Waves
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Island |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jon Field |
Flöten, Perkussion, Cello, Oboe, Klarinette, Klavier, Stimme, Trompete, Posaune, Waldhorn |
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| Tony Duhig |
Gitarren, Perkussion, Stimme, Klavier, Bass |
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Gastmusiker
| Maggie Thomas |
Altblockflöte |
| Suzi |
Voice |
| Steve Winwood |
Synthesizer, Klavier |
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| David Duhig |
Sologitarre |
| Graham Morgan |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Waves Part I
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19:52
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| 2. |
Waves Part II
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24:44
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| Gesamtlaufzeit | 44:36 |
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Rezensionen

Das Album "Waves" widmeten Jade Warrior "dem letzten Wal". "Waves" enthält überwiegend sehr atmosphärische, schwebende Musik, weitgehend ohne die auf "Floating World" dominierenden ostasiatischen Elemente. Dabei handelt es sich keineswegs um dahinplätschernde New-Age-Musik zum Einschlafen: so ist auf "Waves part I" (19 min.) teilweise ein leicht jazziges Klavier zu hören, gespielt von Steve Winwood, dem Gründer von Traffic, der Jade Warrior stets förderte; auf "Waves part II" (23 min.) wird die von Tiergeräuschen und afrikanischen Trommeln erzeugte tropische Atmosphäre jäh von dissonanten E-Gitarren zerrissen.
Insgesamt ist "Waves" dennoch ein überwiegend ruhiges Album.
| Anspieltipp(s): |
Waves Part II |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
4.5.2002 |
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Mit dem 2006 erschienen Eclectic-Discs-Reissue von "Waves" liegt das zweite Island-Album von Jade Warrior erstmals auf einer Einzel-CD vor. Bisher war das Material - allerdings leicht gekürzt - nur als Teil der "Elements"-Box auf digitalem Tonträger erhältlich. Mit "Waves" kam ich daher erstmals in der Vinyl-Version in Kontakt, irgendwann Ende der 80er, als ich das Album auf einem Flohmarkt oder einer Plattenbörse erstand. Angehört habe ich mir die Scheibe damals aber selten und habe sie auch bald wieder verkauft. Dies hatte folgenden Grund: Obwohl die LP nagelneu und "mint" aussah - keine Kratzer, keine Schlieren vom Nassabspielen, keine sonstigen Abnutzungsspuren - knisterte die Scheibe ziemlich penetrant, was sich gerade bei der hier zu findenden, eher ruhigen Musik doch als sehr störend erwies. Nach einigen erfolglosen Versuchen die LP zu reinigen, habe ich sie dann wieder abgestoßen.
Viel später fand ich die Erklärung des Knisterns. Die Ölkrise war daran schuld! Das Öl-Embargo der OPEC der Jahre 1973-74 trieb nicht nur den Benzinpreis in die Höhe, sondern auch den für neues Vinyl. Viele Schallplattenlabels versuchten daher Geld zu sparen, in dem sie LPs recycelt haben. Nicht verkaufte Platten und solche die als "Overstock" die Lager füllten, wurden geschreddert, gemahlen, eingeschmolzen, mit etwas "frischem" Vinyl vermischt und zum Neupressen verwendet. Ab der Mitte der 70er erschienen viele LPs auf solchem "runderneuerten" Vinyl. Das Ganze hatte nur einen Haken. Durch Verschmutzungen während des Schredderns, vor allem durch Papierreste vom Label, waren die Rillen dieser Pressungen verunreinigt, was zu dem nervigen Knistern führte, welches auch meine Pressung von "Waves" auszeichnete. Für die delikate, ein weites dynamisches Spektrum abdeckende Musik von Jade Warrior war dies natürlich desaströs. Bei dem CD-Reissue der Scheibe tritt dieses Problem natürlich nicht auf. Im Gegenteil. Mir scheint diese Musik geradezu für eine CD gemacht.
Im Vergleich zu "Floating World" ist die Musik auf "Waves" deutlich ruhiger und auch etwas gleichförmiger ausgefallen. Sphärisch fließen die Klänge hier dahin, bietet das Album eine Art von exotischem Symphoprog, dominiert von Flöten, Gitarren und allerlei Perkussion, dicht verwoben, klangvoll übereinandergeschichtet und mit häufigen, jazzigen Einsprengseln versehen. Nur nach rund 8 Minuten im zweiten Teil wird es etwas lauter, wenn Duhig seine E-Gitarre aufjaulen lässt.
Wie die anderen Scheiben von Jade Warrior für Island besteht auch "Waves" aus zwei, die ursprünglichen LP-Seiten einnehmenden, ineinanderfließenden Suiten. Auf "Waves" sind die einzelnen Abschnitte der beiden Teile allerdings nicht extra im Titelverzeichnis vermerkt. Auf der ehemaligen Innenhülle der LP war aber ein Schema abgebildet (welches im Beiheft des CD reproduziert wurde), in dem die einzelnen Teile, inklusive der Angabe der Instrumentierung, aufgeführt waren. "Waves Part I" bilden demnach die Abschnitte "The Whale", "The Sea", "Section See" und "Caves", während Teil zwei aus den Nummern "Wave Birth, "River To The Sea", "Groover", "Breeze", "Sea Part Two" und "Song Of The Last Whale" besteht. Es dreht sich auf "Waves" somit um das Meer und einen seiner größten Bewohner. Sturmgepeitscht ist dieses Meer allerdings nicht, denn die Musik plätschert und wogt eher getragen und idyllisch dahin und ruft Bilder von spiegelglatten Wasserflächen, darin eingestreuten tropischen Inseln und ab und zu aus dem Wasser tauchenden Walbuckeln und Finnen hervor.
Ein klein wenig zu unaufgeregt ist "Waves", schleichen sich doch ein paar Längen ein, ist der Abwechslungsreichtum der Klänge doch etwas beschränkt und gerät die Musik mitunter recht nahe an einlullende Hintergrundbeschallung. Trotzdem haben Jade Warrior mit diesem Album ein schönes Klanggemälde geschaffen, welches, ohne kitschig oder wirklich seicht zu werden, auf sehr angenehme, gleichzeitig aber einigermaßen komplexe und ungewöhnliche Art und Weise die Ohren durchspült.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.9.2006 |
| Letzte Änderung: |
23.1.2008 |
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