Soft Machine Legacy
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Elton Dean |
Sax, E-Piano, Percussion |
| John Etheridge |
Guitars |
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| Hugh Hopper |
Bass |
| John Marshall |
Drums, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Kite Runner
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6:57
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| 2. |
Ratlift
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7:56
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| 3. |
Twelve Twelve
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10:21
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| 4. |
F & I
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2:09
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| 5. |
Fresh Brew
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6:24
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| 6. |
New Day
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3:47
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| 7. |
Fur Edge
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2:50
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| 8. |
Theta Meter
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3:44
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| 9. |
Grape Hound
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6:57
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| 10. |
Strange Comforts
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6:26
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| Gesamtlaufzeit | 57:31 |
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Rezensionen

Einige Monate nach Erscheinen des Live-Albums "Live In Zaandam" legen Moonjune Records nun auch ein Studioalbum von Soft Machine Legacy vor. Eingespielt wurde das Ganze im September 2005, so dass diese Stücke die letzten Studio-Aufnahmen des im Januar 2006 verstorbenen Elton Dean darstellen. Nachdem es eine ganze Reihe von Formationen mit ehemaligen Soft-Machine-Mitgliedern gegeben hat, die das Wort "Soft" im Namen führten, ist bei Soft Machine Legacy erstmals wieder der gesamte ehemalige Bandname zu finden. Eine richtige Reunion also?
Nun, zumindest war jeder der Beteiligten einmal Mitglied der "echten" Soft Machine, auch wenn es keine historische Formation mit genau dieser Besetzung gegeben hat. Dean, Hopper und Marshall haben in der ersten Hälfte des Jahres 1972 als Soft Machine zusammengespielt, zusammen mit Mike Ratledge, als Teile von "Fifth" und das Live-Album "Live In Paris" aufgenommen wurden. Etheridge kam erst viel später in die Gruppe - 1975 - als Hopper und Dean schon lange ausgestiegen waren. Andere Bands hätten es mit der Namensgebung ihres Reunionprojekts wohl nicht so genau genommen und einfach wieder den Bandnamen gewählt. Soft Machine sind also wieder da (auch wenn das Projekt durch den Tod von Dean vielleicht schon wieder beendet ist - er wurde zwar durch Theo Travis ersetzt, doch könnte dies durchaus der Anlass zu einem erneuten Namenswechsel sein).
Im Grossen und Ganzen gilt für "Soft Machine Legacy" das, was Udo schon zu "Live In Zaandam" geschrieben hat. Vier schon deutlich ergraute Altmeister haben hier ein Album eingespielt, mit dem sie gar nicht erst versuchen, die alten Zeiten wieder auferstehen zu lassen (mit einer Ausnahme - siehe weiter unten). Eher ruhig und gemäßigt geht es daher auf dieser Scheibe zu, sehr jazzig, fast entspannt, ohne allerdings ins Seichte oder Belanglose abzugleiten. Etheridge sorgt zudem für den einen oder anderen wirklich rockigen Moment, so dass die Musik oft doch wie Jazzrock und nicht wie reiner Jazz wirkt. Es gibt also mehr oder weniger das zu hören, was Soft Machine schon Mitte der 70er gemacht haben, sehr jazzigen Rock, hier dominiert von Sax und E-Gitarre (die damals bestimmenden Tasten fehlen weitestgehend - gelegentlich bedient Dean allerdings ein E-Piano), nur deutlich geruhsamer, vielleicht auch ein wenig reifer. Das "Feuer" das Udo schon auf der Livescheibe vermisst hat, lodert hier auch nicht sonderlich hoch, obwohl Dean ab und zu doch richtig schön schräg in sein Sax trötet.
Eine Ausnahme gibt es allerdings. "Ratlift" klingt doch sehr nach den Soft Machine der frühen 70er (plus E-Gitarre). Die Nummer beinhaltet einige bandhistorische Zitate (aus "As If", "Facelift" und "Slightly All The Time") und kommt ziemlich wild und rau aus den Boxen, der Bass grollt, das E-Piano wabert und dieser hypnotische Sound ist da - fast wie "damals". Bezeichnend ist natürlich, dass mir dieses Stück hier deutlich am besten gefällt. Der Rest ist gut, virtuos gespielt und durchaus interessant zu hören, doch derselbe Funke springt einfach nicht über.
Trotzdem, "Soft Machine Legacy" ist deutlich besser und spannender, als ich befürchtet hatte. Mainstream-Jazz gibt es nirgends zu hören. Die Spielfreude und Technik der Beteiligten ist über jeden Zweifel erhaben und zudem klingt das Ganze durchaus wie eine etwas gezügelte Fortsetzung zu "Fourth". Ausserdem ist die Scheibe um einiges besser als die letzten Werke der alten Soft Machine (z.B. das grauslige "Land of Cockayne")! Kurz: Eine nette Scheibe für Jazzfreunde und Soft-Machine-Fans!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
13.11.2006 |
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Ich bin ja immer skeptisch mit solchen Reunion-Projekten. Und dieses Album zeigt den Grund dafür: ja, die vier haben es technisch immer noch drauf; ja, sie spielen virtuos; ja, das erinnert etwas an frühere Zeiten (zumindest an eine bestimmte Phase), aber: fast immer wird die Handbremse angezogen, man scheut das musikalische Abenteuer. Lediglich Elton Dean bringt am Saxofon ein paar avantgardistische Töne ein. Aber das reicht nicht, um den Hörer mitzureißen, es ist mehr Musik zum gemütlichen Zurücklehnen. Vier gesetzte Herren sitzen bei Cognac und Zigarren in bequemen Sesseln vor einem heimeligen Kaminfeuer und sinnieren über ihre wilden Jugendjahre - so klingt diese Musik.
Damit will ich dieses Album aber keinesfalls schlecht machen, denn letzten Endes hat es immer noch mehr zu bieten als manches kalkulierte Retro-Prog-Produkt. Dennoch, wer zeitgenössischen Jazzrock kennen lernen möchte, der so experimentierfreudig, wild und neuartig ist wie der Urahn dieser Band es einmal wahr, sollte sich an Bands wie Panzerballett halten.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
9.1.2009 |
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