In concerto
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Agostino Marcor |
keyboards, synthesizer, organ |
| Fabio Zuffanti |
bass, bass pedals, backgr. vocals |
| Alessandro Corvaglia |
vocals, acoustic guitar |
|
| Andrea Monetti |
flute |
| Maurizio Di Tollo |
drums |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Il canto dell'inverno
|
2:04
|
| 2. |
Il grande labirinto
|
8:59
|
| 3. |
Al confini del mondo
|
13:05
|
| 4. |
Il viaggio nell'oceano capovolto
|
10:37
|
| 5. |
La maschera di cera
|
19:21
|
| 6. |
Del mio mondo che crolla
|
6:15
|
| 7. |
Del mio abisso e del vuoto / Del mio volo
|
18:17
|
| Gesamtlaufzeit | 78:38 |
|
|
Rezensionen

Am 14. September 2003 traten La Maschera Di Cera im berühmten "Spirit of 66" in Verviers, Belgien, auf. Dieses Konzert wurde mitgeschnitten und fand seinen Weg auf CD. An diesem Punkt kurz die Sinndiskussion: Na ja, nach zwei Studioalben schon ein Live-Album... Fan-Abzocke? Wer weiss, vielleicht meinte es die Band auch einfach nur gut: Jetzt gibt es diesen Live-Mitschnitt, warum den nicht auch den Fans zur Verfügung stellen?
Anyway: Die Band spielt natürlich das Material ihrer beiden bis dahin veröffentlichten Studioalben. Ich kenne keines dieser Alben, allerdings sehr wohl das aktuelle (2006er) Werk "LuxAde". Von daher würde ich mal wild spekulieren: Live klingt die Band schon um einiges anders als im Studio...
Selten habe ich ein Livealbum mit so einer zunächst verstörenden Akustik vernommen: La Maschera Di Cera haben ja bedingt durch die Besetzung ohne Gitarrist ohnehin ein etwas anderes Klangbild, aber live ist dies nochmals deutlich "verschrobener". Das Schlagzeug ist ungeheuer laut und dominant. Dazu kommt ein heftig grollender Bass, unterstützt von zeitweilig noch viel heftiger grollenden Bass-Pedalen. Die schräge, expressionistische Flöte, die als zweites Lead-Instrument neben den Keyboards auftritt, tut ihr übriges zum exotischen Gesamteindruck.
Die Keyboards stehen in diesem Klanggetümmel erstaunlich weit hinten, aber Tastenmann Macor gibt sein Bestes. Nur: Er hat halt auch nur zwei Hände und kann daher den symphonischen Tastenoverkill (der zumindest "LuxAde" prägte) im Konzert nicht ganz wiedergeben. Trotzdem gibt es gelungene, mitreißende Tastensoli aller Orten, nur die bombastische Klangfülle fehlt eben. Das macht aber erstaunlich wenig aus, La Maschera Di Cera klingen so eher erdiger, düsterer und heftiger als im Studio (immer verglichen mit "LuxAde", wie gesagt). Und es gibt gegen Ende des Konzerts gar einige jazzige und schräge Passagen, die mir so bei dieser Band bisher auch nicht untergekommen waren. Vieles vom fehlenden Keyboard-Bombast gleicht aber wie erwähnt auch Flötist Monetti mit seinen schrägen, teilweise kuriosen, Einlagen aus.
Der Höhepunkt des Albums ist aber sicherlich der inbrünstige, dramatische, beeindruckende Gesang von Alessandro Corvaglia. Unglaublich welche (fast spürbare) Präsenz dieser Sänger selbst auf der CD-Konserve des Konzerts noch verbreitet. Der Mann muss über ein unheimliches Bühnen-Charisma verfügen.
Alles in allem liefern La Maschera Di Cera ein spannendes, ungewöhnliches Konzert ab. Die Band nimmt sich gelassen Zeit ihre schwelgerischen Retro-Prog-Epen darzubieten. Durch die oben beschriebenen Klangeinflüsse, die sich aus der Bandbesetzung ergeben, gewinnen die Songs eine düstere, schräge Dimension, welche dieses Album schon hörenswert macht. Die Aufnahme sei daher nicht nur Band-Fans, sondern auch allen an ungewöhnlicher Rockmusik Interessierten anheim gelegt.
| Anspieltipp(s): |
Ein Konzert hört man sich immer ganz an ;-) |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
2.4.2006 |
| Letzte Änderung: |
2.4.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von La Maschera di Cera
Zum Seitenanfang
|