Twisted Stems
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Daniel O'Sullivan |
Piano, Bass, Guitar, Autoharp, Harmonium, Electronics |
|
| Dave Smith |
Drums, Percussion |
|
Gastmusiker
| Antti Uusimaki |
Audio Engeneering and Manipulation, Modular Synthesizer |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Heliotrope
|
7:25
|
| 2. |
The Selenotrope
|
7:46
|
| Gesamtlaufzeit | 15:11 |
|
|
Rezensionen

Ein Lebenszeichen von Guapo! Nach dem Erscheinen von "Black Oni" hatte Matt Thompson, einer der Bandgründer, die Gruppe verlassen. Seitdem ist Guapo wohl das Duo O'Sullivan-Smith, wobei die beiden sich bei Konzerten meist von Gästen an Bass (oft David Ledden von Miasma & the carousel of headless horses) und in neuerer Zeit auch an der Gitarre unterstützten lassen. Die EP "Twisted Stems" entstand im Winter 2006, wie auf dem Cover steht (also vermutlich vor ein paar Wochen), und bietet zwei knapp 8-minütige Stücke. Gewidmet ist das Mini-Album Athanasius Kircher, dem Universalgelehrten des 17ten Jahrhunderts, der sich neben vielem anderen auch mit Musiktheorie befasste.
Wer von "Twisted Stems" irgendetwas in der Art von "Five Suns" oder "Black Oni" erwartet, wird ziemlich überrascht werden. Sehr ruhig geht es nämlich in "The Heliotrope" und "The Selenotrope" zu. "Der sich der Sonne zuwendende" ist ein ziemlich entspanntes Klangemälde, in dem eine dezente Perkussion, ein Piano, ein verhalten brummender Bass und allerlei andere zurückhaltende Klänge getragen dahinschreiten. Das erinnert sehr an diverse Produktionen aus dem Postrock-Bereich, z.B. an die späten Alben von Talk Talk oder an Bark Psychosis (natürlich ohne Gesang). "Der Mondgucker" ist recht ähnlich konzipiert (beide Nummern wirken wie zwei verschiedene Interpretationen desselben Stücks), ist aber deutlich düsterer, wie eben eine Nacht-Version von "The Heliotrope". Die Perkussion ist hier etwas metallischer (insbesondere die durchs Klangbild klirrenden Kettengeräusche), der Bass wirkt repetitiver, und wenn in der zweiten Hälfte von "The Heliotrope" ein Harmonium dazukommt, klingt das Ganze nach Univers Zero, nach den düster-getragenen Soundschöpfungen von "Heresie" und "Ceux Du Dehors".
Eine seltsame Scheibe! Ob das nun repräsentativ für ein kommendes Guapo-Album ist, wage ich nicht vorauszusagen. Ein volles Album mit solchen Klängen wäre wohl auf Dauer etwas langweilig. Eine viertelstundelang ist es aber durchaus erträglich, stellenweise gar beeindruckend. Wie auch immer, Guapo sind offenbar dabei sich weiterzuentwickeln. Mal sehen, wo die Reise hingeht.
"Twisted Stems" ist in einer Auflage von 500 Stück beim Label Aurora Borealis auf CD erschienen (es gibt das Ganze auch in Vinyl, und zwar vom Label Dot Dot Dot Music) und kann offenbar nur direkt beim Label bestellt werden.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
21.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
21.12.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Guapo
Zum Seitenanfang
|