Libra
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Pole / Tapioca |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Philippe Besombes |
Synthesizers, Keyboards, Electronics, Sitar |
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Gastmusiker
| Alain Legros |
Vocals, Bass, Guitar |
| Francoise Legros |
Vocals, Whistles |
| Patrick Verbecke |
Guitar, Bass, Dobro |
| Brigitte Grossin |
Vocals |
| Armani, C. Dachez, D. Daure, A. Rébé |
Strings |
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| D. Cambler |
Bass |
| Allan Jack |
Organ, Vocals |
| A. Martinel |
Guitar |
| C. Roulet |
Drums |
| C. Beaumont, Biscotte, C. Brau, P.J. Knowles, G. Perdriaud, J.D. Umpleby, C. Verbecke |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
La Plage
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2:52
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| 2. |
Rugby
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1:54
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| 3. |
Theme Grave
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1:58
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| 4. |
Ballade en vélo
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2:14
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| 5. |
Les Diapos
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2:05
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| 6. |
Cérémonie
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3:19
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| 7. |
Jaune
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1:51
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| 8. |
PJF 261
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3:19
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| 9. |
Raggacountry
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3:12
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| 10. |
Boogimmick
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2:03
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| 11. |
Hache 06
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4:47
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| 12. |
Appel de Libra
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1:10
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| 13. |
Poursuite
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1:19
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| 14. |
La ville
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4:32
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| 15. |
Los Cosmonautes
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2:12
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| 16. |
Avécandista
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6:01
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| 17. |
Tis a song
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2:38
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| 18. |
Chocolate Cream
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2:28
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| 19. |
Ôrgue hache 06
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0:19
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| 20. |
Tamota pie pie
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2:35
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| 21. |
Piano prepare
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22:53
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| Gesamtlaufzeit | 75:41 |
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Rezensionen

Philippe Besombes studierte Anfang der 70er eigentlich Chemie und war gerade dabei seine Promotionsarbeit zu beginnen, als er zusammen mit seinem Freund Jean Francois Dessoliers begann seiner eigentlichen Leidenschaft zu frönen und Musik "herzustellen". Dazu dienten den beiden eine Ladung an akustischen Instrumenten und allerlei elektronische Gerätschaften, die sie in ihrem Heimstudio zusammentrugen. Ziel ihrer Bemühungen war es, wie bei den deutschen Elektronikern der frühen 70er Jahre, Wege zu finden, um neue Klänge zu erzeugen.
1972 begann Besombe - nun alleine, da Dessoliers zum Studium in eine andere Stadt gezogen war - Tanztheaterproduktionen mit seiner Musik zu versorgen. Irgenwann lief ihm bei einem dieser Projekte der junge Jean Michel Jarre über den Weg. Die beiden beschlossen gemeinsam aufzutreten, was im Laufe des Jahres auch mehrmals geschah. Besombes' Bekanntheitsgrad wuchs. 1973 trat die Pattern Group, eine Vereinigung von unabhängigen Filmregisseuren, an Besombes mit der Bitte heran, die Musik für ihr neuestes Projekt namens "Libra" zu komponieren und aufzunehmen. Besombes sagte zu und verbrachte große Teile des Jahres 1974 damit den "Libra"-Soundtrack herzustellen. Der Film kam, nachdem eine ganze Reihe von inbesondere finanziellen Problemen gelöst worden waren, 1975 heraus. Im selben Jahr erschien ein Destillat der Musik auf dem Pôle-Label (siehe Pôle) als erstes Solo-Album von Philippe Besombes.
"Libra" bietet ausgesprochen abwechslungsreiche Klänge! Auf dem Album ist nicht nur Besombes an allerlei Keyboards, Synthesizern und Effektgeräten zu hören, sondern auch eine ganze Reihe von Gastmusikern an eher traditionellen Instrumenten, sowie eine Ladung Sänger. Eine bunte Mischung aus psychedelischem Rock, Experimentellem, Meditativ-Waberndem, avantgardistisch Plingendem, klangvoll Schallendem, Exotischem und elektronisch Fiependem hat Besombes hier zusammengebraut, die Liebhabern von elektronischer Musik und krautigen Experimenten sehr zusagen sollte. Stellenweise erinnert mich das Ganze an Pink Floyd, vor allem an die Studioscheibe von "Ummagumma", aber auch an einige Stellen von "More" und "Atom Heart Mother". Insbesondere das gelegentlich auftauchende, wabernd-flirrende, getragen-feierliche Orgelspiel gemahnt sehr an das von Rick Wright. Ansonsten wird die Musik auf "Libra" mitunter sehr frei, wenn Besombes aus allerlei Klängen und Gesängen eigenartige Klanggemälde kreiert, die sich träge aus den Boxen wälzen oder schräg und hektisch auf das Trommelfell des Höres treffen. Elektronische Sounds und Geräusche, verzerrte und verfremdete Klänge "normaler" Instrumente und menschlicher Tonerzeuger benutzt Besombes genauso wie Echo- und Halleffekte und Spielereien mit der Abspielgeschwindigkeit.
Die Original-LP von Besombes' Debut ist eine sehr gesuchte und teure Rarität. 2004 wurde "Libra" aber von MIO Records remastered und auf CD wiederveröffentlicht. Neben drei Bonusstücken aus den "Libra"-Sessions gibt es auf der CD noch ein langes Solostück zu hören, in dem sich Besombes an einem präparierten und elektronisch verfremdeten Piano austobt. "Piano prepare" ist ganz nett anzuhören, doch hat z.B. Henry Cowell schon im ersten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts ähnliche Musik gemacht (ohne die elektronischen Effekte natürlich, doch das klangliche Ergebnis ist nicht viel anders).
"Libra" ist eine interessante und abwechslungsreiche Scheibe mit recht eigenartiger, psychedelisch-elektronischer Musik, die Proghörern, die die frühen Pink Floyd, die deutschen Krautelektroniker der frühen 7ziger aber auch französische "Synthesizer-Gruppen" wie Heldon oder Lard Free schätzen, durchaus begeistern könnte. Empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
19.7.2006 |
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