August 1974
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
CBS - Columbia |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Takehisa Kosugi |
Electric Violin, Harmonica, Voice |
| Ryo Koike |
Electric doublebass, Suntool, Voice |
| Yukio Tsuchiya |
Basstuba, Percussion |
| Seiji Nagai |
Trumpet, Synthesizer, Timpani |
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| Michihiro Kimura |
Voice, Percussion, Mandoline |
| Tokio Hasegawa |
Voice, Percussion |
| Kinji Hayashi |
Electronics |
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Gastmusiker
| Hirokazu Sato |
Percussion, Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
I
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19:51
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| 2. |
II
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21:27
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| Gesamtlaufzeit | 41:18 |
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| Disc 2 |
| 1. |
III
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23:29
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| 2. |
IV
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23:27
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| Gesamtlaufzeit | 46:56 |
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Rezensionen

Die Taj Mahal Travellers waren eine Gruppe von sieben Musikern, die sich 1969 um den Geiger Takehisa Kosugi in Tokio zusammengefunden hatte. Das Septett verband freie Klangimprovisationen, Elektronische Musik, Psychedelisches und traditionelle japanische Musik zu einem sehr eigenen und eigenartigen Ganzen. Unzählige Konzerte, meist verbunden mit Auftritten von multimedial tätigen Künstlern, machte die Formation in Japan, aber auch in Europa bekannt. In ihrer 6-jährigen Bestehenszeit nahmen die Taj Mahal Travellers nur zwei Alben auf: "July 15, 1972" beinhaltet einen Teil eines Konzertes aus nämlichem Jahr, während das 1975 vom Major CBS veröffentlichte "August 1974" vier lange Studioimprovisationen der Japaner festhält.
Acht Musiker sind auf "August 1974" zu hören, u.a. tätig an diversen modernen und traditionellen Zupfinstrumenten, Tuba, Mundharmonika, Trompete, Violine, Kontrabass und Synthesizer. Dazu kommen noch eine Unzahl von Perkussionsinstrumenten, darunter ein elektrisch verstärktes japanisches Hackbrett und ausgiebige Vokaleinsätze. Zudem wird ein Grossteil der erzeugten Klänge von Kinji Hayashi elektronisch bearbeitet, live, in Realzeit. Das Ergebnis ist ein ziemlich schwer zu beschreibendes, vierteiliges Gemälde aus Klang, ein elegisch dahingleitender Strudel aus hallenden, klappernden, dröhnenden und wabernden Tönen, welches intensiv und hypnotisch aus den Boxen quillt. Mitunter wird das Ganze ziemlich wüst, purzeln perkussive Klänge, kantiges Getröte, nervöses Gejaule und knarzende Elektronikklänge hektisch durcheinender. Meist hallt die Musik aber mächtig und getragen dahin, erheben sich Gebirge aus trägem Klang und mystischen, langgezogenen Gesängen, die wie elektronisch verfremdete Rituale japanischer Schamanen auf einem bewustseinserweiterten Trip wirken, ohne allerdings zu ziellosem Genudel und langweiligen Endlosschleifen zu degenerieren. Kurzum: Das Ganze ist eine ausgesprochen durchgeknallte, spannende und beeindruckende Angelegenheit!
Wer allgemein ein offenes Ohr für bizarre Klangexperimente hat, wer die meditativ-elektronischen Exkurse der frühen Krautrocker schätzt (von Kluster, Cluster, Tangerine Dream, des weiteren z.B. "Aumgn" von Can), wer sich von formlosen aber klangvollen Soundwolken und Tonseen beeindrucken lässt, wer die freieren Konstrukte diverser Postrocker mag (set fire to flames z.B. oder A Silver Mount Zion), der sollte sich "August 1974" dringend besorgen. Das Album wurde 1998 von P-Vine im stilvollen Mini-LP Klappcover auf CD wiederveröffentlicht. Leider ist dieses Reissue nur in Japan erschienen, was den Erwerb der Scheibe in der restlichen Welt zu einem teueren Spaß macht. Die Scheibe ist das Geld allerdings wirklich wert (meiner bescheidenen Meinung nach)!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
30.8.2007 |
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Ich habe Achims Rat befolgt, die CD relativ günstig ersteigert und es bisher nicht bereut. Wären die japanischen Schriftzeichen und Namen nicht auf dem Cover, würde ich glauben, eine Band aus seeligen Krautrockzeiten zu hören. Nach meinem Höreindruck bestehen die Aufnahmen eigentlich nur aus zwei Tracks, die aufgrund des damaligen LP-Formates in jeweils zwei Titel unterteilt wurden. Diese bieten einen langsam sanft mäandernden Klangfluß, der nur gelegentlich etwas mitreissender wird.
Die erste CD erinnert mich sehr an die frühen Tangerine Dream oder Buckelwalgesänge mit dezent eingestreuten Percussions. Im zweiten Titel variieren sie diesen Klangfluß mit Stimmen und einem Hackbrett, um in der zweiten Hälfte die Improvisation mit freier tönenden Percussions ausklingen zu lassen.
Die zweite CD beginnt ähnlich dezent. Es plinkt und plonkt rhythmisch vor sich hin, sanfte Stimmeneffekte schweben im Hintergrund und alles wogt langsam dahin. Zum Ende von Track 3 wird es etwas lebhafter. Die Musik wird irgendwie schamanenhafter und gleichzeitig kosmischer. Hier kommen auch erstmals japanische Musikstrukturen zum Erklingen. Der letzte Titel bietet ähnliche Muster.
WIe Achim sagte: wer freie Klangwolken mag, sollte reinhören. Manche Passagen finde ich etwas zu lang und statisch, insgesamt aber ist das eine CD, die für Freunde "krautiger" Elektronik gut hörbar ist.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.6.2006 |
| Letzte Änderung: |
11.6.2006 |
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