Argitari
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
International Audio Film |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Aronne Cereda |
Guitars, Vocals |
| Giancarlo Brambilla |
Organ, Piano, Synthesizer, Mellotron |
| Tati Locatelli |
Drums, Percussion |
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| Rino Limonta |
Bass, Guitar |
| Alex Chiesa |
Flutes, Voice (nur auf dem CD-Reissue) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
L'impossibile è possibile
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3:00
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| 2. |
Hai visto il sole?
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3:36
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| 3. |
Ho ritrovato la mia donna
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3:40
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| 4. |
Argitari
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3:39
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| 5. |
La risposta
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4:21
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| 6. |
Visione di una notte d'estate
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4:49
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| 7. |
Odiarti no
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4:32
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| 8. |
La forza di dio
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4:11
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| 9. |
Il vuoto
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3:51
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| 10. |
La donna e il bambino
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4:35
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| 11. |
La stessa lezione
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3:11
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| 12. |
Una ragione in più
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4:19
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| 13. |
Viaggio
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2:56
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| Gesamtlaufzeit | 50:40 |
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Rezensionen

"Argitari", das zweite Album von Dalton, war bis vor kurzem eine Art Fragment, ein sehr rares Fragment, aber auch der zusammengeschusterte Abgesang der Norditaliener. Nachdem die Gruppe mit ihrem Debut recht erfolgreich gewesen war, schlitterte sie Anfang 1974 in eine Krise. Flötist Alex Chiesa erlitt einen Nervenzusammenbruch und verließ die Band. Kurz darauf schied auch Gruppengründer Temi Reduzzi aus beruflichen Gründen aus. Er wurde durch Giancarlo Brambilla ersetzt. Der Manager der Daltons, überzeugt vom Starpotential der Gruppe, hatte dann auch noch die lustige Idee, dass sich die Band am Sanremo-Popfestival beteiligen sollte. Der Song der Daltons, "La donna e il bambino", fiel aber durch die Vorentscheidung, nicht nur weil die Gitarren da etwas hart rifften, sondern vor allem deshalb, weil es in dem Lied um eine Prostituierte ging. Schnell lieferte die Gruppe eine "entschärfte" Version nach ("Visione di una notte d'estate"), doch die Sanremo-Macher hatten Dalton schon längts von ihrer Liste gestrichen. Mit der Pop-Karriere der Gruppe wurde es daher nichts. Ein Glück!
Trotzdem war die Chemie in der Band nicht mehr die beste, als man sich an die Aufnahmen eines Nachfolgers von "riflessioni: idea d'infinito" machte. Neben dem eben schon erwähnten "Visione di una notte d'estate" spielte man eine Reihe von Aronne Cerreda-Kompositionen ein, die teilweise noch Überreste von den Sessions zur ersten LP waren (wobei sich die Frage stellt, warum man das Material damals nicht auf das doch ziemlich kurze Album mit aufgenommen hat). Recht lustlos nudelte die Gruppe die Musik herunter und haute das Album schnell (und schlecht abgemischt) heraus, um sich kurz darauf aufzulösen. "Argitari", was übrigens nicht der Name irgendeiner etruskischen Gottheit ist, sondern ein Akrostichon der Vornamen der beteiligten Musiker darstellt (Aronne Cerreda, Giancarlo Brambilla, Tati Locatelli und Rino Limonta), wurde daher zu einem ziemlichen Flop, den man als Italoprogsammler getrost vernachlässigen konnte.
Recht überraschen ist daher, dass btf/Vinyl Magic gerade dieses Album in ihre Italoprog-Reissue-Serie aufgenommen haben. Dort wurde "Argitari" nämlich 2005 mit Bonusmaterial und hübschem Mini-LP-Cover neu aufgelegt. Die Bonusstücke sind nicht das einzige Neue an diesem Reissue. Das Material wurde von den Bandmitgliedern (offenbar gibt es Dalton wieder!) fertig abgemischt, und Alex Chiesa hat nachträglich umfangreiche Flötenparts eingespielt, die es auf der Originalversion nicht gibt. Das Album wurde somit - mit 30 Jahren Verspätung - von der Band fertiggestellt.
Was gibt es nun auf diesem "rekonstruierten" Album zu hören? Im Beiheft des Reissues wird die Musik als eine Mischung aus Aphrodite's Child und Le Orme beschrieben. Das passt ganz gut. Eher kürzere Songs gibt es auf "Argitari" zu hören, bestimmt von Akustikgitarre und Orgel, und versehen mit recht dominantem, doch recht angenehmen, wenn auch leicht affektierten Gesang. Dazu kommt die "verspätete" Flöte, die dem Ganzen eine eigene Note verleiht. Extrem progressiv ist das Gebotene nicht und auch kaum noch mit den Klängen des Vorgängeralbums zu vergleichen. Die Musik schwankt zwischen Cantautori-Rock, Hardrock (mit etwas Tulleinschlag) und milde komplexem Prog hin und her, bleibt dabei aber immer etwas poppig. Tiefpunkt der Scheibe ist eine grauslig schmalzige Coverversion von Bob Dylans "Blowing in the wind" namens "La risposta". Ganz nett sind dagegen die beiden schon erwähnten "Sanremo"-Nummern ("La donna e il bambino", "Visione di una notte d'estate"), zwei tolle Hardrocker mit tragisch-romantischer, aber völlig unpeinlicher Italo-Atmosphäre, der instrumetale Titeltrack, "Il vuoto", in dem auch ein Cello zum Einsatz kommt, das entspannt-komplexe "Un raggione in piu" und "La forza di dio" mit umfangreichem Synthesizerpart und Blockflöteneinlage. Das abschliessende "Viaggo", das letzte Stück, welches Dalton kurz vor der Auflösung eingespielt haben, ist dann noch ein recht krachiger Hardrocker, der die Richtung aufzeigt, in welche sich die Musik der Gruppe hätte entwickeln können.
Wenn man diese vervollständigte Version von "Argitari" hört - ein ganz ordentliches, doch kaum weltbewegendes Album - fragt man sich, wie übel die Originalversion geklungen haben mag. Trotz der klanglichen und kompositorischen Verbesserungen des CD-Reissues (ich habe die Original-LP nicht und kann somit keine Vergleiche anstellen) ist "Argitari" aber sicher keine Platte, die der Italoprogliebhaber unbedingt braucht. Alles in allem ist das Gebotene nämlich reichlich unspektakulär. Ganz netten 70er-Jahre-Rock/Pop mit Italoflair und Progeinschlag gibt es hier aber trotzdem zu hören.
| Anspieltipp(s): |
La forza di dio, La donna e il bambino |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
8.7.2006 |
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