The Origin of Consciousness
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Bill Pohl |
Guitars, bass pedals, vocals |
| John Livingston |
Drums |
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| Matt Hembree |
Bass |
| Kurt Rongey |
Keyboards, vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Julian Ur
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7:45
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| 2. |
Julian I
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2:37
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| 3. |
Love is a Vagabond King
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10:41
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| 4. |
Halo
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8:22
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| 5. |
The Canal at Sunset
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4:17
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| 6. |
Metaphor
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3:00
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| 7. |
Creeper (The Doorman, Pt. 2)
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13:27
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| 8. |
Julian II
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8:54
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| Gesamtlaufzeit | 59:03 |
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Rezensionen

"The Origin of Consciousness" ist das zweite Album der amerikanischen Band The Underground Railroad. Die Besetzung ist die gleiche wie beim Debütalbum "Through And Through" (welches ich leider noch nicht kenne).
Fünf Jahre sind ins Land gegangen, bis die Band, deren Debüt immerhin gleich für eine Einladung zum NEARfest gut war, wieder etwas von sich hören lässt. Ein lange Zeit, die aber offensichtlich ins Ausfeilen der acht Songs investiert wurde.
So präsentieren The Underground Railroad acht wahrlich ausgefeilte, bis ins letzte durchdacht wirkende Songs, die trotzdem leichtfüssig und, ja, fast unspektakulär daherkommen. Es ist faszinierend, wie es den Amerikanern gelingt relativ schräges und oftmals vertracktes derart zu verpacken, dass der Hörer eigentlich gar nichts davon mitbekommt und meint einem (relativ) melodischen RetroProg-Album zu lauschen...
Musikalisch lassen sich Bill Pohl, Kurt Rongey, John Livingston und Matt Hembree von den goldenen 70ern inspirieren, generieren aber dann ihre ganz eigene Musik daraus. Dabei ist diese nicht leicht in Worte zu fassen. Dominant sind sicherlich Gitarre und die Tasteninstrumente. Gitarrist Pohl gelingt es übergangslos von elegischen Parts in rasende Soli überzuwechseln. Dabei gelingen ihm auch ganz ordentliche Frickelparts, die jedoch niemals wie Genudel um seiner selbst willen wirken, sondern sich harmonisch in die Songs einfügen. Holdsworth ist ein gutes Stichwort, um die Gitarrenarbeit vergleichbar zu machen. Kongenial dagegen steht Keyboarder Rongey, der es manchmal ordentlich quietschen lässt. Neben allerlei flirrenden Synthies bedient er aber vor allem kompetent das (E-)Piano und setzt damit mal jazz-rockige, mal fast klassische Akzente. So solieren Piano und Gitarre ein ums andere Mal um die Wette. Dabei darfs auch schon mal nach Genesis klingen, nämlich wenn in "Love Is A Vagabond King" Hackett'sche Gitarren auf Banks'sche Keys treffen...
Schlagzeuger Livingston spielt virtuos und wuselig, so dass an der rhythmischen Front niemals Ruhe oder gar Langeweile einkehrt. Dazu kommt Basser Hembree, dessen sonorer Klang immer deutlich im Raum steht und die Songs geradezu trägt.
The Underground Railroad mischen ihr RetroProg-Fundament mit vertrackten Jazz-Rock-Fusion-Anleihen. Die schrägen Melodien und Arrangements versteigen sich mitunter bis in Avant-Prog-Regionen, zumal das Album mit längerer Laufzeit irgendwie immer schräger wird und die Musiker immer mehr aus sich herausgehen.
Gesungen wird auch und dann durchaus schön und kompetent. Gelegentliche Chor-Passagen erinnern vielleicht vage an Echolyn. Überhaupt: Vertracktere, angejazzte Echolyn sind vielleicht auch ein ganz guter Vergleichswert.
Wenn man an dem Album überhaupt etwas kritisieren möchte, ist es das Fehlen von so richtigen "catchy" Melodien. Aber das kann man verschmerzen: Ich bin ehrlich begeistert. Seitdem ich das Album habe, höre ich es fast jeden Tag und entdecke ständig neue Facetten. Was man nicht alles entdecken kann, wenn man ab und zu die Playlists der Kollegen studiert (Danke, Udo!).
"Through And Through" ist natürlich schon bestellt...
| Anspieltipp(s): |
alles hören! ...wenn's unbedingt sein muss: Auf der Band-Homepage gibt's mp3-Samples, als Einstieg: Creeper (The Doorman Pt. 2) |
| Vergleichbar mit: |
als vager Hinweis: Vertracktere, jazzigere Echolyn, aber eigentlich haben Underground Railroad einen ganz eigenen Sound gefunden... |
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| Veröffentlicht am: |
11.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
11.8.2005 |
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Thomas nimmt mir im Großen und Ganzen die Worte aus dem Mund... äh, der Feder... äh, der Tastatur.
Elegant und leichtfüßig schleichen sich wie schon bei Through And Through Komplexität und Bombast an. Die Verspieltheit sorgt zwar zum einen dafür, dass The Underground Railroads Musik nicht sofort ins Ohr geht, garantiert aber im Gegenzug auch ein interessantes Hörerlebnis beim wiederholten Auflegen. Im Vergleich zum Vorgängeralbum sind vielleicht einige ausgedehntere Solopassagen dabei, aber im Prinzip bleibt sich die Gruppe mit einer Verfeinerung ihres Sounds treu. Manche der etwas quietschigen Leadsynthesizer-Klänge müssten meines Erachtens nicht sein, aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt angesichts eines insgesamt mehr als überzeugenden Albums.
Eine kurze Anmerkung noch: ich hätte schwören können, dass eine kurze Passage, speziell ein Bassriff in "Creeper (The Doorman, Pt. 2)" eine deutliche Hommage an Presents "Le Combat" darstellt, laut Bill Pohl höchstselbst ist dies aber nicht so, zumindest nicht bewusst.
| Anspieltipp(s): |
Egal |
| Vergleichbar mit: |
Echolyn verspielter und verfrickelter |
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| Veröffentlicht am: |
12.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.8.2005 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 3 von 3)

Das ist wieder mal eine dieser CDs, bei denen mein Geist willig ist, allein das Fleisch schwach bleibt...
Underground Railroad machen eigentlich alles richtig. Toller Gesang und Chöre, komplexer Abwechslungsreichtum, instrumentale Darbietungen vom Feinsten, wunderbare Melodiebögen; das einzig offensichtliche Manko ist das zum Teil unerträgliche Keyboardgequietsche, welches Kurt Rongey aber meistenteils mit geschmackvollen Pianotönen wieder auffängt. Und tatsächlich hat das was von Echolyn (besser: vom jazzverseuchten Echolyn-Ableger Finneus Gauge), manchmal klingt es auch nach den von mir so geliebten Madrigal, und Gitarrist Bill Pohl ist auf jeden Fall ein großer Allan Holdsworth-Fan. Mancher Keyboardausbruch erinnert an Keith Emerson, Genesis standen sicherlich teilweise genau so Pate wie Gentle Giant, aber der Sound ist modern und (zu) sauber - NeoRetroProg...
Bei den ersten Durchläufen sah ich schon einen neuen Stern am Proghimmel, und letztlich kann man das auch mit gutem Gewissen vermitteln. Allerdings hat mich diese Scheibe immer noch nicht "ins Herz getroffen". Bei jedem neuen Durchlauf bin ich immer wieder angetan von der hervorragenden Darbietung, aber ich bin nicht "angemacht". Entweder die Keyboards gehen mir so "auf den Zeiger", dass ich keine Liebe zu The Origin of Consciousness entwickeln kann, oder aber die Platte ist zu verdudelt oder irgendwo fehlen die "Eier"... Ich habe keine Ahnung.
Deshalb komme ich zu dem Schluss, dass Underground Railroad eine tolle Band ist, die irgendwie an mir vorbei rauscht, aber sie rauscht beeindruckend an mir vorbei.
P.S.: Julian Ur und Creeper sind die beiden Stücke, die nicht an mir vorbei rauschen. Daher werde ich mich auch weiterhin mit der Combo beschäftigen.
| Anspieltipp(s): |
Julian Ur |
| Vergleichbar mit: |
Echolyn, Madrigal |
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| Veröffentlicht am: |
3.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.9.2005 |
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