Jumbo
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Brain - Metronome |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Joachim Ehrig |
Schlagzeug |
| Gerd Kühn |
Gitarre |
| Stefan Danielak |
Gitarre, Gesang |
|
| Volker Kahrs |
Keyboards |
| Wolfgang Jäger |
Bass |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Jupp / The Excursion of Father Smith
|
9:53
|
| 2. |
The Clown
|
6:42
|
| 3. |
Dream and Reality
|
5:28
|
| 4. |
Sunny Sunday's Sunset
|
11:27
|
| 5. |
Auf Wiedersehen
|
0:52
|
| 6. |
Jupp / Vater Schmidts Wandertag
|
9:52
|
| 7. |
Der Clown
|
6:49
|
| 8. |
Traum und Wirklichkeit
|
5:26
|
| 9. |
Sonntags Sonnabend
|
11:27
|
| 10. |
Auf Wiedersehen
|
0:53
|
| Gesamtlaufzeit | 68:49 |
|
|
Rezensionen

Das dritte Grobschnitt Album erschien im Herbst 1975 zunächst in einer englischsprachigen Ausgabe, Anfang 1976 folgte eine Ausgabe mit deutschen Texten. Die kurze Spielzeit der Platte (knapp 35 Minuten) erlaubte es, beide Fassungen auf der CD Ausgabe unterzubringen, inklusive eines "mystery bonus track".
"Jumbo" besteht, abgesehen von zwei Klamaukstücken (die ich hier nicht als nebensächlich abtun will, schon gar nicht "Auf Wiedersehen"), im wesentlichen aus zwei langen und zwei kürzeren Stücken. Die beiden Seiten der Vinylausgaben unterscheiden sich in ihrer Stimmung recht deutlich. Die erste Seite ist ziemlich flott gehalten: "The Excursion of Father Smith" bzw. "Vater Schmidts Wandertag" ist typischer 70er Jahre symphonischer Prog mit satten, aber nicht bombastischen Keyboards, Gitarre im Steve Hackett Stil und dem unnachahmlichen Gesang von "Willi Wildschwein" (Stefan Danielak). "Clown" ist dagegen eher ein "normaler", sehr dynamischer Rocksong. Schändlicherweise fehlt der auf der Vinylausgabe die deutsche Version abschließende Rülpser!
Die zweite Seite hat dagegen eine schon fast elegische Atmosphäre. Besonders gefällt mir hier "Sunny Sunday's Sunset" / "Sonntags Sonnabend". Dieses Stück gehörte damals schon länger zum Live Repertoire der Gruppe, eine ältere Version findet sich auf einem Soloalbum von Schlagzeuger "Eroc". Vor allem die zweite Hälfte des Songs schlägt sehr melancholische Töne an. Natürlich muss es auch hier einen kleinen Gag geben: an einer Stelle schlägt Gitarrist "Lupo" den falschen Ton an, was ihm ein leises "Oh! Scheiße!" entlockt. Die deutsche Version ist übrigens keine Übersetzung, sondern hat einen vollkommen anderen Inhalt.
Ging es in "Sunny Sunday's Sunset" noch um eine verlorene Jugendliebe, ist "Sonntags Sonnabend" (ein zeimlich beknackter Songtitel, wie ich finde) eine fast schon deprimierende Betrachtung eines eintönigen Lebens. Zeilen wie "das Jahr frisst die Wochen wie die Wochen die Tage / bis eines Tages dein Leben erlischt" sind für Grobschnitt doch ziemlich ungewöhnlich. Auffällig ist übrigens, wie sich Willi Wildschweins Gesang in den beiden Fassungen dieser Platte unterscheidet. Sein englischsprachiger Gesang klingt deutlich angestrengter und oft irgendwie "gepresst", in der deutschen Version klingt er viel entspannter.
Zum Schluss gibt es dann noch das kurze Klamaukstück "Auf Wiedersehen", das in den beiden Versionen unterschiedlich (aber beide Male in deutsch) betextet wird. Hinter dem oben erwähnten "mystery bonus track" verbirgt sich schließlich ein kurzer Kommentar von Schlagzeuger "Eroc" zur Remaster Ausgabe von "Jumbo". Eigentlich nix Essentielles, aber Erocs Sprechweise hat doch immer wieder hohen Unterhaltungswert.
| Anspieltipp(s): |
The Excursion of Father Smith, Sunny Sunday's Sunset |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
2.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
15.12.2003 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Grobschnitt
Zum Seitenanfang
|