D
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Kuckuck |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Georg Deuter |
Guitars, Bass, Keyboards, Electronics, Sitar, Percussion, Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Babylon
1. Andantino 2. Allegro 138 A 3. Andante 4. Allegro 138 B
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15:00
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| 2. |
Der Turm - Fluchtpunkt
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4:31
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| 3. |
Krishan Eating Fish and Chips
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10:17
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| 4. |
Atlantis
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6:06
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| 5. |
Gammastrahlen-Lamm
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5:05
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| Gesamtlaufzeit | 40:59 |
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Rezensionen

Georg Deuter ist heutzutage wohl hauptsächlich für seine Wohlfühl- und Meditationsmusik bekannt, die er auf bald 50 Alben auf die nach musikalischer Erholung sehnende Menschheit losgelassen hat. Manche sehen in ihm gar den Begründer der Klangwolkenmusik, mit der sich Anhänger der New Age-Bewegung gerne beschallen lassen. Für andere ist er einer der Pioniere der Worldmusic.
Angefangen hat Deuter allerdings durchaus krautig-progressiv, mit seinem 1971 bei Kuckuck erschienen Album "D". Nach einer dreimonatigen Indienreise zog sich Deuter 1970 in seine Einzimmerwohnung zurück und nahm mit einer Ladung von Instrumenten, die er sich in den Jahren davor aus Spass an der Freud zugelegt hatte, ein Album auf. "D" bietet ein durchaus abwechslungsreiches Durcheinander an Klang, eine krautige Kollage aus Bass, E-Gitarren, perkussiven Klängen, Harmonium, textlosem Gesang, elektronischen Effekten und diversen Tonbandeinspielungen, die nicht so weit von dem entfernt ist, was Ash Ra Tempel, Neu!, Tangerine Dream, Faust oder auch Kraftwerk zu Beginn der 70er Jahre veranstaltet haben.
Synthesizer kommen hier zwar nicht zum Einsatz, doch manipuliert Deuter die Klänge, schichtet sie übereinander und versieht sie mit Echo und Hall, so dass oft der Eindruck von krautiger Elektronik und kosmischen Klanglandschaften entsteht. Dazu sorgen diverse fernöstliche Perkussionsinstrumente für leichte Ethno-Atmosphäre. Einzig das lange "Krishna Eating Fish And Chips", das hauptsächlich aus übereinandergelagerten Sitarklängen besteht, gemahnt an Deuters Zukunft, sorgt aber hier noch für willkommene Abwechslung (auch wenn die Nummer vielleicht ein wenig zu lang geraten ist).
"D" ist somit eine sehr typische, aber auch durchaus gelungene Krautrockscheibe, voller kantiger und ideenreicher Klangexperimente, die sich vor den Produktionen der weiter oben aufgeführten Kollegen nicht zu verstecken braucht (im Gegenteil!). Die weiteren Hervorbringungen von Deuter entwickelten sich dann allerdings in eine ganz andere Richtung und man kann sie sich aus progrockiger Sicht sicher sparen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
30.1.2013 |
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Wer als Hörer den Deuter-Teppich von hinten aufrollt, wird sich bei seinem Debüt mächtig die Ohren reiben. Denn auf „D“ war Georg Deuter ganz Kind seiner Zeit. Nicht ganz so kosmisch wie Ash Ra Tempel, nicht so bedrückend wie die frühen Tangerine Dream, nicht so kompromisslos wie Popol Vuhs „Affenstunde“ und Amon Düül II’s „Yeti“ aber mindestens so verspult wie Achim Reichels „Grüne Reise“ und Pink Floyds Frühphase. „Der Turm/Fluchtpunkt“ hat mit seiner übersteuerten E-Gitarre sogar etwas von den White Stripes. Irgendwie sind jetzt auch alle musikalischen Eckpunkte genannt. Und trotzdem keimt unter all dem Gezirpe und Gewaber schon der zukünftige Deuter. Vorallem „Krishna Eating Fish And Chips“ und „Gammastrahlen-Lamm“ sind wie zerknitterte Zettel, die sich auf „Aum“ völlig entfalten dürfen und den weltmusikalischen/ambienten Elementen mehr Raum lassen. Im direkten Vergleich zu seinen Nachfolgern wird sich Deuter nicht nur optisch deutlich verjüngen.
Das Experiment, welches auf „D“ das beherrschende musikalische Element ist, ist für mich Ausdruck seines Suchens. Dies mag vielleicht auch der Unterschied von Religiosität und Spiritualität sein: die Form. Was hier noch so orientierungslos durch die Soundgärten seiner Zeit irrt, findet in der Erdung (Indien/Osho etc.) des Künstlers „Deuter“ auch eine Richtung und einen Rahmen, welche konkrete Aussagen zulassen. Sieht man in „D“ also nur einen krautigen, manchmal etwas kauzigen (aber sympathischen) Ausrutscher so wird man „D“ und den künftigen Scheiben nicht gerecht. Noch weniger tut man sich einen Gefallen wenn man das Album von allen anderen Alben trennt. Auch hier gilt der Blick auf das gesamte Bild. Hier wohnt man einem Künstler in seinem inneren Ringen nach „Konkretheit“ bei. Ein Kampf der sich erst auf den kommenden Alben legen wird. Nicht weil er nicht gekämpft werden musste, sondern weil im-sich-Mühen die eigentliche Grenze lag. Für Krautrockfans natürlich ein Muss, mehr Spaß haben allerdings die Deuter Fans selbst, dem Künstler Deuter auf seinem Frühwerk im Ringen um Ausdruck beizuwohnen.
| Anspieltipp(s): |
Der Turm/Fluchtpunkt, Gammastrahlen-Lamm |
| Vergleichbar mit: |
Frühwerk von: Tangerine Dream, Ash Ra Tempel, Popol Vuh, Amon Düül II |
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| Veröffentlicht am: |
4.2.2013 |
| Letzte Änderung: |
4.2.2013 |
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