Delired Cameleon Family
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Pathé Marconi - EMI |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Cyrille Verdeaux |
Grand Piano, Organ, E-Piano, Harp, Percussion |
| Yvan Coaquette |
Guitars, E-Piano |
| Christian Boulé |
Guitar, Bottlenek |
| Jean-Claude d'Agostini |
Bass, Guitar |
| Frnacois Jeanneau |
Sx, ARP 2600 Synthesizer |
| Jean Padovani |
Drums, Tablas, Percussion |
| Gilbert Artman |
Percussion, Vibraphone |
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| Olivier Pamela |
Voice |
| Joel Dugrenot |
Voice, Bass |
| Tim Blake |
Percussion |
| Antoine Duvernet |
Electric Alto, Sheelum |
| Ariel Kalman |
Tenor Sax |
| Aude Cornillac |
Transgalactic Voice |
| Valérie Lagrange |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Raganesh
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6:45
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| 2. |
Weird Ceremony
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4:21
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| 3. |
La Fin Du Début
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5:05
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| 4. |
La Boeuf
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8:37
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| 5. |
Novavanna
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13:36
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| 6. |
Anata
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9:42
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| Gesamtlaufzeit | 48:06 |
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Rezensionen

Im März 1975 spielten Cyrille Verdeaux (Clearlight) und Yvan Coaquette den Soundtrack für Pierre Clements Film "Visa de censure no X" ein. Zu diesem Zweck versammelten sie eine Ladung Bekannte und Freunde im Studio der Pathé in Boulogne. Oder, wie Verdeaux sich erinnert, fand sich ein Grossteil der Musiker einfach so ein, nachdem sie gehört hatten, dass da eine ungewöhnliche Jamsession stattfinden würde. Wie auch immer, inerhalb von vier Tagen war genug Musik eingespielt, um den knapp einstündigen Film mit Klang zu versehen. Noch im selben Jahr erschien das Ganze auch auf LP, unter dem Bandnamen Delired Cameleon Family.
Clementis Film, so Cyrille Verdeaux im Beiheft des CD-Reissues von Clearlight Music, war eine typische Produktion der "Nuovelle Vague Francaise", ein extravaganter Bildertrip ohne Dialoge, untermalt von der ebenso trippigen Musik der Delired Camelion Family. Allzu viel Aufsehen hat der Film wohl nicht erregt. Dafür wurde das bei Pathé/EMI veröffentlichte Album eine gesuchte LP-Rarität. Von einer solchen ist offenbar auch dieses CD-Reissue gemastert worden, ist doch ein gelegentliches leichtes Knistern und Knarzen nicht zu überhören. Offenbar sind die Masterbänder der Session aber schon lange verschollen.
In musikalischer Hinsicht wird hier das geboten, was man nach der obigen Beschreibung der Entstehungsgeschichte des Albums erwarten würde. "Delired Camelion Family" ist ein ziemlich abenteuerliches Durcheinander aus psychedelischem Gejamme mit ein paar Ethnoeinflüssen, treibendem Jazzrock, freieren Klangschöpfungen, elektronischen Soundkonstrukten, freakigen Rocksongs und wabernd-blubberndem Spacerock. Am ehesten kann man das Ganze mit der Musik von Gong aus der Radio-Gnome-Phase vergleichen ("Flying Teapot", "Angel's Egg", "You"). "Delired Camelion Family" ist aber nicht ganz so intensiv und originell, dafür aber deutlich wirrer und freier, obwohl es nie wüst oder wirklich schräg wird, und gelegentlich auch elektronischer im Klang. Einmal, in der zweiten Hälfte von "Le Boeuf", wenn die Musik repetitiv dahintreibt und kantiger weiblicher Begleitgesang erklingt, baut sich sogar eine zeuhlige Atmosphäre auf.
Nach dem bizarren, Ethno-Space-Klangdurcheinander von "Raganesh" wird in den nächsten beiden Nummern etwas das Tempo herausgenommen. Dabei ist "Le Fin Du Début", versehen mit dem eigentlich kaum zu der Musik (und erst recht nicht zum Rest der Scheibe) passenden soulig-expressiven Gesang von Valérie Lagrange, das schwächste Stück der Scheibe. Mit "Le Boeuf" nimmt die Musik dann wieder Fahrt auf und leitet einen abwechslungsreichen, spannenden und ziemlich durchgeknallten Jam ein, der sich durch die nächsten drei Nummern und damit den Rest der Scheibe zieht.
"Delired Cameleon Family" ist ein gelungenes und ziemlich witziges Album aus dem Clearlight-Umfeld, welches zwar nicht zu den Höhepunkten des französischen Progs zählt, das aber jedem Proghörer, dem Spacerock, spaciger Jazzrock à la Gong und Psychedelisches zusagen, sehr viel Spass machen sollte. Denjenigen Zeitgenossen sei die Scheibe daher auch empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
Le Boeuf |
| Vergleichbar mit: |
Gong |
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| Veröffentlicht am: |
19.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
22.11.2006 |
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