Les Fous d'Or
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Pathé Marconi - EMI |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Igor Wakhevitch |
Claviers, Synthétiseurs |
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Gastmusiker
| Eve Brenner |
Soprano |
| Frédéric Lodéon |
Cello |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Cornerstone
1. Twilight and call of the ascending spirit 5:51 2. Arrival of the magic doll 5:02 3. Rites of the doll 8:41
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| 2. |
Les Fous d'Or
1. Henry the fool of the doll 3:00 2. Eve speaks 1:56 3. Ritual of the master of the doll 13:11
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| Gesamtlaufzeit | 37:41 |
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Rezensionen

Zwei Jahre nach "Hathor" legte Igor Wakhevitch sein viertes Album vor. Den Zweijahresrhythmus - auch "Hathor" erschien zwei Jahre nach "Docteur Faust" - sollte er bis zu seinem sechsten Album ("Let's Start") beibehalten. "Les Fous d'Or" ist wohl das seltsamste und am schwersten zugängliche Album im schon recht bizarren ?uvre Wakhevitchs. Boten die ersten drei Alben eine Vermengung von elektronischen Sounds, Orchester- und/oder Choreinlagen, einigen Rockfragmenten und perkussiven Klängen und gibt es auf den auf "Les Fous d'Or" nachfolgenden Alben reine elektronische Musik zu hören, stellt Wakhevitchs viertes Album eine Art von reduzierter Klangkollage dar, eine karge Vermengung oder Aneinanderreihung von elektronischen Abschnitten, Stimme, Cello und einigen Tonbandeinspielungen.
Das Album ist in zwei Teile gegliedert. Die ersten drei Nummern bilden das Stück "Cornerstone", während die restlichen Tracks das Titelstück formen. Die einzelnen Stücke der ersten Suite werden jeweils durch eine kurze, gesprochenen Sequenz eingeleitet. "Twilight and call of the ascending spirit" ist eine sich düster dahinwälzende Elektroniknummern, bei der flirrende, zischende, krächzende und getragen dahindröhnende Klänge, verfremdete Stimmen, Vogelzwitschern und perkussive Sounds dicht miteinander verwoben sind. Am ehesten erinnert mich das Stück an die finsteren Klänge auf László Hortobágyis "The traditional music of Amygdala" oder die späteren Werke von Art Zoyd. Eher fröhlich wirkt dann "Arrival of the magic doll". Glockige Tastenklänge purzeln hier hallend durcheinander und erzeugen eine entspannte Atmosphäre (das klingt nun fast wie Cluster, so um "Zuckerzeit"). Mit "Rites of the doll" wird es dann herb. Fast 9 Minuten lang toben sich hier ein Cello und ein Sopran im Duo aus. Das Cello schrubbt, und Eve Brenner stellt da allerlei mit ihrer mitunter elektronisch verfremdeten Stimme an. Es gibt zwar ein paar lyrische Abschnitte, insbesondere vom Cello, doch zerren die kreischigen Eskapaden von Eve Brenner doch sehr an den Nerven. Interessant ist das Stück zwar, doch meines Erachtens viel zu lang.
Ähnlich gestrickt sind die nächtsen beiden, zum Glück recht kurzen Nummern. In "Henry the fool of the doll" gibt es, nach einem Durcheinander von lachenden Stimmen, eine exaltierte Sprachperformance von Henry Smith zu hören, begleitet von im Hintergrund hallenden Klängen und einer stotternden Trompete (von der nicht verraten wird, wer sie spielt). So richtig nervig wird es dann in "Eve speaks". Wie der Titel schon vermuten lässt, ist hier wieder Eve Brenner zu hören. Unbegleitet quält sie in fast 2 Minuten die Ohren des Hörers mit ihrer Stimme, brabbelt, jauchzt, kreischt, lacht, labert und singt sogar kurz. Wenn man das überstanden hat, kommen die elektronischen Sounds der Anfangsnummern wieder zurück. "Ritual of the master of the doll" ist eine ausgesprochen bizarre Kollage aus Tonbandeinspielungen (Gewitterdonnern, Tierstimmen, Babygeschrei, Dampflok etc.), elektronischen Tastenklängen, Kirchenorgel, der Trompete und sonst noch allerlei elektronischem Krach und Geblubber. Das Ganze ist ein ziemlich sperriges Klangkonstrukt, welches aber nach mehrmaligem Hören eine gewisse verstörende Faszination zu verströmen beginnt.
"Les Fous d'Or" ist eine eher durchwachsene Scheibe. Die Tracks 3 bis 5 sind doch ziemlich anstrengend (und gehen mir eigentlich ziemlich auf den Wecker), so dass sie nach den hervorragenden ersten beiden Nummern für einen deutlichen Bruch in dem Album sorgen. Das abschließende "Ritual of the master of the doll" kann dann aber wieder versöhnen, so dass der Gesamteindruck der Scheibe doch positiv ausfällt. Trotzdem ist "Les Fous d'Or" meiner Meinung nach das schwächste Album der Wakhevitch-Serie.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
1.8.2006 |
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