Gloria
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Metal Blade |
| Durchschnittswertung: |
13.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Andy Schmidt (Vurtox) |
vocals, guitars, bass, keyboards |
| Rajk Barthel |
guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Black Sea
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5:16
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| 2. |
Dread It
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4:25
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| 3. |
Don't Go Any Further
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3:48
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| 4. |
Avalanche
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5:07
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| 5. |
Gloria
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6:11
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| 6. |
Aerophobic
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3:21
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| 7. |
The Hole We Are In
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5:36
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| 8. |
Save The Past
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3:44
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| 9. |
Lava
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4:06
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| 10. |
Too Many Broken Cases Fire
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5:34
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| 11. |
Untiefen
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4:04
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| Gesamtlaufzeit | 51:12 |
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Rezensionen

Spät bin ich auf sie aufmerksam geworden. Sehr spät. Knapp zwei Jahre nach Veröffentlichung hat mich Back To Times Of Splendor endlich in seiner vollen Wucht weggeblasen. Und schon kommt mit Gloria das nächste Album aus dem Hause DISILLUSION.
Und Gloria ist ohne Zweifel nochmal eins drauf gesetzt. Ich kenne wahrlich viel Heavy-/Thrash-/Death-/Power-/Prog-Metal, doch Gloria - keine Ahnung - mir fehlen die Worte.
Weg vom reinen Monster-Thrash, weg von den Growls, statt dessen wird frisch und jungfräulich mit Computerbeats, mit Geigen, mit Rammstein-Gesängen gearbeitet, dass es irgendwie voll verwirrt.
Aber es killt. Ein Monsteralbum, was hier auf uns zurollt. Gloria ist der Inbegriff von Modernität im Metal. Alles was andere jeher versucht haben, seien es die unzähligen Dream-Theater Clones oder Pain Of Salvation itself - mit Gloria verkommt es in ein jämmerliches Licht.
Hier werden Thrash-Metal und Modernität in ein derart modernes Gewand gepresst, dass es ein ums andere Mal für fassungsloses Kopfschütteln sorgt. Die rein thrashigen Elemente wurden dafür runtergefahren, knüppelnde Passagen werden dennoch dezent eingesetzt, statt dessen wird mit Gesang gearbeitet wo es geht: Verzerrungen, düstere Sprechgesänge, ansprechend melodiöser Gesang. Wow, das hat was. Elektronische Beats dominieren sehr geschickt in einigen Stücken das Gesamtbild, das klingt nahezu industriell. Düstere Stimmungen sollten sogar den größten Metal-Puristen überzeugen. Keyboards werden nach wie vor flächig eingesetzt - aber wie! - unheimlich, obskur und vor allem: niemals aufgeblasen oder fehl am Platze. Die Geigensounds und Sologitarren tun ihr übriges. Bratzende Gitarren gibt es dennoch genug.
Disillusion arbeiten wie keine andere Band mit Stimmungen und interessanten Arrangements. Sie lehnen sich dabei weit aus dem Fenster. Ich behaupte mal, sie werden mit dem Album einige ehemalige Fans vor den Kopf stoßen. Die Elektronik spielt auf Gloria eine unbestritten große Rolle. Der Abwechslungsreichtum wird dafür sorgen, dass DISILLUSION dann doch mehr neue Fans dazu gewinnen als sie zu verlieren drohen. Großes Ohrenkino!
| Anspieltipp(s): |
The Black Sea, Dread It, Gloria, Lava |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.10.2006 |
| Letzte Änderung: |
25.10.2006 |
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"Wo früher Wald war, ist heute Beton; keine Feldwege, aber Autobahnen. Was vorher orange war, brennt heute lichterloh. Trotz der Veränderung sind die Songs jedoch mehr Disillusion als jemals zuvor." Mit dieser kryptischen Botschaft kündigte die Band 2006 ihr neues Album "Gloria" an. Was ist davon zu halten?
Nun ja, stilistisch liegt die Wahrheit wieder einmal in der Mitte, denn weder alles noch gar nichts ist neu. Geblieben vom Stil des gelungenen Debüts "Back To Times Of Splendor" sind die präzisen und technischen, aber unverbrauchten Thrash-Riffs, das vertrackte Schlagzeug, der recht dramatische Klargesang sowie die pompösen Orchester- und Choreffekte im Hintergrund. Neu dagegen sind die Kompositionen, bei denen dann auch der wesentliche Kern des Reizes von "Gloria" zu finden ist.
Nämlich gehen Disillusion ihr Liedgut auf einmal mit ähnlichen Mitteln an, wie sie eigentlich eher in der elektronischen Musik zu finden sind. Die oben geschilderten Sound-Elemente werden hier streng rhythmisiert aneinandergefügt, als handle es sich dabei um Bausteine. Da groß angelegte Strukturen innerhalb der Lieder nach Longtrack-Manier somit auch kaum möglich sind, fallen die Stücke somit jeweils relativ kurz aus, wirken aber auch wesentlich straffer, moderner und urbaner als zuvor, was den Geist obiger Mitteilung natürlich unterstreicht. Im Gegenzug leisten sich Disillusion innerhalb der Lieder teilweise orgiastische Steigerungen der Arrangements, was im Zusammenspiel mit der zuvor ausgeführten Stilistik eine durchschlagende Wirkung hat. Ganz besonders gut gelingt sowas z.B. in "Dread It", "Don't Go Any Further" oder "Gloria".
Zusätzlich vermerken muss man noch, dass Gesang und Samples auch ganz ordentlich vom Elektronik-Einfluss betroffen sind. So wird der Gesang zeitweise mal verzerrt ("Don't Go Any Further", "Save The Past") oder ge-autotune-d ("The Black Sea"), und die Bombasteffekte im Hintergrund erleben einen Umgang, wie ihn wohl ein überdurchschnittlich begabter MC hinbekäme. Paradebeispiel hierfür sind die abgehackten Samples in "Aerophobic" oder "Save The Past".
Soweit die Beschreibung, kommen wir also nun zur Wertung: Der herausragende Punkt an "Gloria" ist nämlich, dass Disillusion unter Verwendung der genannten Stilistik geradezu überwältigendes Songmaterial präsentieren. Jede Melodie sitzt, die postmodernen Arrangements dazu und die von ihnen geschaffene Atmosphäre sind eine Augenweide. Es wird über die gesamte Dauer des Albums weder trivial noch effekthascherisch. Am wichtigsten sollte aber der folgende Punkt sein: Die Gesangslinien und der Bombast dazu erzeugen eine gewisse Harmonie, die sich aufs schärfste mit der aggressiven Widerborstigkeit des rhythmischen Fundaments reibt. Diese Spannung ist es also, die "Gloria" somit zu einem ganz besonderen Album macht, das selbst seinen starken Vorgänger übertrifft.
Fazit also: Der Nachhall dieses Albums ist zumindest bei mir gewaltig, und wenn in den letzten 10 Jahren irgendwo im Progmetal eine gravierende Neuerung erreicht wurde, dann genau hier, auf "Gloria".
| Anspieltipp(s): |
Dread It, Don't Go Any Further, Gloria |
| Vergleichbar mit: |
vielleicht Ulver zu "Metamorphosis"/"Perdition City"-Zeiten, aber mit Gitarren und VIEL Spannung |
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| Veröffentlicht am: |
27.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.3.2012 |
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