Hot Fur
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Lior Frenkel |
guitars,voice,synths |
| Nadav Bachar |
guitars |
| Shaul Eshet |
keyboards |
| Oran Ben Avi |
saxophones |
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| Lior Ron |
trumpets |
| Ben Hendler |
bass |
| Erez Koskas |
drums |
| Yael Kraus |
vocals |
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Gastmusiker
| Noa Frenkel |
alto singer on "Heretz" |
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| Sagi Shutrit |
voice on "The End Of The Play" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Adventure In Space
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4:27
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| 2. |
There's A Face In The Sky
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4:04
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| 3. |
Moon
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4:36
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| 4. |
Sabres 15003
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6:07
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| 5. |
Habhabibi Give Me A Kiss
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4:37
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| 6. |
Ladies & Gentlemen
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3:34
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| 7. |
Johnny Baby's Nightmare
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8:46
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| 8. |
Man & Ape
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6:44
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| 9. |
The End Of The Play
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4:47
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| 10. |
Heretz
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11:56
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| 11. |
5 Camels
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5:12
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| 12. |
Tomatoes
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7:17
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| Gesamtlaufzeit | 72:07 |
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Rezensionen

Beim Betrachten des Covers entdeckt man Fotos einer 8-köpfigen Combo sowie den Namen Udo Gerhards auf der langen Liste derer, die die vorliegende Veröffentlichung unterstützt haben. Melodischen Hardrock sollte man hier beispielsweise also nicht erwarten, Zappaeskes oder Magmaeskes schon eher.
Unterstützung hatten Hot Fur offenbar dringend nötig, zumal die Aufnahmen erst sieben Jahre nach ihrer Entstehung von Musea veröffentlicht wurden. Vor dieser schwierigen Geburt musste die zwischenzeitlich aufgelöste und dann wiedervereinigte Band einige Ablehnungen seitens Plattenfirmen erdulden. Resultat dieser Wiedervereinigung ist "Tomatoes", ein Bonustrack von 2005.
Hot Fur spielten 1998 angejazzten Avant-Prog mit verwinkelter aber dennoch ziemlich ansprechender Melodik. Ansprechend werden die in erster Linie von den Gitarren, den Bläsern und einem Xylophon ausgeführten Melodien vor allem für Zappa-Fans sein. Als erstes kommt mir dabei die Zappa-Scheibe "Hot rats" in den Sinn. Es gibt auch andere Einflüsse: In "There's a face in the sky" kommen frippige Arpeggios zum Einsatz.
Was mir diese Musik besonders sympathisch macht, ist ihre entkrampfte Haltung, die zum Beispiel in "Sabres 15003", einem fast schon entspannt wirkenden, mit Ska-und JazzRock-Einflüssen aufwartenden Instrumental deutlich wird.
Nach "Sabres" ist aber erst einmal Schluß mit optimistischer Haltung. In "Habibi" widerfährt dem Hörer einiges an beunruhigender Atmosphäre. Auch in "Johnny Baby's Nightmare" wird mit repetitiven Bass- und Xylophon-Motiven eine titelgemäß unheimliche Klangkulisse aufgebaut.
Einige Stücke, wie das mit mehrstimmigen "frippigen" Gitarren ausgestattete "Man & Ape", schmückt die frische, ansprechende Stimme der Sängerin Yeal Kraus.
In "The End of the play" wechseln sich Prog-Passagen mit funkigen Takten ab. Zu den letzteren übt sich ein gewisser Sagi Shutrit im Sprechgesang.
"Heretz" ist anfangs ein canterbury'esk-zappaeskes Instrumental mit darübergelegter rezitierender Stimme. (Die Sprache dieses Albums ist übrigens Jiddisch, so dass mir mangels Jiddisch-Kenntnisse die hier vermittelten Inhalte leider verborgen bleiben). Im weiteren Verlauf erfährt das 12-minütige "Heretz" eine gemäßigte Steigerung, nicht zuletzt durch die salbungsvolle und auf mich leicht unsicher wirkende Stimme von Noa Frenkel.
Zum Abschluß dieser abwechslungsreichen CD erweckt "Tomatoes", der Bonustrack von 2005, den Eindruck, als hätte sich Hot Fur neulich wenig originellem Jazzrock verschrieben.
Also, Freunde anspruchsvoller Musik und Zappa-Sympathisanten: Die 1998 aufgenommenen Kompositionen des Gitarristen und Hot Fur-Leaders Lior Frenkel werdet ihr höchstwahrscheinlich interessant finden!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
5.11.2005 |
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Ein blauköpfiger Vogel, der mit lila Socken, aber ohne Beine als Anhalter an der Straße steht – was will uns dieses merkwürdige Cover wohl sagen? Auch die bizarre Geschichte im Booklet über das kleine Mädchen Mirandela und Heretz, den Helden aus dem großartigen Königreich Hertzovzylla, verschafft hier keine brauchbare Aufklärung. Da fällt es doch wesentlich leichter, sich auf den lebendigen Jazz / Prog Rock des 10-köpfigen, israelischen Musikerkollektivs Hot Fur einzulassen.
Kopf des Ensembles ist Gitarrist / Komponist Lior Frenkel, der dieses anno 1998 ins Leben rief. Aus dem gleichen Jahr stammt auch dieses Album, welches Musea ergänzt um einen 2005 aufgenommenen Bonustrack wiederveröffentlichte. Frenkel studierte Jazz Musik und Komposition, seine Einflüsse reichen von Frank Zappa bis hin zu Miles Davis, wobei sich vor allem das zappaeske Gedankengut in seinen Eigenkompositionen wiederspiegelt. Dennoch umfasst seine stilistische Breite die Bereiche Rock, Jazz und Prog, wobei er immer wieder den Blick über den eigenen Tellerrand bis hin zu experimentellen Passagen wagt.
Frenkel und seine Mitstreiter sind auf ihrem Debüt keinesfalls frickelige Ersttäter, vielmehr sind die gelegentlichen zackigen Bläsersätze, die solistischen Parts, die crimsonesk anmutenden Gitarrenlinien bzw. Soundscapes eher von angenehmer Zurückhaltung geprägt, erzeugen die 12 Tracks zu Beginn eine relaxte, leichtfüßige aber gleichzeitig auch sehr lebendige Atmosphäre, die im zweiten Teil mehr in mystische Traurig- und Bedrohlichkeit verfällt. Mitunter wird mal etwas jazzige Bar-Atmosphäre, aber auch einige würdevolle, pastorale Sequenzen eingestreut, in anderen Momenten kommen düstere Einfälle zum Tragen. Gesungen wird hier nur recht wenig, dennoch sind die Einfälle nicht zu eindimensional und können ebenfalls in rein instrumentaler Ausprägung überzeugen. Wer jedoch Virtuosität oder komplexe Rhythmen erwartet, wird hier nicht glücklich werden.
Dennoch gefällt das titellose Debüt der Mannschaft aus Nahost vor allem durch seine Atmosphäre. Trotz zurückgenommener Spielweise sind die inhaltlichen Einfälle fein und überzeugen ineinanderverwoben. Ein Album für Grenzgänger, bei denen es nicht immer ständig abgehen muss.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.11.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.11.2007 |
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