Echo
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Polydor |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Achim Reichel |
Machines, Vocals, Instruments |
| Peter Hecht |
Orchestral Arrangements |
| Dicky Tarrach |
Drums |
| Lemmy Lembrecht |
Drums, Percussion |
| Hans Lampe |
Percussion |
| Kalle Trapp |
Percussion |
| Jochen Petersen |
Sax |
| Norbert Jacobsen |
Clarinette, Vocals |
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| Klaus Schulz |
Vocals |
| Conny Plank |
Vocals |
| Matti Klatt |
Vocals |
| Arthur C. Carstens |
Jew's Harp |
| Pete Becker |
Sirenes |
| Frank Dostal |
Sirenes, Lyrics |
| Helmuth Franke |
Guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Einladung
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20:32
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| 2. |
Das Echo der Gegenwart
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10:08
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| 3. |
Das Echo der Zeit
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13:05
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| Gesamtlaufzeit | 43:45 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Das Echo der Zukunft
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18:13
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| 2. |
Das Echo der Vergangenheit
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19:38
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| Gesamtlaufzeit | 37:51 |
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Rezensionen

In drei Perioden kann man die Musikerkarriere von Achim Reichel einteilen. Da ist ersteinmal seine Beatzeit, die beginnend mit der Gründung der Rattles (1961) bis zum Ende der 60er Jahre dauerte (und auch das Bandprojekt Wonderland einschloss). Danach wandte sich Reichel experimentelleren Gefilden zu und nahm sechs Alben mit meditativen Rockimprovisationen, krautigen Kollagen und freierem Gejamme auf ("Die grüne Reise", "Echo", "AR3", "A.R.IV", "Autovision" und "Erholung"), die meist unter dem Projektnamen A.R. & Machines firmierten. Die dritte, bis heute andauernde Phase, in der Reichel Folklore, deutsche Texte und Rock miteinander verbindet, begann dann 1976 mit der LP "Dat Shanty Alb'm".
Diese drei Phasen sind recht unterschiedlich gut auf digitalem Tonträger repräsentiert. Gibt es aus der Deutschrockphase von Reichel so gut wie alles auf CD, und ist auch seine Tätigkeit bei den Rattles ganz gut dokumentiert, bilden die Alben der ersten Hälfte der 70er eine ziemlich umfangreiche Lücke in der CD-Diskographie des Hamburgers und des Krautrocks im allgemeinen. Nur "Die grüne Reise" gab es einmal kurz von Polydor auf CD. Die restlichen Alben harren seit langem einer Wiederveröffentlichung. Dass es durchaus eine Nachfrage nach diesen Alben gibt, zeigen diverse, meist von knisternden LPs kopierte Bootleg-Veröffentlichungen des Materials, die in den letzten Jahren immer wieder auftauchen. Es ist zu hoffen, dass in nicht allzu ferner Zukunft die sechs Kraut-Alben von Reichel ein offizielles CD-Reissue erleben. Da dies aber bisher nicht geschehen ist, ist allerdings zu vermuten, dass die Rechteinhaber kein grosses Interesse an einer originalen Wiederveröffentlichung haben bzw. dieselbe sogar bewusst Ablehnen.
"Echo" war das zweite Soloalbum von Reichel, bzw. das zweite von A.R. & Machines. Bis heute ist es das ambitionierteste Werk des Hamburgers geblieben. Fünf ausladende Nummern verteilte Reichel auf vier LP Seiten, unterstützt von einer ganzen Ladung von Gastmusikern und sogar einem kleinen Orchester. Der Titel des Albums ist gleichzeitig das Programm. Echoeffekte bestimmen die Musik. Vor allem Reichels Gitarren hallen repetitiv durcheinander, werden übereinandergeschichtet und erzeugen dichte Geflechte von unzähligen sich wiederholenden Melodiefragmenten. Diese Echo-Gitarrentechnik sollte später von Manuel Göttsching (von Ash Ra Tempel - siehe auch "Inventions for electric guitar") und Günter Schickert aufgegriffen, verfeinert und ins Extreme gesteigert werden. Zu den Gitarren gesellen sich allerlei weitere Instrumente (Piano, Sax, weitere Bläser, Perkussion, Schlagzeug und ab und zu auch das Orchester), meist ebenso verhallt und verfremdet wie die Gitarren, Elektronikspielereien, Tonbandeinspielungen und verschiedene Stimmeinlagen. Letztere haben den Charakter von meditativem Stöhnen, weggetretenem Jaulen, Heulen und Seufzen, tiefsinnigen Rezitationen, albern-bizarren Stimmspielereien, bluesigem Gröhlgesängen und drogengeschwängertem Hippiegenöle. Dazu erklingt die passend Musik. Es wird ausschweifend gejammt, die Musik pulsiert und wabert auf verfremdeter Bluesbasis bis ins unendliche dahin, krautig-kosmisch, entspannt, schwebend, treibend, etwas bekifft wirkend und spacig.
Am ehesten ist das Ganze mit den freieren Jams der Grateful Dead vergleichbar ("Dark Star"), allerdings ungleich zu diesen stark effektverfremdet, mit elektronischen Gimmicks angereichert, reicher instrumentiert, elektronischer, um einiges wirrer und verschachtelter und im Studio nachbearbeitet (also eigentlich ganz anders). Ash Ra Tempel haben zur selben Zeit Ähnliches gemacht, doch ist Reichels Ansatz abwechslungsreicher, bizarrer und oft auch spannender und intensiver. Auch merkt man Reichel durchaus an, dass er das Ganze nicht zu ernst nimmt und er einfach Spass am Klangexperimentieren hatte und im extremen Gegensatz zu dem, was er vorher gemacht hatte, etwas völlig Neuartiges kreieren wollte. Das ist ihm weitestgehend gelungen. Auch wenn es ein paar Längen auf "Echo" gibt, ist das Ganze durchaus angenehm zu hören, ist recht spannend und ungewöhnlich ausgefallen. Gerade die Kombination des kosmisch-spacigen Rocks mit einem kleinen Orchester in "Einladung", dazu verträumte Flöten und Echogitarren im Hintergrund, ezeugt eine eigenartige, psychedelisch-pastorale Stimmung. Auch das Ende von "Das Echo der Vergangenheit", wenn diverse Stimmen, Orchester, Blasinstrumente und Elektronik durcheinaderpurzeln ist hörenswert.
"Echo" ist sicher eine der interessanteren Krautrock-Einspielungen, die mich zwar nicht in Gänze überzeugt (dazu mäandert die Musik über weite Strecken dann doch etwas zu ziellos dahin), die aber ein interessantes und leidlich unterhaltsames Hörerlebnis bietet. Ein ordentliches CD-Reissue hätte das Album jedenfalls mit Sicherheit verdient! Krautrock-Interessierte sollten die Scheibe auf jeden Fall einmal gehört haben (was zugegebenermaßen im Moment nicht ganz einfach ist)!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
31.10.2007 |
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