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Holger Czukay

Canaxis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (CD-Neuausgabe 2006)
Besonderheiten/Stil: Worldmusic / Ethno
Label: InsideOut Revisited Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Holger Czukay bass, tapes, editing engineering
Rolf Dammers co-producer, general support

Tracklist

Disc 1
1. Boat Woman Song 17:39
2. Canaxis 20:15
3. Cruise   (CD-Bonustrack) 4:30
4. Epilogue   (CD-Bonustrack) 2:13
Gesamtlaufzeit44:37


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @


Holger Czukays erstes Solowerk hat mit Rock nichts zu tun, auch nichts mit "Progressive Rock". Ähnliches gilt allerdings auch für viele andere Platten (insbesondere aus dem Bereich der Elektronik), die trotzdem in Rockspalten oder auf Rockwebseiten ihre Besprechungsheimat gefunden haben - mag es die Musiker nun freuen oder nicht.

Aufgenommen wurde Canaxis laut Czukay heimlich und in einer einzigen Nacht im Studio von Karlheinz Stockhausen. Eine passende Geschichte zu einer Platte, die selbst ein wenig geheimniskrämerisch wirkt. Die Musik ist statisch, wiederholungsreich, eher leise und von diversen Vokaleffekten geprägt, die exotische Wirkungen hervorbringen. "Ethno-Ambient" könnte man das Ganze nennen. Der erste Track beginnt in Anknüpfung an ein abendländisch-sakrales Vokalwerk (aus dem 12. Jh., wenn ich die Liner Notes recht verstehe), doch mischen sich bald die Stimmen jener "2 unknown traditional singers from Vietnam" ein, die auf dem Cover genau mit diesen Worten vorgestellt werden. Voilà: Die Ethnoatmosphäre ist hergestellt. Das Stück nimmt dabei keine große Entwicklung, sondern zerdehnt den angestrebten Effekt, dessen Wirkung auf den Hörer Sache des Hörers bleibt - wie es in der Musik eben so ist.

Zu Beginn von Track 2 (und später auch wieder) findet sich im Soundgemisch ein lang ausgehaltener pfeifender Ton. Obwohl ich auf manchen CDs schon erheblich schrilleres Pfeifen eingekauft habe, nehme ich dies für folgendes Bekenntnis zum Anlass: Ich finde Pfeiftöne ätzend. Sie gehen einem auf die Ohren. Mit meinen Ohren höre ich aber nicht nur Musik, sondern auch die Geräusche der Natur und die Stimmen schöner Frauen. Da ich das noch lange tun möchte, kann mir jedwedes Gepfeife gestohlen bleiben, selbst wenn sich dabei eine ganze Kunstakademie in die Brust wirft. Davon abgesehen ist das Stück nicht uninteressant. Es beschwört auf seine leise Art wiederum eine Art surreale Weltmusikatmosphäre herauf, ohne jeden Touch dämlicher Folklore, dafür aber durchaus mit einer gewissen Magie.

Canaxis wurde ursprünglich als Privatpressung bei einer kleinen Münchener Plattenfirma mit dem schönen Namen "Scheißhaus Records" herausgebracht, was m.E. zu einer "Welt umspannenden Musik" (Czukay) exzellent passt, denn die Frage der Verdauung betrifft nun wirklich alle Völker dieser Erde. Allerdings hätten Czukay und sein Mitstreiter Rolf Dammers sich damals wohl lieber bei einer Firma mit etwas größerer Öffentlichkeitswirkung gesehen. Nicht ganz 40 Jahre später ist es nun so weit: Die Platte liegt neuerdings in der von "Revisited Records" gewohnten, reichhaltigen Ausstattung mit ausführlichen Liner Notes vor. Zwei Bonustracks, die zur musikalischen Gesamtstimmung passen, stammen vom Can-Soloprojekt aus dem Jahr 1999.

Ein frühes Beispiel für den Mut zum Experiment, auch heute noch anhörbar und auch heute noch weit weg vom Mainstream.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.11.2006
Letzte Änderung: 9.11.2006
Wertung: 10/15
Ein Punkt für historische Bedeutung inklusive

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Holger Czukay

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1987 Rome Remains Rome 9.00 1
1989 Radio Wave Surfer 11.00 1
1993 Moving Pictures 12.00 1
1999 Good Morning Story 11.00 1
2000 La Luna 11.00 1
2001 Linear City 9.00 1

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