Musica & Parole
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Ricordi |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Sandro Centofanti |
Moog, Hammond C3, Hohner Clavinet, Fender Rhodes Piano, Piano, Cowbell |
| Nicola Di Staso |
Guitars, Vocals |
| Federico D'Andrea |
Guitars, Vocals |
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| David Walter |
Drums, Percussion |
| Dino Cappa |
Bass, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Nato Oggi
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6:17
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| 2. |
-
1. a) Il Tempo E Un Buon Amico 2. b) Forse E Furia
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9:54
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| 3. |
Beyond The Fence
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6:33
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| 4. |
Musica E Parole
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4:44
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| 5. |
Pegno D'Amore
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8:03
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| 6. |
Inquinamento
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13:44
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| Gesamtlaufzeit | 49:15 |
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Rezensionen

1972 nahm die römische Gruppe Buon Vecchio Charlie ihr Debutalbum auf. Aus welchen Gründen auch immer (vermutlich war der Plattenfirma Suono das Gebotene zu gewagt bzw. nicht komerziell genug) wurde das Album, obwohl komplett eingespielt, nie fertig abgemischt und die Bänder verschwanden für fast 20 Jahre in irgendeiner Abstellkammer (erst 1990 wurde die Scheibe posthum veröffentlicht - siehe "Buon Vecchio Charlie"). Enttäuscht lösten sich Buon Vecchio Charly daraufhin auf. Der Keyboarder der Gruppe, Sandro Centofani, gründete die Band Libra, deren Erstling - "Musica & Parole" - das Thema dieser Rezension ist. Widmeten sich seine ehemaligen Kollegen mit ihrer neuen Band Bauhaus dem rein instrumentalen Jazzrock, bewegte sich Centofani mit Libra in deutlich rockorientierteren und auch eingänglicheren Gefilden, die neben Einflüssen von Jazz und Funk auch noch ein paar Überbleibsel des klassischen Progerbes von Buon Vecchio Charlie in sich aufgesogen hatten.
Mit "Nato Oggi" geht "Musica & Parole" recht beschaulich los. Zu dezenten Akustikgitarrenklängen ertönt Federico D'Andreas klagender Gesang, getragen begleitet von Orgel, E-Gitarre und Bass und einem dazwischenfiependem Synthesizer. Nach gut zwei Minuten verwandelt sich die Nummer in einen schwungvollen, jazzigen Rocker, der schliesslich in einen von A- und E-Gitarre bestimmten Jam übergeht und noch eine ganze Weile dahinrockt. Das Stück definiert schon recht gut die auf "Music & Parole" zu findenden Klänge: Eine ausgewogenen Mischung aus gediegenem Pop/Rock und funkiger Fusion, angereichert mit einigen symphonischen Progrudimenten und dominiert vom durchaus virtuosen Wechselspiel von akustischer und elektrisch verstärkter Gitarre (und dem eher durchschnittlichen Gesang). Grundiert wird das Ganze vom dahintänzelnden Bassspiel Dino Cappas, diversen Keyboardklängen Centofanis und einem recht zurückhaltenden Schlagzeug.
"Il Tempo E Un Buon Amico" ist ein recht recht harmloser Rocksong, der dann aber mit "Forse E Furia" wieder in den funkigen Jazzrock des ersten Stücks umschwingt. Der etwas wackelige Kreischgesang und die recht poppigen Begleitchöre finde ich allerdings nicht so toll. "Beyond The Fence" bietet dann sehr amerikanische wirkenden Funk. Das ist zwar nicht so ganz mein Fall, aber sehr gut gemacht (das Stück könnte fast von Sly And The Family Stone sein). Gelegentlich eingeblendete, euphorische Publikumsreaktionen sorgen zudem für Pseudolive-Atmosphäre. Mit dem Titelsong folgt dann ein ziemlich belangloser Schmalz-Pop-Song, der erstaunlicherweise nicht noch mit Zuckerstreichern zugekleistert wurde. Aber auch so ist die Nummer kaum zu ertragen.
Die letzten beiden Nummern versöhnen dann den nach der Stoptaste schielenden Rezensenten wieder. "Pegno D'Amore" ist ein schwungvoller Jazzrocker im Stil von "Forse E Furia", bei dem nur der poppige Gesang etwas stört. Das eindeutig beste Stück der Scheibe ist allerdings das abschliessende "Inquinamento". Die lange, fast ganz instrumentale Nummer - es gibt nur einen kurzen Abschnitt, in dem ein paar Sätze in römischem Dialekt gesprochen werden - ist zwar nicht furchtbar komplex geraten und glänzt auch nicht mit aberwitzigen Soli, ist aber ein sehr spannendes, ausgesprochen abwechslungsreiches und gleichzeitig melodisches, jazzig-rockiges Klanggemälde. Schön!
Das Album gefiel den Plattenbossen von Tamla Motown so gut, dass sie Libra einen Vertrag anboten. Eine eingeenglischte Version von "Musica & Parole" erschien in den USA noch im selben Jahr mit neuem Cover unter dem Titel "Libra". 1976 folgte dann das deutlich komerziellere und noch funkigere "Winter Day's Nightmare", welches man kaum noch dem Italoprog zurechnen kann. "Musica & Parole" kann man aber guten Gewissens noch in diese Stilschublade stecken, auch wenn die Scheibe kein sehr typischer Vertreter des Genres ist. Das Album sei daher dem komplettistisch veranlagten Liebhaber progressiver Klänge vom Stiefel durchaus als Sammlungsergänzung empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
21.10.2007 |
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Eigentlich hat Achim "Musica & Parole" vom geschichtlichen Hintergrund und ebenfalls inhaltlich bereits sehr ausführlich beschrieben, deswegen nur ein paar kurze Anmerkungen, warum meine ganz persönliche Sichtweise etwas begeisternder ausfällt. Gerade die mediterrane Note, die mitunter durchaus einen schmalzigen Einschlag hat (vor allem der Titelsong, als nur so vor sich triefende, aber dennoch verträumt schöne Halb-Ballade), verleiht dem Album eine angenehme, lockere Atmosphäre. Auch der Wechsel aus flotterem Jazzrock und zurückgenommenen, rockigeren Passagen wirkt gut austariert, letztendlich hängt hier wieder mal alles vom rein subjektiven Empfinden ab.
"Musica & Parole" ist deswegen nicht nur unbedingt ein Album für Komplettisten, sondern kann als nicht unbedingt lupenreines Prog/Jazzrock-Album, dennoch als durchaus gelungene Ergänzung der Italo-Sammlung gewertet werden.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.10.2007 |
| Letzte Änderung: |
2.3.2012 |
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