Illuminations
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jeff Sherman |
Bass, Keyboards |
| Jerry Cook |
Schlagzeug, Percussion |
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Gastmusiker
| Hugh Hopper |
Fuzz Bass (Titel 3) |
| Phil Miller |
Gitarre (Titel 15) |
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| Richard Sinclair |
Stimme (Titel 15) |
| Paul Black |
Schlagzeug (Titel 15) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Overture
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5:43
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| 2. |
Astral Transascension
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7:12
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| 3. |
Isle Of Dyslexia
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3:14
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| 4. |
Medicine Man
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5:30
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| 5. |
The Hidden Room
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3:42
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| 6. |
Crossing
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5:10
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| 7. |
My Tantric Gatito
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3:49
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| 8. |
Eclipse
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2:48
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| 9. |
Wanderlust
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2:38
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| 10. |
Eternity
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1:57
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| 11. |
Reprise
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1:35
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| 12. |
Delirium
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5:00
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| 13. |
Falling
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2:23
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| 14. |
Slightly Behind All The Time
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5:57
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| 15. |
Gaia
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6:10
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| Gesamtlaufzeit | 62:48 |
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Rezensionen

Nachdem das amerikanische Trio Glass wie viele andere kleine Progbands der 70er Jahre sang- und klanglos von der Bildfläche verschwand, meldet sich die Formation 2005 nach erfolgter Reunion in Originalbesetzung mit einem neuen Album zurück. Während andere Bands des Genres nach einer progressiven Funkstille von über einem Viertel Jahrhundert auf ihrem Reunionalbum auf der Suche nach dem Sound vergangener Tage sind oder diesen entschieden über Bord geworfen haben, knüpfen Glass nahezu nahtlos an ihre Phase aus den 70er Jahren an. Bereits damals zeigte sich der Sound der Band von einer Mixtur aus klassisch symphonischer Rockästhetik und schwirrenden Elektronikkängen geprägt. Auch im 21. Jahrhundert werden auf dem aktuellen Output "Illuminations" weit ausladende Symphosounds mit elektronisch-kühler Anmut verwoben. Hieraus entstehen pulsierende Klangflächen, die sich mosaikartig zu einem erhabenen Breitwandsound verweben. Die symphonische Wärme des klassischen Progrocks vereint sich mit elektronischer Unterkühltheit zu einem homogenen Gesamtbild. Der Instrumentalsound von Glass schwingt sich von zerbrechlicher Zurückhaltung zu angejazzt-euphorischer Versponnenheit.
Während der Einstieg in Form der "Overture" mit dem Wechsel von dynamisch glänzenden Hammondklängen und weichen Mellotronteppichen von der instrumentalen Seite her noch traditionell progressiv eingefärbt ist, wird diese symphonische Basis im weiteren Verlauf von einem behutsamen Experimentiergeist durchdrungen. Der Bogen wird dabei nie in Richtung strukturloser Avantgarde überspannt. Ganz aus dem Verborgenen tritt auch bisweilen mal eine Verbundenheit mit dem Canterburysound der Marke Soft Machine hervor. Hiervon zeugen auch Gastauftritte des Soft Machine-Musikers Hugh Hopper am Fuzz Bass im Fall des Titels "Isle Of Dyslexia" und der beiden Canterbury-Größen Phil Miller und Richard Sinclair im Schlußsong "Gaia".
Die 15 Kompositionen zeigen sich von einem zeitlosen symphonisch-experimentierfreudigen Geist durchdrungen, der in kontrastreichen Klangfarben mündet. Titel wie "The Hidden Room" und "Crossing" bieten die spröde Sterilität des Erbes des deutschen Elektoniksounds der Marke Tangerine Dream. Es herrscht ein zeitloser Schulterschluss von symphonischem Erfindungsreichtum und rückwärtsgerichteten Reminiszenzen vor. Hier liegt eine sehr erfreuliche Rückkehr einer äußerst versierten Formation vor, das keinerlei Zugeständnisse an einen progrockigen "Massengeschmack" bietet, sondern ganz auf die innovative Kraft der drei Hauptakteure setzt. Im Schnittbereich zwischen wohliger Symphonik, wabernder Elektronik und verhaltener Jazzästhetik bietet "Illuminations" eine willkommene Klangreise.
| Anspieltipp(s): |
Isle Of Dyslexia, The Hidden Room |
| Vergleichbar mit: |
zeitlosen symphonisch-elektronischen Klangflächen |
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| Veröffentlicht am: |
14.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
14.10.2005 |
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Bei einer Band, die in Triobesetzung mit Keyboards, Bass und Schlagzeug spielt, denkt man automatisch erst mal an ELP. Tatsächlich hat der erste Titel leichte ELP-Anklänge, vor allem auf Grund des dynamischen Orgelspiels; die kräftige Einsatz des Mellotrons im beliebten "washed" Stil lässt aber auch Erinnerungen an andere Heroen der goldenen 70er aufkommen.
Es wäre verfrüht, "Illuminations" deswegen als reines Retro-Album abzutun. Zwar wird im weiteren Verlauf immer wieder mal auf den symphonischen Prog der 70er zurückgegriffen, aber schon das folgende "Astral Transascension" schlägt mit seinem minimalistischen E-Piano-Motiv erst mal ganz andere Töne an. Auch sonst geben sich die 15 Titel stilistisch äußerst vielfältig; moderne und Retro-Klänge gehen eine perfekte Symbiose ein, experimentelle Sounds wechseln mit Ausflügen in elektronische Musik ("Crossing" erinnert mich dabei mehr an Michael Hoenigs "Departure from the Northern Wasteland" als an Tangerine Dream), dazu gibt es einige Reverenzen an den Canterbury-Sound. So könnte "Slightly Behind All The Time" fast schon von einem alten Caravan-Album stammen.
Obwohl die Stücke sehr tastenlastig sind, läuft die Musik zu keiner Zeit Gefahr, von wuchtigen Keyboardmassen ertränkt zu werden. Dazu trägt vor allem der variable Einsatz der Tasten bei, so werden in "The Hidden Room" mittels Elektronik verschiedene Gitarren- oder Harfen-ähnliche Klänge erzeugt, die dem Stück eine ganz eigene Atmosphäre verleihen. Wakeman'scher Bombast ist also nicht zu erwarten!
"Illuminations" vereint auf geschickte Weise verschiedene Stilarten des 70er-Prog mit modernen Sounds. Trotz unterschiedlichster Einflüsse klingt die Musik nicht zusammengestückelt. Sehr zu empfehlen, nicht nur für Tastenfreaks!
| Anspieltipp(s): |
Astral Transascension, The Hidden Room, Crossing |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
8.1.2006 |
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