15 Punkte hierfür.
"Drink of Water" mit gospelartigem Gesang - erinnert mich an die "Hollies" - zeigt, dass auch eine große Pipe Organ durchaus ihre Daseinsberechtigung neben moderneren Keyboards in der Rockmusik haben kann.
Insgesamt wesentlich mutiger und progressiver als auf dem Nachfolger "Somewhere I´ve never travelled" präsentieren sich "Ambrosia" hier in einer Form, die Alan Parsons, der hier übrigens für den Mix der Aufnahmen verantwortlich zeichnete, genau so für sein Erstlingswerk hätte nutzen sollen. "Tales of Mystery..." wäre so bestimmt ein echter Meilenstein des Progressive-Genres geworden. Eine viel zu oft übersehene Band legte 1975 ihr Meisterstück vor. Unbedingt anhören.
| Anspieltipp(s): |
Mama Frog, Lover arrive |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.5.2005 |
| Letzte Änderung: |
15.5.2005 |
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